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GOLDEN GATE

Nachdem man von Harrismith aus kommend den Qwa-Qwa National Park durchfahren hat, kommt man übergangslos im Golden Gate Highlands National Park an. Dies ist einer der schönsten Nationalparks des Free State und die Straße führt mitten durch die eindrucksvollen Felsformationen.

Sie tragen so passende und sprechende Namen wie Mushroom Rock, Sentinel oder Echo Ravine. In der nordöstlichen Ecke der Provinz Free State beansprucht dieser Park eine Fläche von 11.630 ha und liegt auf einer Höhe zwischen 1.900 und 2.800 m ü.d.M.

Geologisch ist der Nationalpark sehr alt, vor 200 Millionen Jahren begannen sich Sandstein, Schlamm und Schieferschichten übereinander aufzutürmen. Über diesen Sedimentschichten lagerten sich dann nochmals rote und purpurfarbene Lehmschichten, Schiefer, Schwemmsand und Sandstein ab.

Als vor 170 Millionen Jahren das Klima deutlich trockener wurde trugen Winde feine Sandpartikel herbei, die den für die Region typischen Clarens Sandstone schufen. Dann wurde geschmolzenes Magma nach oben gepresst und breite Lavaströme ergossen sich zusätzlich über die bis zu 1.300 m hohe Landschaft.

In den danach folgenden 130 Millionen Jahren formten die Naturgewalten mit Wind, Wasser und schwankende Temperaturen die heute zu sehende, beeindruckende Felslandschaft, ebenso wie die Drakensberge und die Maluti Mountains.

Viele gut erhaltene Zeichnungen in den zahlreichen Sanststeinhöhlen und -Überhängen zeugen davon, das hier schon die San Unterschlupf fanden. Während des Burenkrieges versteckten sich im schwer zugänglichen Gelände Burenfamilien, die den Konzentrationslagern der Briten auf diese Weise entgingen.

Im Park

Wir waren Ende Mai vor Ort und zahlten keinen Eintritt, weil das Kassenhäuschen am Osteingang nicht besetzt war und die Schranken offen standen. Es gibt hier nur diesen einen Kontrollpunkt an der Straße in Richtung Clarens. Von hier sind es noch 30 km bis zu dem kleinen Ort, 300 km bis Bloemfontein und 320 km bis Johannesburg.

20 km parkeinwärts aus Clarens kommend, erreicht man das Brandwag Rest Camp und das Glenn Reenen Rest Camp mit den zahöreichen Unterkünften. Brandwag bietet 7 Einzel- und 27 Doppelzimmer sowie 34 Chalets. Es gibt ferner das Wilgenhof Hostel mit 4 Schlafräumen für Gruppen bis zu 90 Personen. Glenn Reenen bietet ein Haus und diverse einfache Rundhütten. Die Vielzahl der Angebote zeigt, das es hier zur Hochsaison ganz schön voll werden kann. Berühmt für seine Landschaft und sein erfrischendes Klima ist die Region natürlich ein beliebtes Urlaubsziel, besonders für die Menschen aus den Industrieregionen rund um Johannesburg. Wir waren im Mai fast alleine unterwegs, dafür wurde es aber auch schon früh, so gegen 17:00 Uhr, dunkel.

Von den Restcamps aus kann man Touren buchen, zum Beispiel zu einer Geier-Fütterungsstelle, Nachtfahrten und Wanderungen zur Chathedral Cave in den Monaten Oktober bis März. Die Gipfel des Wodehouse Peak (2.438 m) und des Generaalskop (2.732 m) überragen die Szenerie.

Mehre kurze Wanderwege beginnen ebenfalls an den Camps, so zum Beispiel der 45-minütige Holkrans Trail. Oder man steigt hinauf zur Spitze des Sentinel um die Aussicht auf das Little Caledon Valley zu genießen.

Brandwag Butress

Das meist fotografierte Motiv im Park ist der mächtige Felsen, direkt gegenüber vom Brandwag Camp. Er beherrscht das Tal und ist sehr eindrucksvoll, vor allem wenn man direkt darunter steht. Die Straße führt nur wenige Meter daran vorbei und man hat bei wenig Verkehr auch die Möglichkeit am Straßenrand anzuhalten. Man achte auf die Geschwindigkeitsbegrenzung - die Speed-Bumps quer über die Straße sind wirklich hart...

Leider sind sich verschiedene Quellen nicht einig, mal heißt der Felsen Brandwag Butress, mal soll es angeblich der Sentinel sein. Ich tendiere zu Brandwag Butress (Brandwag Stützpfeiler), der Name ist für diesen Fels doch sehr passend. Ein Wanderweg führt hinauf, leider hatten wir zu wenig Zeit dafür. Im Mai 2004 haben wir hier eine Zwischenübernachtung und eine Wanderung geplant.

Je nach Tageszeit, Standort und Licht wirkt der Klotz sehr unterschiedlich. Steht man Mittags an der Straße genau drunter, dann verwindet die Sonne hinter der Spitze, auf denm linken Bild zu sehen.

Am schönsten für Fotografen ist der späte Nachmittag, wenn die Sonne die Breitseite golden erstrahlen lässt, so wie auf dem folgenden Bild bzw. ganz oben auf der Seite. So sieht man den Felsen auch meist in Prospekten und Büchern.

Google Map zum Thema

Golden Gate Nationalpark


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