Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2002

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ABZWEIGUNGEN

Auf dem Weg zwischen Knysna und Plettenberg Bay gibt es einige Anzweigungen. Dort fahren die meisten Touristen mit wenig Zeit einfach vorbei. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, der findet dort zwar nicht die absoluten touristischen Highlights, aber dennoch nette Flecken abseits des Hauptstroms der Reisenden.

Die lange Abzweigung, die über den Prince Alfreds Pass nach Avontuur führt, habe ich auf einer eigenen Seite beschrieben. Dort gibt es jede Menge zu sehen, man braucht aber auch für diese Fahrt einges an Zeit.

  Einfacher zu erreichen sind da schon die Abzweigungen, die auf dieser Seite beschrieben werden. Wenn man die N 2 entlangfährt kommt man quasi an den Hinweischildern vorbei. Wer dann ein wenig Zeit und Lust mitgebracht hat, kann beruhigt abbiegen, da er durch diese Seite ja schon in etwa weis, was ihn am Ende der Straße erwartet. :-)

Alle hier beschriebenen Strecken liegen, von Knysna kommend, auf der rechten Seite in Richtung Meer. Auf der linken Seite gibt es noch den "Garden of Eden". Hier kann man auf einem Holzpfad durch unberührten einheimischen Wald spazieren. Permits gibt es am Eingang und der Weg ist 1,5 Kilometer lang, auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Ebenfalls auf der linken Seite der N 2 kommt man einige Kilometer weiter an der Abzweigung zum Knysna Elefant Park vorbei.

Noetzie

Kurz hinter Knysna in Richtung Plettenberg Bay, dort wo die Sqatter Camps an der N 2 liegen, befindet sich eine Kreuzung. Mach links fährt man Richtung Knysna Forest und Prince Alfred Pass in die Berge, nach rechts biegt man ab nach Noetzie. Auf dieser Schotterstraße muss man ein Stück am Township Hornlee vorbei, dann geht es weiter durch Eukalyptusplantagen in Richtung Meer. Unterwegs hat man nach rechts einige nette Aussichten auf die Lagune von Knysna.

Der Name Noetzie bedeutet "Schwarz" und bezieht sich auf die dunklen Wasser des Noetzie River. Dieser Fluss formt eine kleine Lagune, bevor er über einen kleinen Sandstrand ins offene Meer fließt. Der tolle Strand ist aber nicht der einzige Grund hierher zu kommen.

Die Minisiedlung in Noetzie ist berühmt für ihre "Schlösser". Es handelt sich dabei um trutzige Ferienhäuser aus Naturstein, die in den 60ziger Jahren von phantasievollen Hausbesitzern am Strand erbaut wurden und alten Burgen nachempfunden wurden. Dazwischen findet sich dann auch das eine oder andere bunte Holzhaus oder eine Ferienvilla, die so auch auf einer Nordseeinsel stehen könnte. Insgesamt eine sonderbare Mischung.

Als Besucher muss man oberhalb von Noitzie parken und zu Fuß hinunter zum Strand. Daher sind die Treppen von Noetzie bald ebenso berühmt wie die Burgen. Als Besucher darf man nämlich nicht nicht bis zum Ende die steile Serpentinenstraße hinunter, sondern wird über eine lange Treppe umgeleitet. Viele Stufen führen hinab zum breiten, weißen Sandstrand, 130 haben wir gezählt. Die Burgen und Schlösser sind Geschmacksache, viele wirkten tot und unbelebt. Es war ganz nett hier einmal am Strand entlangzulaufen, die Lage ist wirklich einmalig. Noch schöner zum Baden ist es rund um die geschützte Lagune.

Bevor man allerdings den Weg zum Strand antritt, wird oben am Parkplatz erst einmal abkassiert. Einige Jugendliche warten auf parkende Gäste und kommen mit einer "Spendenliste", wo man sich eintragen soll. Ob für den Erhalt der Burgen, der Treppen, die Nutzung des Parkplatzes oder die Bewachung des Fahrzeugs, so ganz klar war uns das nicht. Ahnungslose Touristen vor uns gaben mehr als genug, wie man an der Liste ablesen konnte, einige sogar weit über hundert Rand. Wenn man für weniger als 60 Rand schon in den teuersten Nationalpark am Kap kommt, so war das total überzogen. Wir hatten jedenfalls Mühe, die Situation einzuschätzen und zahlten schließlich 40 Rand als Eintritt und Parkgebühr. Nur für einen Strand absolut übertrieben, für einen Parkplatz am Ende der Welt vielleicht gerade richtig.

Nachtrag 2003: Nach einem Artikel des Getaway Magazine kann man in einem der "Schlösser" auch übernachten. Im Lindsay Castle - dem ältesten der Noetzie Castles - kostet eine Übernachtung im Doppelzimmer zwischen 400 und 800 Rand pro Person, zu einem akzeptablen Preis bekommt man auch Dinner. Es gibt inzwischen 5 Zimmer, man sollte sich nach einen mit Meerblick erkundigen. Eine gemütliche, schottisch-mittelalterliche Atmosphäre vor dem Kamin in der Halle oder an einer Art Tafelrunde beim Essen wird ergänzt von intensiver Naturnähe und Ruhe über Nacht.

Näheres bei reservations@knysna-castles.co.za

Brackenhill Wasserfall

Einige Kilometer weiter führt eine andere Abzweigung zum Brackenhill Wasserfall. Wir fuhren durch Eukalyptus-Plantagen und landeten schließlich vor einer geschlossenen Schranke. Es war schon Nachmittag und weit und breit war kein Mensch zu sehen.

Nach uns ankommende Südafrikaner lösten dann unser Problem, indem sie einfach die Schranke hochhoben und durchfuhren. Wir folgten dann einfach. Unterwegs überholten wir dann einige andere Touristen, die ihr Auto an der Schranke stehengelassen hatten und zu Fuß zum Wasserfall unterwegs waren.

Der Weg zieht sich allerdings sehr und ist staubig. Am Wasserfall angekommen waren dann doch einige Einheimische und auch einige Autos vor Ort. Der Wasserfall ist hübsch und stürzt mit einigen Kaskaden am Ende in eine tiefe Schlucht. Es gibt viel Grün und einige Grillplätze. Wir hatten Glück und es war ziemlich viel Wasser zu sehen.

Bei der Rückfahrt war die Schranke geöffnet und wir mussten nicht mal austeigen.

Kranshoek

Noch ein wenig der N 2 in Richtung Plettenberg folgen und man passiert die Abfahrt in Richtung Harkerville und Kranshoek. An der Abzweigung zur Harkerville Forest Station führt eine Schotterpiste ein paar Kilometer zum Kranshoek Nature Reserve. Die Straße führt durch herrlichen Urwald hinab zum Küstenplateau. Hoch über dem Meer befindet sich ein Aussichtspunkt mit Picknickplätzen, Parkplatz und guter Möglichkeit in der Saison Wale zu beobachten.

Wir waren leider erst spät am Nachmittag dort und so ziemlich die einzigen Menschen. Am Eingang muss man sich in einem Buch selbst registrieren.

Interessant ist diese Region für Wanderer. Es gibt zwei Rundwege hier, einmal den 9 Kilometer langen Kranshoek-Walk, der an der dramatischen Felsenküste entlangführt, am Wasserfall des Kranshoek-River vorbei zum Boden der Schlucht. Bestimmt ein schöner Walk, wenn auch sehr anspruchsvoll. Man braucht ca. 4 Stunden dafür, eine ausführlich Beschreibung fndet man hier bei einem Bericht des Getaway Magazine.

Ein weiterer Rundweg beginnt an der Harkerville Forest Station und führt 9,5 Kilomter durch Wald und Schluchten. Man braucht ein Permit, das man an der Station bekommt. Dieser Weg heißt Perdkop Tough Nature Walk.

Wie man an dem Bild sehen kann, ist der späte Nachmittag hier die falsche Tageszeit. Früh am Morgen liegen die Sandsteinfelsen wunderbar im Sonnenlicht und leuchten in bunten Farben - wir haben die Stelle auf einem Kalenderblatt wiedererkannt.

Google Map zum Thema

Noetzie


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