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SWARTVLEI

Wenn man von Wilderness kommend der N 2 in Richtung Port Elisabeth folgt kommt man schon nach wenigen Kilometern nach Sedgefield. Der kleine Ort, der zwischen kieferbedeckten Hügeln und weiten, unberührten Stränden liegt, bist eher ein ruhiges Fleckchen in der näheren Umgebung, die von der Tourismusindustrie und den Freienausbesitzern ziemlich rasant entdeckt und zugebaut werden. Hier hat man sich lange gegen Tourismus gewehrt, auch heute gibt es nur wenige Unterkünfte und Restaurants im Ort. Direkt an der N 2 liegen ein paar Geschäfte und Tankstellen, die Häuser dehnen sich in den letzten Jahren immer weiter aus in Richtung Meer.

Zahlreiche Wanderwege führen durch Wälder der näheren Umgebung, die einer Vielzahl von Wild und diversen Vogelarten eine Heimat bieten. Direkt hinter dem Ort führte früher das Gleis der Schmalspurbahn mit Dampfbetrieb von George nach Knysna vorbei, die wurde leider nach Erdrutschen 2006 stillgelegt. Bei unserem ersten Besuch im Jahr 2002 war die Fahrt noch einer der Höhepunkte an der Garden Route. Direkt vor dem Ort führte die Strecke auf einem niedrigen Damm und ein gutes Stück nur auf Betonständern quer über den Swartvlei, parallel zur N2.

Der Swartvlei ist der größte natürliche Binnen-Salzwassersee Südafrikas. Er gehört zu einer Kette von 5 verbundenen Binnengewässern, die östlich von Wilderness zwischen den Bergen und der Küste liegen. Zum kleineren Teil werden diese Seen über die Flussmündung bei Wilderness, zum größeren Teil durch die bei Segefield gelegene Verbindung des Swartvlei mit dem Meer von Ebbe und Flut beeinflusst, daher das Salzwasser. Der Swartvlei ist ein beliebtes Ziel zum Baden, Bootfahren, Windsurfing, Wasserskifahren und Angeln. Unten sind drei Fotos davon zu sehen.

Der Swartvlei Beach befindet nicht an diesem Binnensee, sondern liegt nicht weit davon entfernt an der Küste. Dort, wo die N 2 von von der hügeligen Küstenlandschaft hinunterfällt in die Ebene des Swartvlei steht noch vor der ersten Brücke am Straßenrand ein kleines, braunes Touristen-Schild mit der Aufschrift "Swartvlei Beach". Hier biegt man nach rechts ab und folgt der kleinen Straße einige Hundert Meter bis zum Strand.

Ein richtiger Traumstrand ist Swartvlei Beach, oft sind nur wenige Menschen hier. Ein Parkplatz bietet Raum für das Auto, neugierige und scheue grüne Meerkatzen lassen sich hier manchmal beim Plündern der Abfallbehälter beobachten.

Direkt hinter dem Parkplatz geht es auf einer Holztreppe bergab, auf wunderbaren, weißen Sanddünen. Der helle Sandstrand geht nach links so weit das Auge reicht bis zum Horizont, rechts im Westen wird er von einem malerischen Felsenkliff begrenzt.



On the Beach

Der Strand ist eine Pracht. Breit und flach schiebt er sich unter den Ozean, die Wellen rollen gleichmäßig heran und brechen ohne böse Überraschungen. Die wenigen Besucher verlaufen sich in der Weite. Dort, wo Angler etwas Beute gemacht haben, streiten sich hinterher ein paar Möwen um die Reste.

Strände mit vielfältigem Leben kannten wir ja schon von Thailand, wo uns besonders die kleinen Einsiedlerkrebse begeistert haben. Hier am Swartvlei Beach haben wir lange die kleinen Schnecken beobachet, die man bei Ebbe überall auf dem feuchten Sand der Tidenzone findet. Auf Englisch heissen sie Plough Shells, deutsch: Pflugschnecken. An der Wasserkante wirbeln die sanft ausrollenden Wellen die Tiere etwas herum, bevor sie sich wieder eingraben. Die nächste Welle holt sie wieder hervor und löscht die Spuren. Die Schnecken leben auf ungewöhnlich großem Fuß, denn ihr Haus ist deutlich kleiner als der Körper. Trotzdem können die sich vollständig in das Gehäuse zurückziehen. P

In allen Grössen bis hin zu sechs Zentimetern Länge krochen diese kleinen Tiere mit pumpenden Bewegungen erstaunlich schnell auf dem nassen Sand herum und ließen Schleifspuren hinter sich wie Architekten eines Irrgartens.

Fischabfälle am Strand, auf denen zahlreiche dieser Schnecken sassen, wiesen sie als Aasfresser aus. Plough Shells sind völlig blind. Sie vertrauen auf ihren hervorragenden Geruchssinn, mit dem sie Aas am Strand entdecken und dann verzehren. Diese lebenden Hygienepolizisten am Strand sind auf jeden Fall ein Zeichen für einen guten Badestrand, denn wo diese Schnecken leben, da ist der Strand flach und die Brandung ungefährlich und man kann beruhigt ins Wassser gehen.

Die auffallenden Sandsteinformationen am Westende des Strandes bilden eine Landzunge, sie heißt Gericke's Point. Auf einer eigenen Seite habe ich die Wanderung dorthin vorgestellt. Das war allerdings schon bei unserem ersten Besuch im Jahr 2002, auch einige Bilder auf dieser Seite wurden damals noch mit Diafilm fotografiert.

Im März 2017 haben wir den Swartvlei Beach noch einmal kurz besucht, als wir vom Montagu Pass kommend über Wilderness in Richtung Plettenberg Bay fuhren. Die letzten Bilder zeigen den Strand am späten Nachmittag, für eine Strandwanderung reichte die Zeit leider nicht und der Weg nach Gericke's Point lag schon im Schatten der Klippen.





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Swartvlei Beach

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