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RHINOS ÜBERALL

Der Hluhluwe-iMfolozi Park in Kwazulu Natal besticht durch seine vielfältige Vegetation und durch seine Ruhe, denn hierher kommen nicht so viele Touristen wie in den weltbekannten Kruger National Park. 230 Kilometer lang ist das befahrbare Straßennetz, mit einer große Anzahl von Rastplätzen und Aussichtspunkten und einigen Camps und Lodges zum Übernachten.

Es gibt guten Lebensraum für viele Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien. Die "Big Five", Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard sind ebenso im Park vertreten wie Geparde, Wildhunde, Zebras, Krokodile, Kudus, Warzenschweine, Büffel, Giraffen und Nyalas. 280 Kilometer nördlich von Durban liegt dieses ehemaligen Jagdrevier des berühmten Zulu-Königs Shaka, ein großartiges Ziel für alle Wildnisfans. Hluhluwe und IMfolozi wurden schon im Jahr 1895 als getrennte Schutzgebiete gegründet, weil die Tierpopulation durch übermäßige Jagd stark gefährdet war und gehören damit zu den ältesten Wildparks in Afrika.

Anfang der 1960er Jahre war das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simium) vom Aussterben bedroht, in Imfolozi existierten weltweit die letzten bekannten Vorkommen. In der Operation Rhino, die vom KwaZulu Nature Conservation Service durchgeführt wurde, fing man Exemplare ein und schickte sie an Reservate und Zoos in der ganzen Welt, so dass sich inzwischen die weltweiten Bestände erholt haben. Heute finden ähnliche Bemühungen mit dem Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) statt. 1999 wurde ein Projekt zur Erhaltung der Löwenbestände gestartet, die an Inzucht litten, so dass die Bestände durch neue Tiere ergänzt wurden.

In der 960 Quadratkilometer große Wildnis leben heute laut der letzten Zählung 5.500 Büffel, 500 Giraffen, 15.000 Antilopen, 80 Leoparden, 200 Löwen, 1.800 Zebras und 700 Elefanten. Dazu kommen 1.250 Breitmaul- und 300 Spitzmaulnashörner, das ist die weltgrößte Population weißer Nashörner.

Im Laufe der Zeit wurden den Parks weitere Gebiete zugeordnet und im Jahr 1964 dann Schutzzäune rundum errichtet. Im Jahr 1989 wurden die beiden Hauptgebiete und der trennende Korridor zum heutigen Park vereint. Der nördliche Teil heißt Hluhluwe und der südliche Umfolozi.

Beide Gebiete sind durch eine Strasse verbunden, so dass man sich Sie sich faktisch in einem abgeschlossenen Wildreservat befindet. Eine offizielle Landstrasse, die R618, durchschneidet die beiden Parkteile, ein Tunnel innerhalb des Parks führt darunter hindurch.





Breitmäuler

Das Hluhluwe-Gebiet gehört zu den besten Plätzen der Welt um freilebende Nashörner zu beobachten und dient auch als Aufzuchtstation für Nashörner. Ausgesuchte Exemplare werden gefangen und im Tausch später an andere Länder weiter gegeben. So wird der Genpool frisch gehalten. Wir haben hier leider nur Breitmaul-Nashörner gesehen, auch bei unserem dritten Besuch im Mai 2016 zeigte sich kein Spitzmaul. Dafür waren es aber wieder sehr viele Rhinos, sie überquerten die Straße, badeten in Schlammlöchern oder trafen sich am Abend in kleinen Gruppen.

Besonders schön war die Begegnung mit einer Familie, die unserem parkenden Auto ganz nah kam. Wir hatten angehalten, um die grasenden tiere zu beobachten, die den Hügel herab auf und zu liefen. Der Bulle hat uns eine Weile beobachtet und zog dann grasend mit seiner Familie weiter, direkt an uns vorbei.

An einer anderen Stelle badeten gerade drei Rhinos in einer Schlammsuhle, wo sie sich sichtlich wohl fühlten. Um sie nicht zu stören, die Straße führte direkt daran vorbei, sind wir dann umgekehrt und haben einen anderen Weg genommen.

Diese Rücksicht sollte auch gleich belohnt werden, denn dort konnten wir einen Nashornbullen beim Liebesspiel beobachten. Er versuchte seine Dame, die noch ein Kalb hatte, zu besteigen. Das klappe aber nicht, denn sie war unwillig und legte sich für ein Schläfchen mit ihrem Kalb hin. Er knabberte noch eine Weile mit seinen Lippen an ihrem Hintern, dann kam eine große Büffelherde über die Bergkuppe. So konnten wir noch Fotos von Büffeln und Nashörnern machen.

An einer anderen Stelle im Park, leider komplett im Gegenlicht der untergehenden Sonne, kam eine Mutter mit einem sehr kleinen Kalb an ein Wasserloch. Es hatte noch kein Hörnchen und beide waren sehr nervös. Rechts auf dem Bild ist das Kleine zu sehen.

Kurz bevor wie den Park wieder in Richtung Hluhluwe verlassen haben, konnten wir noch eine Begegnung von zwei Kühen mit ihren Kleinen beobachten, die sich sichtlich erfreut begrüßten.







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