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BESUCH 2011

Im März 2011 waren wir wieder vor Ort, diesmal hatte es in den Wochen und Monaten zuvor noch viel heftiger geregnet als 2010. Die Staudämme im am Oberlauf des Oranje mussten geöffnet werden und das Wasser strömte in Massen. Selbstverständlich waren auch die Wasserfälle in diesem Jahr noch viel gewaltiger, das erste Video aus dem Monat Februar zeigt die ganze Gewalt der Wassermassen. Dort kann man schön sehen, wie sich das Wasser seinen Weg von hinten über die Felsen bahnt und gerade eine der hölzernen Aussichtsplattformen mit sich reißt. Die Brücke in Kakamas war überflutet und zeitweise konnte man den Park gar nicht erreichen. Die Durchflussrate erreichte 5.300 Kubikmeter pro Sekunde. Das war der höchste Wasserstand seit der großen Flut von 1988.

Als wir dann Ende März 2011 eintrafen gab es immer noch deutlich mehr Wasser als 2010 - aber das Schlimmste war vorüber. Gut zu erkennen auf unserem eigenen Video an zweiter Stelle unten. Trotzdem war noch vieles gesperrt und wir waren sehr froh über die Tatsache, dass wir uns im Jahr zuvor alles angesehen hatten.

Die 4x4 Rundfahrt war nur bis zu den ersten Aussichtspunkten und bis nach Echo Point geöffnet. Der größte Teil der Schleife, die uns noch im letzten Jahr so gut gefallen hatte, war leider noch komplett gesperrt. Die Wege waren noch immer in einem deutlich schlechteren Zustand und es gab auch überall noch Wasserpfützen auf dem Plateau. Dort konnten wir den kleinen Wasservogel auf dem Eingangsfoto fotografieren, so eine Sichtung wäre ein Jahr zuvor wohl kaum möglich gewesen. Besonders die Stellen, an denen das Wasser sich seinen Weg über die Straße gebahnt hatte, waren mit Vorsicht zu passieren. Ein Allradfahrzeug war nicht die verkehrte Wahl um diese Jahreszeit.

Vom Camp aus konnte man zwar noch einige der Aussichtsplattformen besuchen, aber die Schönste nahe dem Wasserfall hatten die Wassermassen fast komplett zerstört. Ab dort ging es dann auch nicht weiter, weil der Plankenweg ebenfalls Lücken hatte und die Sicherheit beim Betreten nicht mehr gewährleistet war. So war nur noch die erste Plattform zu betreten, der Weg führt von dort aus nicht weiter. Auf den Fotos unten kann man deutlich das Ausmaß der Zerstörung sehen, es wird sicher noch eine Weile dauern bis die Schäden behoben sind.



Wasserkraft

Die kleinen Echsen namens Broadley's Flat Lizard (Platysaurus broadleyi), die im Jahr 2010 noch zu Hunderten zu sehen waren gab es nur noch vereinzelt. Wir sahen vor allem Weibchen und kleine Männchen, wahrscheinlich waren viele ertrunken oder hatten sich in andere Gebiete abseits des Wasserfalls zurückgezogen. Sehr enttäuscht waren wir, als wir den Zustand unserer Lieblingsplattform in Richtung Schlucht sahen, die einzige mit Bank. Hier hatten wir noch ein Jahr zuvor in stockdunkler Nacht gesessen, dem Rauschen des Wassers gelauscht und den Sternenhimmel betrachtet, während die Fledermäuse um unsere Köpfe flogen. Nun war sie gesperrt und die Planken hatten sich fast alle gelöst. Die beiden anderen Plattformen weiter stromabwärts konnte man noch betreten, auch wenn es dort ein paar Stolperfallen gab.

Neu für uns waren die beiden zarten Wasserfälle auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht, die wir ein Jahr zuvor nicht gesehen hatten. Das waren die Reste der Flut, welche von dem Flussbett des Oranje River oberhalb der Fälle nicht aufgenommen werden konnte. Daher nahm das Wasser einen Weg über die Hochebene um die Fälle herum, stürzte an vielen Stellen von der Seite in die Schlucht unterhalb der Fälle und hat sich auch einen Weg um das Camp herum gebahnt, welches zu dieser Zeit wie eine Insel heraus ragte. Das Wasser des Flusses war auch jetzt immer noch viel brauner, weil es viele Sedimente transportierte.

Hier sind beeindruckende Bilder von der großen Flut, auf der Seite von Sanparks.

Alles in allem wäre der Besuch ein wenig enttäuschend gewesen für zwei Nächte, wenn wir nicht alles schon ein Jahr zuvor optimal erlebt hätten. So nutzten wir den Aufenthalt zum relaxen, schwimmen und spazieren gehen, nachdem wir ja die 9 Tage zuvor im Kgalagadi nur im Auto gesessen hatten. Es war sehr heiß und Traumwetter. Zwei Mal fuhren wir noch zu verschiedenen Tageszeiten nach Ararat auf der Suche nach den Kapottern, leider hatten wir auch hier kein Glück. Dafür konnten wir die Giraffengruppe und die Grünen Meerkatzen ganz aus der Nähe in Ruhe beobachten und fotografieren.



Eigenes Video März 2011

Video zum Thema

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