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AUSSICHTSPUNKTE

Im Nationalpark rund um die Wasserfälle fällt nur wenig Niederschlag und so haben sich hier nur einige Köcherbäume, ein paar Akazien und viele Sukkulenten angesiedelt. Die Tierwelt beschränkt sich auf Kleinsäugetiere wie Klippspringer und Klippschliefer, Vögel und Echsen. Seit einigen Jahren hat man innerhalb der Parkgrenzen auch durchaus erfolgreich Spitzmaulnashörner, Giraffen, Elenantilopen, Springböcke, Kudus und sogar Leoparden angesiedelt. Diese Tiere kann man aber am besten in der Trockenzeit beobachten und auch wer kein Allradfahrzeug gemietet hat, der sollte trotzdem zu den wunderschönen Aussichtspunkten hoch über der Schlucht des Oranje fahren. Es sind nur ein paar Kilometer vom Restcamp, der große Rundweg durch die Wilderness Area im Westen ist allerdings den 4x4 Fahrzeugen vorbehalten.

Im Sommer steigen hier die Temperaturen teilweise auf 40 °C und die Natur hat sich darauf eingestellt. So besucht man die Aussichtspunkte besser am Morgen oder am späten Abend, wenn die Tiere aus ihrer Deckung im Schatten herauskommen.

Vom Restcamp aus fährt man vorbei an der Day Visitor Area und muss eine so genannte "Low water Bridge" überqueren. Sprich: ein Stück mit Betonsteinen gepflasterte Strasse, über das eine Handbreit hoch das Wasser fließt, bei der Durchfahrt ist man rechts und links von hohen Schildgräsern umgeben. Das machte uns im März gerade mal die Reifen nass und sorgte für eine kurze Unterbodenwäsche. Ein Jahr später war hier nach besonders heftigem Regen schon mehr Wasser, die Durchfahrt war trotzdem möglich.

Kurz vor dem Fluss hatte sich eine kleine Herde Grüne Meerkatzen (Chlorocebus) niedergelassen. Diese Tiere leben meist in großen Gruppen, die aus einigen Männchen, vielen Weibchen und deren Nachwuchs bestehen. Die Kleinen waren wirklich putzig und wir hielten eine Zeit lang an, um sie zu beobachten. Wir wurden zwar neugierig beäugt, doch sie zeigten keine Angst vor dem Auto und vor unseren Stimmen. Auch mitten im Wasser haben wir noch einmal angehalten, denn es gab es viele schöne Libellen und Schmetterlinge zu bewundern.

Nach ca. 6 Kilometern Fahrt erreicht man den Moon Rock, einen riesigen flachen und dunklen Felsen mitten in der Landschaft. An der Oberfläche gibt es kleine Löchern, in denen sich bei den seltenen Regenfällen das Wasser sammelt. Oben links ist der Fels zu sehen.

Hier der Link zu einem Panoramabild zum Sonnenuntergang. Hierher führt ein ca. einstündiger Nature trail vom Restcamp aus.


Ararat

Nach 9 Kilometer Fahrt hat man weitere Abzweigungen erreicht, die zu den Aussichtspunkten am Rand der 240 Meter tiefen und 18 Kilometer langen Schlucht führen, die der Oranje im Laufe der letzten 500 Millionen in den harten Granituntergrund gegraben hat. Die erste Abzweigung führt steil bergauf und bergab zu einem Parkplatz unterhalb des Aussichtpunkt namens Ararat.

Ein kurzer Fußweg führt vom Parkplatz über flache braune Felsen zu der Holzplattform hoch über der Schlucht. Beim ersten besuch 2010 hatten wir großes Glück. Mit dem Fernglas suchten wir das Flusstal ab, denn es gab dort unten einige Reiher am Flussufer. Zu unsere Freude entdeckten wir weit unten dann drei Otter im Wasser. Die scheuen Cape Clawless Otter (Aonyx capensis) sind sehr selten, leider gelang nur ein unscharfes Foto (siehel kleines Foto links) denn sie waren sehr weit weg und entfernten sich schnell. Wenig später sahen wir sie dank Fernglas wieder, in einer kleinen Felsbucht spielten sie ausgelassen miteinander.

2011 kamen wir auf der Suche nach den Tieren noch zwei Mal hierher, am Morgen und am Abend, konnten sie aber leider nicht mehr in den trüben Fluten nach dem Hochwasser entdecken.

Im kargen Gebüsch hinter der Plattform lebten ein paar kleine Vögel, die sich durch unsere Ankunft gestört fühlten und deshalb recht viel Krach machten. In der Stille der Natur klang das fast wie Lärmbelästigung in den Ohren.



Oranjekom

Schon von Ararat aus kann man den nächsten Aussichtspunkt sehen, er heißt Oranjekom und ist der größte am Fluss. Ein weiterer befindet sich bei Echo Corner, dem habe ich eine eigene Seite gewidmet.

Also fährt man einen Kilometer wieder zurück, dann weitere 1,8 Kilometer zum Oranjekom. Hoch über der Schlucht befindet sich der neue Aussichtspunkt. Auf Beton mit Säulen gibt es ein riesiges, hölzernes Schattendach und darunter einige Bänke und Tische, die sich hervorragend für ein Picknick mit Rundblick eignen. Wenn man Glück hat, dann ist man hier ganz alleine.

Von hier blickt man zu beiden Seiten in die schöne Schlucht, es bietet sich ein unvergleichlicher Blick auf den Mäander des Oranje tief unten. Bei unserem Besuch war es schon vor Mittag unglaublich heiß, so dass wir eine kleine Pause im Schatten gut gebrauchen konnten.

Als wir am späten Nachmittag nach der Rundfahrt durch die Wilderness Area noch einmal nach Arrarat hinauffuhren haben wir leider keine Otter mehr gesehen, dafür aber ein Paar erschrockene und unter der Hitze leidende Klippspringer im Schatten der Büsche.

Leider kann man nicht hierher fahren, um den Sonnenuntergang zu genießen. Die Tore, die vom Restcamp zu den Aussichtspunkten führen, werden abends pünktlich geschlossen. Die Öffnungszeiten sind am Gate angeschlagen, sie ändern sich je nach Jahreszeit und Sonnenstand und man sollte sich auf jeden Fall daran halten. Dabei ist die Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h innerhalb der Wilderness Area zu beachten.



Google Map zum Thema

Oranjekom und Echo Corner


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