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DAS RESTCAMP

Wer den schönen Nationalpark rund um die Augrabies Wasserfälle besuchen möchte, der wohnt am besten direkt im Augrabies Falls Rest Camp. Sicher gibt es im Obstanbaugebiet davor auch einige nette und wesentlich hochwertigere Unterkünfte mit gutem Essen und allem Luxus. Aber wir haben uns bewusst dagegen und für mehr Nähe zur Natur entschieden. Diese Entscheidung war sehr gut, denn die Häuser im Camp sind gut ausgestattet, die Lage ist wirklich einmalig und man muss nicht am Parkeingang immer die Formalitäten erledigen, wenn man nur mal kurz zum Gucken oder Fotografieren zu den Fällen möchte.

Von Upington aus fährt man nach Westen über die N14 durch den Ort Kakamas. Mein Tipp: Am rosa gestrichenen "Die Pienk Padstall" halten und dort ein bisschen stöbern. Das ist ein sehr schöner Laden in dem man lokale Erzeugnisse kaufen oder einfach nur einen Kaffee trinken oder einen Imbis zu sich nehmen kann, ganz beschaulich im schattigen Garten.

Der Nationalpark ist 10 Kilometer hinter Kakamas ausgeschildert, man biegt nach rechts ab auf die R359. Dann führt die Straße 30 Kilometer durch Obstanbaugebiete und vorbei an Gewerbebetrieben. Nach dem sauberen Namibia fielen uns hier die vielen leeren Glasflaschen und stellenweise der Müll am Straßenrand besonders auf. Noch einmal nach rechts abbiegen und nach weiteren 3 Kilometern steht man vor dem Eingangstor, an dem die Formalitäten erledigt werden. Nach weiteren 3 Kilometern hat man das Restcamp dann auf gut ausgebauter Strasse erreicht.

Im März 2010 hat sich der Besuch auch besonders gelohnt, da der Oranje viel Wasser führte. 2 Wochen vor unserer Ankunft hatte er den Höchststand von 7 Metern über Normal erreicht, weil weiter flußaufwärts in Südafrika nach heftigen Regenfällen ein paar Dämme geöffnet werden mussten. Dieses Schauspiel haben wir leider kapp verpasst. Im März 2011 war es dann so heftig, dass bei unserer Ankunft noch vieles zerstört und gesperrt war, siehe Besuch 2011.

Das Restcamp ist aber auf jeden Fall zu empfehlen, egal ob man sich selbst verpflegt oder das Restaurant in Anspruch nimmt. Die Unterkünfte können bereits bis zu einem Jahr im voraus beim South Africa National Parks (www.sanparks.org) gebucht werden. Da das Platzangebot groß ist, muß man nicht so viele Monate vorab buchen wie im benachbarten Kgalagadi Transfrontier National Park.

Das Camp ist das ganze Jahr über geöffnet, die optimale Aufenthaltsdauer ist zwei Nächte, wenn man es gemütlich angeht auch drei Nächte. Dann kann man die Fälle zu allen Tageszeiten einmal besuchen und die Rundfahrt durch den Nationalpark machen, falls man über ein Allradfahrzeug verfügt. Ebenfalls auf jeden Fall lohnend ist die Fahrt zu den weiter entfernten Aussichtspunkten bis nach Echo Corner, auch zu unterschiedlichen Lichtstimmungen. Zudem kann man vom Restcamp aus zu Fuß eine Wanderung im Gebiet oberhalb der Fälle machen.


Im Camp

Bei Ankunft meldet man sich an der großen Rezeption im Hauptgebäude an. Check-in ist ab 15.00 Uhr und check-out bis 10.00 Uhr. Rund um das Campzentrum befinden sich auch das Restaurant mit Außenterrasse, eine Bar und ein großer Shop mit Souvenirs und einer passablen Auswahl an Lebensmitteln für Selbstversorger. Es gibt auch eine kleine Tankstelle, die aber nur am Morgen und am Nachmittag einige Stunden geöffnet hat, Konferenzmöglichkeiten und natürlich einen Campingplatz innerhalb der Anlage.

2010 waren wir hier im Restaurant essen, es gibt hier ein à la carte Menü am Abend von 18:00 - 21:00 Uhr. Zur Auswahl standen unter anderem Wildgulasch, Butterfisch und Salate, wir haben uns für Steaks entschieden. Einmal ein Rumpsteak und ein Filetsteak mit Pfeffersauce. Das Essen war in Ordnung, das Fleisch kam wie bestellt "medium rare" gegart mit Gemüse und Fritten. Auch die Weinauswahl war gut, vor allem die lokalen Weine aus der Region standen auf der Karte. Wir haben uns dann für einen Cabernet Sauvignon der örtlichen Winzergenossenschaft Oranjerivier Wine Cellars entschieden, die Flasche hat 75 Rand gekostet.

Das Personal war freundlich, das Ambiente eher rustikal: Ein großer Raum mit Steinfußboden und an den erdfarbigen Wänden hängen Sepia gefärbte Fotos der Wasserfälle. Eine nette Alternative, wenn man mal keine Lust auf Grillen oder Selbstkochen hat. Die Endrechung betrug an diesem Abend 325 Rand.

Auch 2011 waren wir an einem Abend hier essen, diesmal gab es als Sondergericht sogar ein Springbock Steak, das kam mit leckeren Beilagen ebenfalls wie bestellt "medium rare" gegart. An diesem Abend hatten wir aber mehr Lust auf Bier und bestellten ein kräftiges Black Label dazu. Und als Nachtisch gönnten wir uns noch zwei Dom Pedro mit Amarula. Die Endrechung betrug an diesem Abend 256 Rand.



Unterkunft

Das Augrabies Restcamp ist groß und es gibt insgesamt 59 Bungalows in verschiedenen Kategorien, die sich aber nur von der Größe unterscheiden. Alle wurden aus Ziegelsteinen und verklinkert erbaut und haben ein gut gedämmtes Blechdach, sind innen voll ausgestattet mit allem was man braucht und vom Platzangebot sehr großzügig. 24 Chalets haben 2 Betten und ein Schlafsofa, 16 Chalets bieten von der Veranda gegen geringen Aufpreis einen schönen Blick in Richtung Schlucht und die gegenüber liegenden Berge. 10 Unterkünfte haben 3 Betten und weiter 9 sind so genannte Family Cottages für bis zu 4 Personen. Vor jeder Eingangstüre gibt es eine gemauerte Steinbank und einen großen, runden Tisch plus die obligatorische Grillstelle. Hier kann man am Abend wunderbar mit Beleuchtung sitzen und die Geckos und Fledermäuse beobachten, die vom Licht angezogen werden.

Wir hatten eines der View-Chalets gebucht, diese liegen am Rand der Anlage in Richtung Fälle mit Blick auf Felsen und ins Grüne. Den Wasserfall sieht man von dort aus aber nicht, kann ihn nur leise im Hintergrund hören. Um ihn zu erreichen läuft man auf schönen Holzstegen bis zu den einzelnen Aussichtspunkten am Wasserfall auf der Campseite entlang der Schlucht.

Dabei begegnet schnell der hiesigen Tierwelt, die hier vor allem aus kleinen Echsen und den niedlichen Klippschliefern bestehet. Auch zahlreiche Vögel lassen sich direkt vor der Haustüre beobachten: Finken, Lovebirds (Sittiche), Sunbirds (Kolibris), Bulbuls, Barbets (Bartvögel) und viele kleine Singvögel.

Man bekommt an der Rezeption einen Bungalow der gebuchten Kategorie zugeteilt und einen gedruckten Campplan mit Anfahrtsbeschreibung dorthin, geparkt wird direkt vor der Haustüre. Für Tagesbesucher ist das Camp nicht zugelassen, die parken auf einem eigenen Areal und laufen dann ein Stück zu Fuß zu den Fällen. Es gibt dort auch Picknickplätze und sogar einen eigenen, sehr schönen Pool. Drei weitere Schwimmbecken befinden sich innerhalb der Anlage nur für die Bewohner der Chalets. Eines lag fast genau hinter unserer Unterkunft und bei der großen Hitze war es sehr erfrischend hier eine Runde schwimmen zu gehen.

"Augrabies" bedeutet in der Buschmannsprache "Ort des großen Lärms", doch in den Zimmern ist man weit genug davon entfernt. Wir bekamen Chalet Nummer 14, das man von der Terrasse aus betritt. Im Eingangsbereich befindet sich er Esstisch mitten in der voll ausgestattete Küche mit zweiflammigem E-Herd und großem Kühlschrank mit Gefrierfach. Geschirr, Täpfe, Pfannen, Gläser, Besteck, alles ist vorhanden. Dahinter liegt der große Schlafbereich mit einem zusätzlichen Sofa in einer Nische an der Seitenwand. Es ist viel Platz, die vielen Fenster lassen Licht hinein, können gegen die Sonneneinstrahlung und Hitze auch alle verdunkelt werden. Die Einrichtung ist rustikal, aber nicht ungemütlich. Jedes Chalet hat hinten ein eigenes Bad mit einer schönen, heißen Dusche und ebenfalls viel Platz. Für sein Geld bekommt man hier eine solide Gegenleistung inmitten herrlicher Natur.


Nachtrag 2011

Nachtrag: Bei unserem zweiten Besuch fast genau ein Jahr später bekamen wir durch Zufall das selbe Zimmer. Es hatte sich aber in der Zwischenzeit schon wieder einiges geändert. Tisch und Stühle waren nun hochwertiger aus Holz, es gab eine Mikrowelle und der Wasserkocher war erneuert worden.

Die aufwendigste Änderung aber war der neue Fernseher mit Satellitenempfang, der in der Ecke über dem Kühlschrank montiert war. Da wir vorher 11 Tage ohne Nachrichten aus dem Kernkraftwerk in Japan und über die arabischen Aufstände waren, wussten wir das Angebot in diesen turbulenten Tagen sehr zu schätzen. Über Al Jazeera waren wir dann schnell gut informiert auf dem neusten Stand.


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Das Restcamp


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