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KLEINE KATZEN

Die großen Katzen wie Löwe, Gepard und Leopard sieht man mit Glück schon bei der ersten Reise nach Südafrika. Obwohl es beim Leoparden in unserem Fall dann schon etwas länger gedauert hat und mehrere Reisen dafür nötig waren, um zum ersten Mal ein Exemplar in freier Wildbahn zu sehen.

Sehr viel schwieriger ist es da, eine der zahlreichen kleineren Vertreter der Katzenartigen im Busch zu entdecken. Und um diese Arten geht es auf dieser Seite. Meist sind die auch noch nachtaktiv und sehr scheu. Das bedeutet im Fall des Kruger National Park, entweder man sieht sie zufällig auf einem der geführten nächtlichen Game Drives, oder sie kommen von sich aus ins Camp. Ab und zu wurden sie wahrscheinlich illegal gefüttert, denn bisher haben wir sie nur innerhalb der Grenzen eines Camps gesehen. Füttern ist im Nationalpark natürlich streng verboten, was aber manche Zeitgenossen nicht davon abhält.

Ein etwas anderer Fall war wohl die afrikanische Wildkatze auf den Fotos, die uns im Camp Satara besuchte. Früh am Abend erschien sie recht unerwartet im den Lichtkreis von unserem Bungalow. Sie hat nicht gebettelt, sondern war auf der Suche nach Insekten oder Mäusen, die von dem Licht oder dem Nahrungsangebot ruqnd um die Bungalowküchen angelockt wurden. Leider bewegten sich nur ein paar trockene Blätter, denen sie hinterherjagte. Wir konnten ein paar schöne Fotos machen, weil die Kamera immer griffbereit liegt und wir deshalb schnell genug reagieren konnten.

Die Falbkatze oder Afrikanische Wildkatze (Felis silvestris lybica) ähnelt in Aussehen und Form stark unseren kurzhaarigen Hauskatzen. Sie ist beige oder grau und schlank. Die Länge von Kopf bis Schwanzansatz beträgt etwa 50 cm, die Schwanzlänge 25 cm. Sie wiegt in der Regel etwa 5-6 kg und hat einen spitz zulaufenden Schwanz. Allerdings war diese kleine Wildkatze allen Hauskatzen, die wir bislang gesehen haben, an Geschwindigkeit und Agressivität um Welten überlegen.

Auch der Serval (Leptailurus serval) ist eine afrikanische Wildkatze, bei der ausgewachsene Männchen bis zu 18 Kilo wiegen können. Wir haben leider noch keinen gesehen, aber das Eingangsbild einer Webcam aus dem Krüger zeigt einen Serval am Wasserloch. Servale werden gelegentlich als nachtaktiv bezeichnet, ihr Aktivitätsmuster ist aber häufig sowohl durch die Anwesenheit von Menschen beeinflusst als auch durch das Verhalten ihrer Beutetiere. In Regionen, in denen sie viele große, nachtaktive Nahrungskonkurrenten haben, weichen sie auf andere Tageszeiten aus. So kann man sie durchaus auch tagsüber sehen, wie immer in der Natur reine Glücksache. Ein Serval ist mit seinen schlanken Beinen darauf spezialisiert, kleine Säuger in hohem Gras zu jagen. 90 Prozent seiner Nahrung besteht aus Säugetieren, die weniger als 200 Gramm wiegen. Daneben jagt er auch kleine Vögel, Eidechsen, Schlangen, Frösche und Insekten.

Es gibt noch zwei weitere Katzenarten die wir leider noch nicht gesehen haben, die aber ebenfalls im Kruger zu Hause sind. Da wäre einmal der Caracal (Felis caracal) mit seinen hübschen Ohren. Deswegen wurde er ursprünglich als Verwandter der Luchse eingeordnet, bereits frühe Untersuchungen wiesen jedoch darauf hin, dass er der Gattung Felis näher steht, zu der auch die Wildkatze gehört. Die hübsch gemusterte Afrikanische Zibetkatze (Viverra civetta) gehört mit ihren langen Beinen zur Familie der Schleichkatzen, so wie die unten beschriebenen Ginsterkatzen. Obwohl nicht leicht zu beobachten, gibt es sie recht häufig in Afrika. Im Gesicht trägt sie eine schwarze Augenmaske, die an einen Waschbären erinnert. Ein weiteres Kennzeichnen für die Zibetkatze ist ihre Rückenmähne, die bei Bedrohung oder Beunruhigung aufgerichtet werden kann.

Im Kruger haben wir sie nur ein einziges Mal gesehen, auf einer Rundfahrt nahe Satara. Und das auch noch völlig überraschend zur Mittagszeit nur für wenige Minuten. Bevor sie verschwand gelang uns ein einziges Foto.





Ginsterkatzen

Ginsterkatzen sind eine Gattung der Schleichkatzen, die insgesamt aus etwa 10 verschiedenen Arten bestehen. Sie haben einen langgestreckten Körper mit relativ kurzen Gliedmaßen. Ihr Gesicht weist eine spitze Schnauze und große, aufrechtstehende und runde Ohren auf. Das Fell ist meist beige bis grau und mit einem schwarzen Fleckenmuster überzogen und der Schwanz ist geringelt.Die Ginsterkatzen können eine Körperlänge von 42 bis 58 Zentimeter erreichen, die Schwanzlänge kann 39 bis 53 Zentimeter und das Gewicht ein bis drei Kilogramm betragen.

Es sollte erst in unserem 10. Urlaub zu einer Begegnung einer Großfleck-Ginsterkatze (Genetta tigrina) kommen, so lange mussten wir leider warten. In der Region leben ebenfalls Kleinfleck-Ginsterkatzen (Genetta genetta).

Ginsterkatzen sind Einzelgänger, die ausschließlich nachtaktiv leben. Tagsüber schlafen sie in Felsspalten, in hohlen Baumstämmen oder in Bauen, die von Erdferkeln oder Hasen übernommen werden. Erst einige Stunden nach Sonnenuntergang werden sie dann aktiv, wenn im Nationalpark die Tore schon geschlossen sind.

Am häufigsten sieht man Ginsterkatzen in der Nähe der Camps. Sie kommen am Abend an den Hütten vorbei, weil sie gelernt haben, dass beim Grillen so manches leckere Fleischstück auf den Boden fällt und für sie leichtes Futter ist. So werden in der Nacht die Grillplätze inspiziert, wer sich auf die Lauer legt kann die scheuen, nachtaktiven Katzen beobachten. Wir hatten besonders schöne Erlebnisse im Boulders Camp.

Einige Aufnahmen auf dieser Seite stammen aus dem Pafuri River Camp, direkt auf der Aussenseite des Grenzzaums zum Kruger National Park, nur wenige Kilometer vom Pafuri Gate im Norden entfernt. Dort konnten wir das Muttertier mit einem Jungtier an zwei Abenden beobachten und sie mit kleinen Bröckchen Fleisch aus dem Gebüsch auf den Rand der Freifläche locken. Danach schliefen sie in unserer Nähe ein und zeigten sich insgesamt wenig scheu, da sie hier scheinbar an Menschen gewöhnt waren. Für uns jedenfalls ein ziemlich einmaliges, schönes Erlebnis.

Ginsterkatzen sind Allesfresser, deren Nahrung aus kleinen Wirbeltieren wie Mäusen oder Ratten, Insekten und Früchten besteht. Von Zeit zu Zeit klettern sie auf Bäume, um Vogeleier oder Jungvögel zu erbeuten, normalerweise lauern sie ihrer Beute aber am Boden auf.





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