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BUME ROAD

Vom Biyamiti Bushveld Camp aus fuhren wir im Oktober 2013 vier Kilometer die S139 in Richtung Osten, um dann in die Crocodile River Road einzubiegen und dieser Strecke weiter nach Norden zu folgen. Fotos vom Rest dieser Strecke findet Ihr auf der Seite Crocodile River Road.

Man kann auch in Richtung Lower Sabie weiterfahren und nach 2 Kilometern kommt man an der Abzweigung zur Bume Road, der S26, vorbei. Diese Strecke hat sich im Mai auf jeden Fall gelohnt, landschaftlich sehr schön und am Weg gab es viel zu sehen. Zebras, Giraffen, Rhinos und vor allem riesige, helle Termitenhügel. Die Strecke läuft zuerst 20 Kilometer parallel zum Bume River und hat daher den Namen. Man kann sie schön als Schleife mit dem Randspruit Weg H5 und der S102 verbinden.

An der ersten Flussdurchfahrt über dem Bume, kurz hinter der Abzweigung zur Bume Road, lohnt es sich nach Wasser-Waranen Ausschau zu halten. Sie lagen dort faul im Wasser oder auf den Felsen, wir haben an einem Morgen 8 Warane und einige Wasserschildkröten gezählt. ALs wir später noch einmal dort vorbei kamen war kein einziger mehr zu sehen, so ist eben die Natur.

Termitenhügel können in dieser Region sehr groß werden und mehrere Millionen Termiten beherbergen. In diesem Teil des Parks prägen sie das Bild der Savannenlandschaft, hier sind sie hell wie die Erde im Unterhgrund. Bei Bauten der afrikanischen Termitenart Macrotermes bellicosus wurden Höhen von bis zu sieben Metern und ein Basis-Durchmesser von bis zu 28 Metern gemessen. Wird so ein Bau aufgegeben, dann ziehen oft andere Tiere ein.

So hatten wir an dieser Strasse Glück und konnten zwei junge Tüpfelhyänen beobachten, die gerade aus ihren Bau im Termitenhügel herauskamen. Sie waren sichtlich nervös und zogen sich rasch wieder zurück.

Diese Region an der Bume Road ist geprägt durch niedrige Hügel mit sandigen Boden. Gras wächst hier in der Regel auf der dunkleren Bodenart an den unteren Hängen. Am Anfang der Straße gab es im Mai ein paar malerische Teiche mit Sumpfdotterblumen und üppigem Pflanzenbewuchs. Hier haben wir einige Zeit gewartet, aber ausser einem Zebra kam kein Tier zum Trinken. Auch die Löwen, die in der Nacht rund um das nahe Biyamiti Bushveld Camp noch gebrüllt hatten, konnten wir nicht entdecken.

In der Region wachsen viele Knob Thorn Akazien. Merkmal dieser Akazienart ist der Stamm mit seinen knopfartigen Auswüchsen und eine oft lichte Baumkrone. Sie haben die größten Blätter aller Akazienarten und sind nicht unbedingt typisch. Die Blüten werden gerne von Pavianen, Meerkatzen und Giraffen gefressen, über die Blätter und jungen Triebe machen sich Elefanten, Kudus und Giraffen gerne her. Daneben wachsen Bushwillow und Marula Bäume.

Es gibt auch ein paar Wasserlöcher an der Strecke, direkt am Anfang das malerische Gayisenga Waterhole. Ein kleiner Abstecher auf die S102 nach Buffeldorings und zum Mpondo Dam kann sich ebenfalls sehr lohnen. Unten auf dem Foto ist der Damm zu sehen, mit abgestorbenen Bäumen, die im Wasser stehen.





Westschleife

Klipspringer kann man mit Glück auf den Felsen am Wegrand zu sehen, Hornraben stolzieren durch das hohe Gras und Elefanten sind oft in den Flüssen oder auf der Straße unterwegs. Nach 20 Kilometern Fahrt kreuzt man die S114. Fährt man nach rechts, erreicht man nach 8 Kilometern Renosterkoppies Dam, dort geht es nach Osten über die N'watimhiri Road und die H4-1 zum Camp Lower Sabie. Die Bume Road geht jedoch gegenüber weiter, macht ab hier eine lange Kurve nach Süden und führt schließlich entlang des Biyamiti River zurück zur S114. Kurz vor dem schönen Biyamiti Weir endet diese Strecke.

Vorbei an Leadwood, Schakal-Beeren, Feigen und Wurstbäumen fuhren wir weiter und folgten dem Flussbett des Biyamiti. Die Größe der Herden mit Weidetieren in diesem Umfeld ist in der Regel kleiner als die Herden auf den weiten Grasebenen. Trotzdem hatten wir Glück und uns kam eine grosse Elefantenherde mit zahlreichen Jungtieren entgegen. Da heisst es Abstand halten und Geduld aufbringen, denn man kann nicht eher weiterfahren, bis auch das letzte Tier der Herde im Busch verschwunden ist. Die Matriarchin bleibt immer bis zum Ende auf der Strasse stehen und bewacht den Übergang, da möchte man gar nicht näher kommen. Wenn die Leitkuh die Strasse dann verlassen hat sollte man dennoch nur ganz vorsichtig weiter fahren, denn eventuell kommt noch ein vorwitziger oder unaufmerksamer Nachzügler, der von der Matriarchin mit Entzug der Wachsamkeit diszipliniert werden sollte. Also immer mit Überraschungen rechnen, ein Elefant kann sich auch hinter kleinen Büschen verstecken.

Im Mai hatten wir noch eine ganz besondere Begegnung. Wir waren fast alleine am Nachmittag unterwegs, es kamen uns nur wenig andere Autos entgegen. Die meisten hatten beim Anblick der Elefantenherde und eine andere Strecke gewählt. Plötzlich kamen wir an einer kleinen Lichtung vorbei und trauten unseren Augen kaum. Da lagen völlig entspannt 5 Breitmmaul-Nashörner und hielten ein Schläfchen.

Mit einigem Abstand haben wir angehalten um die Tiere zu beobachten. Zwei wachten nach eine Weile auf und ein Jungtier stieg sogar auf einen Termitenhügel, um uns besser wittern zu können. Als auch der Rest der Gruppe unruhig wurde sind wir weiter gefahren, um die Tiere nicht weiter zu stören. Eine ganz besondere Begegnung.





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