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Junger Gepard

KATZEN

Der Kgalagadi Transfrontier National Park ist vor allem bekannt für die dichte Population an Raubkatzen. Durch die karge Vegetation und die künstlichen Wasserlöcher lassen sie sich hier besonders gut beobachten -wenn man nicht gerade, wie wir, kurz nach der Regenzeit mit sehr hohem und grünen Gras, unterwegs ist. Aber auch dann fällt es schwer, nach einigen Tagen im Nationalpark keine Löwen oder Geparden gesehen zu haben. Mit Leoparden hatten wir leider gar kein Glück. Schon ein wenig neidisch lauschten wir den Erzählungen anderer Gäste, die immer dort einen gesehen hatten, wo wir gerade herkamen. Aber die Wildnis ist ja kein Zoo und eine Sichtung ist hier immer Glücksache.

Geparde (Acinonyx jubatus) sind oft schwer zu erkennen, denn ihre Tarnung ist wirklich hervorragend. Liegen sie ruhig im Schatten eines Kameldornbaumes muss man schon viel Glück haben um sie zu sehen. Meist wird man auf die Tiere aufmerksam, weil ein anderer Besucher dort steht und mit Fernglas schaut. 2010 sahen wir nur einmal welche, eine Mutter mit zwei Jungtieren.

Gepardin mit Beute

Bei unserem Besuch im März 2011 hatten wir dann mehr Glück. Dr. Gus Mills vom Cheetah Project war mit seinem markanten, sandfarbigen Landrover unterwegs. Wo dieses Auto stand, da war auch eine Gepardin nicht weit. Wir sahen den netten Dr. Mills mehrmals, hielten einen kleinen Schwatz und bekamen stets gute Informationen. Einmal machte er uns auf eine Gepardin auf der anderen Talseite aufmerksam, die gerade an einem Springbock nagte. Während wir sie beobachteten und trotz der schwierigen Lichtverhältnisse und der Entfernung Bilder machten, kam auch noch ein Schakal vorbei. Er wollte gerne etwas von der Beute ab haben, wurde aber von der Besitzerin verjagt. Am nächsten Tag konnten wir ihn beobachten, wie er ganz in der Nähe der Stelle mit dem Springbockschädel im Maul herumlief.

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Die schönste Gepardenbegegnung hatten wir nördlich von Kij Kij, als wir am Morgen ziemlich früh die Ersten waren, die in Richtung Nossob fuhren. Etwas bewegte sich vor uns auf der Straße, während wir unter einem Baum standen, um einen Adler in der Morgensonne zu fotografieren. Beim Näherkommen trauten wir unseren Augen kaum: Eine Gepardin mit vier Jungtieren kam die Straße entlang direkt auf uns zu. Schwierig, alle zusammen auf das Bild zu bekommen, denn zwei der Kleinen liefen auf der anderen Seite. Dann kam die ganze Familie seelenruhig einer nach dem anderen nur wenige Meter an unserem Auto vorbei, verließ kurz vor uns die Straße, um dann in die Dünen abzubiegen. Und wir hatten sie ganz für uns alleine, was für ein Glück.

Aus Forschungsgründen tragen die meisten Gepardinnen hier Halsbänder, das macht sich auf Fotos leider nicht so gut.

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Gepardin mit Halsband
MutterJungtier
Gepardin und Schakal
Morgengymnastik

Löwen

Der Kgalagadi Transfrontier Park ist für seine schwarzmähnigen Kalahari-Löwen bekannt und die meisten Tiere haben wir im Auob Tal gesehen, rund um das Urikaruus Wilderness Camp. Aber auch in anderen Teilen des riesigen Gebietes wird man mit ziemlicher Sicherheit auf eines der vielen im Park lebenden Löwenrudel treffen, aber bei der Nennung von 450 Löwen, die wir in einem Flyer fanden, sind bestimmt die Tiere in Botswana mit gezählt.

Manchmal liegen die Löwen im hohen Gras und sind kaum zu erkennen, es sei denn eine Pfote oder ein Kopf schaut heraus. So können sich viele Tiere einfach durch Hinlegen unsichtbar machen. An einem Morgen hatten wir Glück und standen mit nur einem anderen Auto am Wegrand, als eine Löwenmutter mit 3 Jungtieren die Straße überquerte. Eines der Jungen lief direkt an unserem Auto entlang und schnupperte am Hinterrad, Michael konnte die Szene im Rückspiegel festhalten, siehe Bild unten.

Gut versteckt

An einem anderen Morgen lagen zwei junge Löwinnen im Schatten eines Baumes direkt auf der Straße. So früh herrschte noch nicht viel Verkehr und die beiden dösten vor sich hin. Ab und zu stand eine auf und wechselte die Position, um neuen Schatten zu suchen, oder gähnte ansteckend. Wir konnten sie lange beobachten, dann kamen mehr Autos und wir räumten unseren Beobachtungsplatz für die anderen. Einer versuchte zu überholen und fuhr ein wenig zu dicht an den Tieren vorbei. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie die eben noch träge Löwin wütend hinter dem Auto herlief und mit den Vordertatzen danach durch die Luft schlug. Danach kam sie wieder in den Schatten und ließ sich fallen. Als wir später wieder an der Stelle vorbei kamen, lagen sie im hohen Gras direkt neben der Strasse und waren somit fast verschwunden.

Kalahari Lion

Schön ist es auch, wenn man durch das Fernglas ein ganzes Löwenrudel am Dünenkamm beobachten kann. Stolze Männchen mit schwarzer Mähne, mehrere Weibchen und Jungtiere. Weit entfernt, aber dennoch sehr beeindruckend.

Den Höhepunkt unserer Löwensichtungen erlebten wir in der Nähe des Wasserlochs von Montrose. Hier hatte die Löwin mit den Jungtieren einen Oryx gerissen und in den Schatten eines riesigen Baumes direkt neben der Straße gezerrt. Sichtlich erschöpft lag sie nun da, während ihre Kleinen dick und vollgefressen herum lagen. Nur wenige Meter vom Auto entfernt, aber liegend im Kraut kaum mehr zu erkennen. Einer kaute noch mit Begeisterung an den Rippen des toten Tieres herum. Es war schon recht spät, wir mussten an diesem Abend nur noch wenige Kilometer bis zum Urikaruus Wilderness Camp fahren und konnten so somit länger dort verweilen als die meisten anderen mit weiter Fahrstrecke. Ich habe so viele schöne Bilder gemacht, dass mir eine Auswahl sehr schwer fällt.

Am nächsten Tag waren wir unterwegs nach Twee Rivieren. Da lag unter dem Baum auch noch ein männlicher Löwe und der Oryx war schon fast ganz aufgefressen. Alle Tiere des Rudels hatten dicke Bäuche und lagen im Verdauungsschlaf. Um diese Zeit kamen sehr viele Autos, so dass man nur noch kurz verweilen konnte.

Leider kann ich nur einen kleinen Bruchteil meiner Katzenbilder auf dieser Seite zeigen...

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JunglöweKeine Scheu vor Autos
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Eigenes Video zum Thema

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