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SACKGASSE

Früher, ich kann nicht genau sagen wann das zuletzt der Fall war, gab es die Verbindung geradeaus von Twee Rivieren in Richtung Norden über Kij Kij nach Nossob. Wir waren 2010 und 2011 vor Ort und da war jedes Mal die Strecke gesperrt. Es wird an der Straße und einer vom Wasser zerstörten Brücke gearbeitet, man kommt aber nur recht langsam voran. Gerüchten nach sollte Ende März 2011 eröffnet werden, dem war aber leider nicht so.

Zuerst hat man die Straße bis zum Wasserloch Leeuwdril eröffnet, so dass wir immerhin von Twee Rivieren aus 12 Kilometer Einbahnstraße fahren konnten und dann umkehren, um den gleichen Weg zurück zu fahren.

Am 15. Mai 2011 wurde dann ein weiteres Teilstück eröffnet, nun kann man von Leeuwdril aus noch einmal 4 Kilometer weiter fahren, wo die Straße wieder an einer Wendeschleife endet. Das bedeutet, dass auch die Leeuwdril 4x4 Route wieder geöffnet ist. Allradfahrzeuge können sie für 180 Rand pro Fahrzeug an der Rezeption in Twee Rivieren buchen und befahren. Dort gibt es ein weiteres Wasserloch und der Reiz der Strecke liegt wohl darin, hier nicht in einem der Trockenflusstäler unterwegs zu sein, sondern in den Dünen im Hinterland. Schade, dass es im März bei unserem Besuch noch nicht buchbar war.

Der ganze Verkehr in Richtung Norden wird sich also noch eine ganze Weile weiterhin über die Querverbindung im Süden nach Kij Kij oder um die wenige Kilometer kürzere Straße weiter nördlich durch die Dünen bewegen. Der Umweg und Zeitverlust sollte bei der Planung im Augenblick noch unbedingt berücksichtigt werden. Irgendwann sind die Informationen auf dieser Webseite dann veraltet, ich hoffe bei unserem nächsten Besuch im Park.

Wir trafen ein deutsches Paar, das von dieser Sperrung nichts wusste und auch in Nossob wohl nicht darauf hingewiesen wurde. Von Botswana einreisend wollten sie nach Twee Rivieren, dank dem Umweg über des Tal des Auob schafften sie es aber nicht rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit. So mussten sie die Nacht im Camper vor dem verschlossenen Tor verbringen - wir haben nicht mehr erfahren, ob sie nicht auch noch eine Strafe zahlen mussten.



Am Wegrand

Die Tierdichte in diesem Teil des Parks nördlich von Twee Rivieren soll sehr hoch sein, man fährt ständig an den kleinen weißen Grenzsteinen zu Botswana entlang und ab und zu führt die Straße auch mal durch das Nachbarland, was man an den Markierungssteinen auf der "falschen" Straßenseite erkennen kann.

Wir sind die Strecke zweimal am Abend und einmal ganz früh am Morgen gefahren, immer mit der Hoffnung, hier endlich einmal einen Leoparden zu sehen. So viele Fotos hatten wir im Internet gefunden, die genau hier entstanden waren. Aber die Wildnis ist kein Zoobesuch und nach dem vielen Regen und dem hohen Gras hatten wir leider auch hier kein Glück in Bezug auf die gefleckte Katzen. Dafür gab es andere Tiere zu sehen, wenn auch nicht ganz so üppig wie erhofft.

Das erste Wasserloch, von Twee Rivieren kommend, ist das Samevloeiing Wasserloch. Hier kann man etwas erhöht mit Überblick stehen oder eine kleine Schleife am anderen Ufer fahren. Da es so nah am Camp ist, finden sich hier natürlich die meisten Besucher ein.

Wir sind eine Weile stehen geblieben, aber es war weit und breit gar nichts zu sehen. Im weiteren Verlauf der Strecke in Richtung Leeuwdril sahen wir vier liegende Schakale, eine Menge Vögel, einen gelben Mungo (Cynictus penicillata) und die seltenere Schlankmanguste (Galerella sanguinea), Gnus, Oryx und Springböcke. Katzen ließen sich leider keine blicken.

Auch am nächsten Morgen verlief die Hinfahrt zum Wasserloch ziemlich unspektakulär. Lange haben wir gewartet, aber bis auf ein paar Vögel gab es hier gar nichts zu sehen. Selbst die große Springbockherde vom Abend zuvor war irgendwo hinter den Dünen verschwunden. Ab und zu kamen Autos und ein LKW mit Arbeitern vorbei, die zur Baustelle fuhren. An der Verbindung nach Kij Kij wurde also sichtbar gearbeitet.

Auf dem Rückweg nach Twee Rivieren hatten wir dann doch Glück. Die Springböcke waren zurück im Tal und plötzlich finden sie an, ihrem Namen alle Ehre zu machen. Es folgte eine tolle Vorstellung von "Pronking", wie man das Herumspringen im Englischen nennt. Ich konnte diese überschäumende Lebensfreude gerade noch fotografieren und kurz filmen, als sich die Tiere wieder beruhigten. Unten ist das Video zu sehen, es macht schlagartig gute Laune, oder? Danach bildete sich am Rand der Herde eine Art Arena, in der die Böckchen paarweise gegeneinander kämpften. Das war sehr beeindruckend, vor allem da man diese Tiere sonst meist nur mit dem Kopf im Gras äsend am Wegrand beobachten kann.




Eigenes Video zum Thema

Video zum Thema

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Nördlich von Twee Rivieren


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