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VENDA VILLAGE LODGE

Es gibt auf dem Geländer der Leshiba Wilderness Area mehrere Unterkünfte. Zum einen die Venda Village Lodge mit 5 Zimmern und 2 Suiten, dann das Hamasha Bush Camp für kleinere Gruppen bis zu 8 Personen und das Indigenous Knowledge Centre für Gruppen bis 16 Personen mit Gemeinschaftsküche. Dazu kommen noch die Privatunterkünfte der Besitzer sowie das kaum sichtbare Staff Village etwas oberhalb der Lodge.

Das Venda Village wurde von der international anerkannten Künstlerin Noria Mabasa aus dem Vha-Venda-Volk vor ca. 20 Jahren gestaltet, vor ca. 6 Jahren kamen dann noch die beiden wunderschönen Luxus Suiten hinzu, die heute die Lodge flankieren. Letztes Bauwerk ist die imposante Rezeption mit angeschlossener Kunstausstellung und keinem, aber feinen Laden. Dort kann man schöne Souvenirs kaufen. Die Gestaltung der Skulpturen und Ornamente and Mauern und Durchgängen war eine recht stressige Angelegenheit, denn was für uns aussieht wie aus Lehm geformt besteht in Wirklichkeit aus Schnellbinder-Zement, der mit Erde eingefärbt wurde und entsprechend schnell und entschlossen verarbeitet werden musste.

So präsentiert sich heute das Venda Village in der Leshiba Wilderness Area als Gesamtkunstwerk, in dem man sich nur wohlfühlen kann. Wer hierher kommt, der sollte mindestens zwei, besser noch drei Nächte einplanen, denn schon die schwierige Anfahrt und die wunderbare Ruhe rechtfertigen einen längeren Aufenthalt.

Schön ist auch die Tatsache, dass man hier Wanderungen machen kann. Sowohl mit dem netten Tymore als Führer, als auch auf eigene Faust. Eine schöne Abwechslung, nachdem man tagelang im Kruger National Park im Auto verbracht hat. Gefährliche Tiere wie Löwen gibt es nicht.

Die Seele des Venda Village ist Joyce, schon alleine durch ihrer Persönlichkeit lässt sie Gäste zu neuen Freunden werden. Leider haben wir ihre viel gerühmten Kochkünste nicht getestet, denn wir hatten hier Self-Catering gebucht, was wir aber ebenfalls sehr genossen haben.

Die Unterkunft in der Suite ist traumhaft und wir hatten keine Lust auf drei Mal täglich Konversation beim Essen, wir wollten hier nur Lesen, Wandern und Entspannen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier unschlagbar, so viel Luxus. Und zum Entspannen ist Leshiba genau der richtige Ort. Daher können wir weder über die Zimmer im Venda Village berichten, noch über die angebotenen Leistungen bezüglich Essen und geführte Wanderung.

Als wir ankamen stand auf der Wiese direkt an der Rezeption eine Nashorn-Mutter mit ihrem Kleinen. Ein prächtiger Empfang, der nur noch von Joyce getoppt wurde. Sie führte uns zu der gebuchten Suite und zeigte uns alles. Danach ließ sie uns alleine, falls wir Wünsche oder Fragen hatten war sie immer im Village oder an der Rezeption zu erreichen. Außer uns gab es ab der zweiten Nacht noch weitere Gäste, welche die zweite Suite belegt hatten. Sonst waren wir alleine in dieser Oase.

Obwohl natürlich Pirschfahrten angeboten werden, kann man das Reservat auch sehr schön zu Fuß erkunden. Man bekommt eine Karte mit den Wanderwegen, die mit farbigen Symbolen gekennzeichnet sind. 10 Wanderwege mit einer Dauer von 2 bis 6,5 Stunden führen durch das umliegende Bushveld, über die kleine Savanne im Tal und in Schluchten im Berg, in denen man im Sommer in Felsenpools baden kann. Vom Hotel wird natürlich ein Führer empfohlen, man kann aber auch einfach den Fahrspuren folgen und kommt so ziemlich nah vorbei an Rhinos und Giraffen.

Leshiba ist Mitglied von "Fair Trade in Tourism South Africa", was bedeutet, dass sie nachweislich faire Arbeitsbedingungen bieten, benachteiligte Gemeinden unterstützen, Einkommen aus dem Tourismus gerecht verteilen und Kultur und Umwelt achten. Gekocht und geheizt wird mit Gas, auf den Terrassen stehen Petroleumlampen bereit. Die elektrischen Lampen werden mit Solar-Power betrieben ebenso wie der Internetzugang und das WiFi in der Rezeption. Dort gibt es zum Laden von Akkus oder zum Fönen auf Nachfrage zeitweilig Stom aus dem Generator.


Lage

Der Ort Makhado, ehemals bekannt als Louis Trichardt, liegt nur wenige Kilometer von der ausgeschilderten Abzweigung zur Leshiba Wilderness Area entfernt. In Makhado fährt man auf die Rissik Street / R522 in Richtung Vivo. Nach genau 36,1 Kilometern kommt man über eine Brücke und eine Eisenbahnlinie. Dort zweigt die ausgeschilderte Gravel Road ab in Richtung Berge. Nach weiteren 3 Kilometern erreicht man ein Farmhaus, inmitten von üppigem Grün an einem Fluss gelegen. Hier kann man sein Auto unter Aufsicht parken, wenn man mit der Lodge eine Abholung vereinbart hat. Der 6 Kilometer lange Rest der Strecke ist sehr steil und angeblich nur mit einem Allradwagen zu befahren. Es gibt ein paar haarige Stellen, aber andere Gäste waren auch mit einem Kleinwagen vor Ort, man muss nur langsam und vorsichtig fahren.

Ab der Farm geht es also recht steil in Serpentinen bergauf, Leshiba ist an jeder Abzweigung gut ausgeschildert. Ist man vorab nicht informiert, dann steht man fast oben vor einem geschlossenen Tor und kommt ohne Code für das Zahlenschloss nicht weiter. Es gab aber Mobilfunk-Empfang an dieser Stelle, so dass wir in der Lodge anrufen und den Code erfragen konnten. Ohne Handy muss man zurück zur Farm und dort fragen, sich also immer vorher den Code geben lassen und die Telefonnummer mitnehmen. Mit der passenden Zahlenkombination öffnet man die dicke Kette um das Tor, natürlich macht man hinter sich auch alles wieder zu.

Ab dem Tor ist dann die Rezeption ausgeschildert, kurz vor dem Erreichen der Lodge durchfährt man ein weites Tal mit viel Gras, auf dem bei unserer Ankunft ein paar Giraffen und Zebras weideten. Ein Anblick wie in einen Mini-NgoroNgoro-Krater.


Zimmer

In der Venda Village Lodge gibt es 5 Zimmer, die nur mit Vollpension und einer Game-Aktivität (Game Drive, ein Ausritt per Pferd oder eine geführte Wanderung) pro Tag gebucht werden können. Es gibt einen Pool, ein Restaurant, einen Aufenthaltsraum und eine zum Tal hin offene Hütte mit riesiger Badewanne und traumhafter Aussicht, die man als Gast alleine belegen kann. Sehr schön.

Vor einigen Jahren kamen dann noch die beiden Luxury Suiten Mwedzi (Mond) and Duvha (Sonne) hinzu, von denen die Mwedzi auf Grund der freieren Lage zum Tal hin für uns die Schönste ist. Diese kann man auch mit Self Catering Option buchen, was wir sehr gerne in Anspruch genommen haben. Denn dies war die letzte Station mit Selbstversorgung für uns und am Ende haben wir die nicht mehr benötigten Sachen wie Kühlbox, Tischdecken oder Feuerzeuge alle hier gelassen.

Es war für uns die absolut richtige Entscheidung, denn die Unterkunft ist absolut fantastisch und so hat man sehr viel Ruhe und ungestörten Frieden. Außerdem ist das Preis-Leistungsverhältnis so absolut unschlagbar, denn in der Suite wird viel Raum und Luxus geboten, die normalen Zimmer sind wesentlich enger.

Viel afrikanische Kunst wurde in das Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer und sogar bei der Dusche geschmackvoll integriert. Mosaike auf dem glatten Fussboden runden das Bild ab. Eine echte Wohlfühlunterkunft. Von den insgesamt zwei Balkonen und der Hauptterrasse genießt man einen endlosen Blick über das Tal und auf das stets belebte Wasserloch. Und durch das Licht der Kerzen und Kerosin-Lampen wird es in dieser einmaligen Unterkunft sogar noch romantischer, denn es gibt hier keine Elektrizität. Die Energiespar-Lampen im Inneren werden mit Solar-Power betrieben.

Ein Fön funktioniert hier nicht, nur ein Rasierer. Batterien kann man an der Rezeption aufladen lassen und auch der Internet-Empfang funktioniert nur dort oder im Aufenthaltsraum der Lodge.

Das Bad ist mehr als geräumig, es hat eine Doppeldusche und einen Doppel-Waschtisch sowie eine riesige Badewanne. Die ist dahinter geschmückt mit einer Figur und einem Erdferkel aus Ton(Zement) und man schaut aus dem Fenster in die Landschaft. Außerdem gibt es auch noch eine Außendusche, für Nass unter freiem Himmel mit Vogelgesang. Überall liegen hochwertige Seifen, Shampoos und Duschgel.

Das Schlafzimmer wird beherrscht vom breiten, bequemen Doppelbett mit Baldachin und Moskitonetz. Im Mai wurden die Nächte frisch und wir waren froh über die mit Gas betriebene Heizung, mit der wir den Raum vor dem Schlafen gehen ein wenig wärmen konnten. Das Schlafzimmer hat einen eigenen, schmalen Balkon mit afrikanischen Sitzgelegenheiten.

Daneben liegt der Flur mit Eingangstür, dahinter die Wohnküche mit einem breiten gemauerten Sofa mit zahlreichen Kissen, einem Esstisch mit zwei Stühlen und der Küche. Auch hier gibt es an der Seite einen schmalen Balkon und eine weitere Türe führt auf die Terrasse.

Die Küche ist voll ausgestattet mit allem, was man zum Kochen braucht. Am Morgen kommt sogar das Zimmermädchen und spült das Geschirr, falls man dies noch nicht selbst erledigt hat. Was für ein Service. Eine Flasche Hauswein namens "Leshiba" ist kostenlos und darf mitgenommen werden. Infomaterial zur Region und ein Gästebuch liegen hier auch.

Auf der Terrasse befinden sich Sitzgelegenheiten und ein kleiner Tisch, von hier aus hat man den schönsten Blick zum Wasserloch. Jeden Tag wird frisches Holz auf der Feuerstelle aufgeschichtet und nach einem gemütlichen Abend werden die Aschereste am nächsten Morgen entfernt. Es gibt zwei Liegestühle und einen kleinen Mini-Pool mit Frosch. Der Arme Kerl war ganz verwirrt, weil am Tag unserer Ankunft der Pool von Tymore gereinigt wurde. Durch der Frischwasser-Zufuhr wurde er ganz schön herumgewirbelt, konnte sich aber immer wieder gut in der Tiefe verstecken.

Zum eigenen Parkplatz auf der anderen Seite des Hügels führen runde Steinplatten, ebenso zum Restaurant im Village. Highlight rund um die Unterkunft sind die niedlichen Rüsselspringer, sie leben in den Felsen und sind sehr, sehr schnell. Also unbedingt die Augen aufhalten und auf die Tierchen achten




Frühstück

Das Frühstück haben wir uns hier selbst gemacht, man kann in der Küche oder auf der sonnigen Terrasse sitzen. Wir haben es sehr genossen und können daher zum in der Lodge angebotenen leider nichts sagen.


Essen

Wie wir gehört und in Foren gelesen haben, soll das Essen in der Lodge sehr lecker sein. Vor allem der Bananenkuchen wird oft lobend erwähnt. Im Übernachtungspreis sind auch Game Drives enthalten, daher ist der Preisunterschied zum Self-Caterung ziemlich hoch.

Wir haben in der gut ausgestatteten Küche gekocht, es waren die letzten 3 Abende mit Selbstversorgung in diesem Urlaub. Dabei haben wir es uns richtig gut gehen lassen, hatten Sekt und Rotwein zum Essen. Hier ein paar Impressionen vom Abend.


Fazit

Schon lange kein Geheimtipp mehr unter Reisenden, die weit ab von den üblichen Reiserouten eine traumhafte Unterkunft suchen.

Im Mai 2013 waren wir für 3 Nächte hier.

Hier ist ein Link zum Leshiba Wilderness und ein sehr schöner Bericht The good holiday mit tollen Fotos..

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Venda Village Lodge


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