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AUSBLICKE

Viel Reisende kommen zur Panoramaroute in die nördlichsten Ausläufern der Drakensberge in der Provinz Mpumalanga, weil sie Fotos vom Blyde River Canyon gesehen haben. Diese atemberaubende Landschaft ist durchaus auch einen Aufenthalt von mehreren Tagen wert. Als wir das erste Mal hierher kamen, hatten wir allerdings keine Aussicht: Nebel und Regenwolken hingen an der Abbruchkante zum Lowveld und wir sahen nichts. Das kann hier eigentlich recht oft passieren. Im April 2014 hatten wir allerdings Glück und einen schönen und sonnigen Tag erwischt.

Der spektakuläre Steilhang ist durch dieselben geologischen Prozesse entstanden wie die gesamte Kette der Drakensberge. Die über das Lowveld aus Osten heranziehenden Regenwolken regnen sich an dieser Kante ab und führen so zu einer starken Erosion.

Nachdem wir schon God´s Window und die Wasserfälle besichtigt hatten wurde es langsam später und somit begann die beste Zeit, um die berühmtesten Aussichtspunkte an der Route zu besuchen.

Wir mussten an diesem Tag ja noch wieder bis zur Iketla Lodge bei Ohrigstad zurück fahren, aber die Aussichtspunkte werden sowieso um 17.00 Uhr geschlossen. Eigentlich schade, denn gerade dann ist hier das beste Licht. Ein Besuch am Morgen lohnt sich nicht, denn dann schaut man direkt in die Sonne und kann nicht fotografieren.

Eine Alternative wäre die Übernachtung im Forever Resort Blyde Canyon, das mitten im Naturschutzgebiet liegt. Von dort aus hat man ebenfalls eine tolle Aussicht auf die Felsformation der Rondavels und kann am Abend als Bewohner der Anlage den Blick solange genießen wie man möchte.




World's End

Das Blyde River Nature Reserve ist ca. 26 000 km² groß, der Blyde River Canyon ist ein Teil davon. Es handelt sich um eine gigantische Schlucht, die ca. 26 km lang und an einigen Stellen bis zu 800 m tief ist. Er ist offiziell der drittgrößte Canyon der Welt, nach dem Fishriver Canyon in Namibia und dem Grand Canyon in den USA. Gebildet wurde er durch den gleichnamigen Fluss Blyde River, der dem Thaba Chweu entspringt und in den Olifantsriver mündet.

Folgt man der R 532 weiter nach Norden kommt hinter Bourke´s Luck Potholes zuerst der Lowveld Lookout. Von dort aus genießt man einen wunderbaren Blick über den Blyde River und dem dahinter liegenden, 800 Meter tieferen Lowveld. Weit hinten im Dunst liegt der Kruger National Park, in dem wir die letzten zwei Wochen verbracht hatten. Eintritt zahlt man hier nicht.

Nach 4,6 Kilometern folgt dann nächste Lookout, er nennt sich World's End. Hier ist man 41 Kilometer von Graskop entfernt und muss ab Abzweigung noch 2,8 Kilometer fahren, um die üblichen 10 Rand Eintritt zu zahlen. Vom Parkplatz aus ist es dann nicht mehr weit bis zur Abbruchkante des Canyons, das ganze Gelände ist hier umzäunt.

Da wir ziemlich spät vor Ort waren, packten die Verkäufer an den Ständen schon ihre Sachen zusammen und viele Touristen waren nicht mehr vor Ort. Es herrschte wunderbare Ruhe, nach dem Verkehr der Hauptstraße und den Menschenhorden an den anderen Viewpoints. Die Aussicht hinab ist sehr schön.

Vor allem begeistert der herrlich gelegene Stausee im Tal, der zur Bewässerung der Farmen im Lowveld gebaut wurde. Dort unten am Blyde River Stausee kann man regelmäßig mit Booten zu Rundfahrten ablegen. Der Blick hinauf muss ebenfalls gigantisch sein, leider haben wir diesen Programmpunkt nicht mehr geschafft und müssen ihn auf einen anderen Urlaub verschieben. Man muss ja noch neue Ziele haben.

Vom Zaun an der Abbruchkante hat man hier den besten Blick auf die Three Rondavels. Tiefblau schimmert das Wasser des Stausees aus der Ferne. Daneben die riesigen Felskegel am gegenüberliegenden Rand des Canyons, sie erinnern mit ihrer Form an die traditionellen afrikanischen Rundhütten (Rondavels). Die harten Gesteinskuppen erodierten langsamer als die darunter liegenden weicheren Gesteinsschichten und so sind im Laufe der Zeit diese bizarren Felsen entstanden. Benannt wurden sie nach drei Frauen eines örtlichen Chiefs, der in einer Schlacht siegte. Auch hier sahen wir sehr viele südafrikanische Touristen aus dem gewachsenen schwarzen Mittelstand, die sich richtig in Schale geworfen hatten.

Wer jetzt noch Zeit hat, der kann noch die Echo Caves besuchen, ein 1923 entdecktes Höhlensystem mit Funden aus der Steinzeit. Die Tropfsteine werfen ein Echo zurück, daher der Name. Sie sind nur mit Führungen zwischen 8:30 und 16:30 Uhr begehbar und liegen zwischen Abel Erasmus Pass und Ohrigstad.





Google Map zum Thema

Blyde River Canyon

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