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KIMBERLEY

Kimberley, die Stadt mit dem schönen Beinamen "The city that sparkles", ist die Hauptstadt und mit ihren knapp 200.000 Einwohnern zugleich auch die größte Stadt der Provinz Northern Cape. Nachdem wir eine Nacht im Oude Kraal nahe Bloemfontein, der sechstgrößten Stadt des Landes, verbracht hatten, kamen wir auf dem Weg von Osten aus zum nächsten Etappenziel unserer Reise: nach Kimberley. Hier wollten wir einkaufen und vor allem das Big Hole besichtigen, dem ich eine eigene Seite gewidmet habe. Danach fuhren wir dann weiter in den 80 Kilometer weiter südlich gelegenen Mokala National Park, in dem wir 3 Nächte verbrachten. In unserer ersten Planung wollten wir von dort aus eine Tagestour nach Kimberley machen, aber dann hätten wir eine Strecke doppelt fahren müssen. So haben wir es auf dem Anreisetag eingebaut und hatten dann mehr Zeit für die Tierbeobachtungen im Park.

In Kimberley findet man sich recht schnell zurecht, das Stadtzentrum ist übersichtlich und die Attraktionen sind gut ausgeschildert. Via Google Street View hatten wir vorab schon die Lage der Einkaufszentren ausgekundschaftet, so dass wir uns nur nach den höheren Gebäuden orientieren müssten. Dies sind braune Silos oder Kirchtürme. Die bekannteste Kirche ist die Cathedral Church of St. Cyprian, denn sie besitzt das längste Kirchenschiff Südafrikas.

Bei Kimberley mündet der Fluss Vaal in den Oranje und die Stadt hat noch eine Besonderheit zu bieten: Hier gibt es eine zwei Kilometer lange Straßenbahnstrecke, damit fährt in Kimberley die einzige Straßenbahn in ganz Südafrika. Sie wurde 1985 in Betrieb genommen und dient heute vor allem den Touristen als Fortbewegungsmittel.

Das Klima in Kimberley bietet durchschnittliche Sommertemperaturen von über 30°C und der meiste Regen fällt zum Jahresbeginn Die kälteste und zugleich trockenste Phase ist zwischen Juni und August, dann sinkt die mittlere Höchsttemperatur auf 19°C. Der Rekordtiefstwert im Winter liegt bei -8°C, Temperaturen unter null Grad sind hier aber eher die Ausnahme. Wir hatten Glück bei unserem Besuch, es war heiß und teilweise wolkig.

In Kimberley lebt eine verhältnismäßig hoher Anteil Weißer in der Bevölkerung und die Stadt gilt als eher konservativ.

Weltweite bekannt wurde die Stadt im Mai 2000, als sich dort mehrere Vertreter aus Diamanten produzierenden Ländern aus dem südlichen Afrika trafen, um den sogenannten Kimberley-Prozess zu beschließen. Dabei handelt es sich um ein System, welches den Handel mit sogenannten Blutdiamanten verhindern soll, durch deren Verkauf verschiedene Kriege in Afrika finanziert werden.

Wer sich Informationen über die Stadt holen möchte, der sollte zuerst zum "Diamontveld Visitors Centre" gehen, es befindet sich 121 Bultfontein Road, Kimberley 8300.



Kimberley Mining Village

Kimberley kann mit einigen touristischen Attraktionen aufwarten, für die wir uns zum Teil bei unserem Kurzbesuch keine Zeit genommen haben. Wenn man aber das Big Hole sehen möchte, so kommt man automatisch auch zum Kimberley Mining Village, ein Freiluftmuseum im Zentrum der Stadt. Gegenüber befindet sich ein Parkplatz, von dem aus man durch eine Unterführung den Komplex erreicht. Direkt daneben befindet sich der Eingang zum Big Hole und zum Kimberley Mine Museum.

Das Mining Village ist täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Hier wurden die alten Häuser von Kimberley um das Jahr 1880, zur Zeit des Diamantenrausches, originalgetreu nachgebaut. Man kann schön im Schatten der Häuser durch die Straßen schlendern und überall hineinsehen. Sie sind liebevoll ausgestattet mit allerlei alten Dingen. Es gibt voll eingerichtete Wohnhäuser, einen Tabakladen, ein Ballhaus, Barnato's Boxing Akademie, eine alte Arztpraxis, die alte Schmiede, das Büro für Goldankauf und einige Geschäfte und Pubs. Das älteste Haus wurde 1877 aus England importiert und war damals der reine Luxus, denn die meisten Arbeiter wohnten in Zelten oder notdürftig zusammen gezimmerten Hütten. In einigen Häusern werden heute noch Erfrischungen oder Souvenirs verkauft und mitten drin kann man sogar wohnen, im Protea Hotel Kimberley. Hier gibt es 94 Zimmer und ein Konferenzcenter.

Zwischen der City Hall und dem Kimberly Mine Museum verkehrt täglich zwischen 9:00 und 16:15 die historische Stadtbahn, die Kimberley Tram. Wir haben sie leider nicht in Aktion gesehen. Dafür sieht man einen abgestellten Wagon auf dem Gelände des Museums. Es handelt sich um De Beers Railway Coach, der von Cecil John Rhodes genutzt wurde, um zwischen Kapstadt mit Kimberley zu pendeln. Mehr zum Big Hole und zu weiteren Ausstellungen auf der nächsten Seite.




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Kimberley


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