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DIE DÜNE

Warum man ins Witsand Nature Reserve fahren sollte, das kann man am besten unten auf dem Satellitenbild erkennen, wenn man herauszoomt. Inmitten der roten Kalahari erstreckt sich hier eine bis zu 100 Meter hohe, neun Kilometer breite und knapp zwei Kilometer lange Sanddüne. Die wurde im Laufe der Jahrhunderte durch die stetigen Winde geschaffen. Da diese Dünen feinste Ablagerungen von weißen Gesteinsbildungen sind, bilden sie auf dem roten Sand der Kalahari einen faszinierenden Kontrast und sind einmalig im weiten Umkreis.

Vom Camp aus führen verschiedene Wege zum Dünengürtel und man kann auf dem Sand herumlaufen. Tagsüber ist er sehr heiß, in den frühen Morgenstunden und am Abend, wenn die Sonne alles vergoldet, ist hier das schönste Licht.

Vom Camp aus folgt man dem Hinweisschild in Richtung Roaring Sands. Unterwegs führt eine Abzweigung zu einem Aussichtspunkt, den haben wir am Morgen besucht. Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf den Dünengürtel. Der Weg hinauf führt vorbei an seltenen Pflanzen, auf denen sich allerlei Insekten tummelten. Besonders faszinierend fanden wir die dicken, bunten Heuschrecken unten auf dem Foto. Am Parkplatz hatte eine Familie Kap-Borstenhörnchen ihre Erdlöcher gegraben, die müssen natürlich jetzt jedes Mal in den Bau fliehen, wenn sich ein Auto nähert. Das passiert allerdings nicht sehr oft.

Die Straße endet in einer Sackgasse an einem weiteren Parkplatz, von hier aus kann man auf die Dünen klettern. Es ist aber sehr steil hier und so gingen wir zu Fuß ein Stück weiter durch den Busch auf der Suche nach einem etwas einfacheren Weg. Der Bewuchs wurde aber immer dichter und undurchdringlicher, so gaben wir auf nach einem gescheiterten Aufstiegsversuch auf und gingen zurück. Von Parkplatz aus wählten wir dann den Standard-Aufstieg, den sich alle hinaufquälen müssen.

Obwohl es nur noch eine Stunde bis Sonnenuntergang war warf uns die Anstrengung fast um. So eine Düne ist je nach Feinheit des Sandes zwischen 34° und 39° steil, und der Sand rutscht natürlich nach, wenn man hinaufklettert. Zwei Schritt aufwärts, einen zurück. Dabei noch die Füße wieder aus dem Sand herausziehen. Ohne Kameras und Wasserflasche hätten wir ja noch auf allen Vieren krabbeln können, wie es einige nach uns zeigten. Egal, wir waren zwar dem Kreislaufkollaps nahe, als wir oben waren, aber dort konnten wir ja ausruhen.

Bei der Gefahr von Gewittern sollte man auf keinen Fall auf die Dünen klettern, hier schlagen die meisten Blitze ein, da es die höchsten Punkte der Gegend sind.



Sandkasten

Nicht genug, dass es hier inmitten der roten Landschaft diesen Haufen feinsten, weißen Sand gibt. Er beinhaltet noch ein anderes, außerordentliches Naturphänomen. Denn manchmal "singt" der weiße Dünensand, wenn eine leichte Brise über das Land zieht, jedenfalls hört es sich so an. Die speziellen Luftströmungen durch die Dünen lassen dieses Geräusch entstehen, leider war es bei unserem Besuch ziemlich windstill und wir haben es nicht gehört.

Kommt man atemlos oben an, dann wird man mit einem herrlichen Rundblick belohnt. Während wir noch oben verschnauften, machten sich die nächsten auf den Weg hinauf. Leider war es etwas zu spät, ganz kurz vor Sonnenuntergang. Da waren die Schatten schon ein wenig zu lang und die Dünentäler bekamen schon keine Sonne mehr ab. Wer möchte, kann in dem tiefen Sand herumwandern, uns war es dafür einfach noch zu heiß. Sonnenschutz, Sonnenbrille, Hut und Wasser sollte man auch für das kurze Stück nicht vergessen.

Vom Kamm der Düne aus blickt man weit in die flache Landschaft. Bewegt man sich weiter auf dem Sand, ruft jeder Schritt ein krächzendes Seufzen hervor. Roaring Sands - zumindest, wenn Temperatur und Feuchtigkeit stimmen. Der Sand muß warm und trocken sein, dann wird beim drauf Treten die Luft zwischen den Sandkörnern mit einem quietschenden oder brummenden Geräusch heraus gepresst.




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Weißer Sand


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