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Kaps sind im allgemeinen die sichtbaren Teile widerstandsfähigen Gesteins. Ein besonders breites oder lang gezogenes Kap wird auch Halbinsel genannt, die gesamte Kap-Halbinsel wandelt am südwestlichsten Zipfel ihre Benennung vom Allgemeinen zum Speziellen und heißt dort Kap der Guten Hoffnung oder Cape of Good Hope.
Felsige Landzungen sind aufgrund ihrer auffälligen Gestalt oft wichtige Navigationshilfen. So wurde dieses Kap erstmals 1488 von dem portugiesischen Entdecker Bartolomeu Diaz gesichtet.
Viele Besucher, die am Leuchtturm und am davorliegenden Cape Point waren denken, sie hätten damit auch das Kap der Guten Hoffnung besucht. Leider ein Irrtum, denn das Cape of Good Hope ist die kleine Felsennase rechts unterhalb der Aussichtsterrassen am Cape Point. Dazwischen liegt noch der hübsche Diaz-Sandstrand. Das liegt daran, daß die Landzunge mit den Leuchttürmen sich in Richtung Ost-Südost erstreckt und daher nicht den südlichsten Punkt des Kaps bildet.

Man kann diese Felsennase erreichen, indem man 10 km hindet dem Gate nach rechts abbiegt. Die Abzweigung ist ausgeschildert, aber auch wir sind beim ersten Mal daran vorbeigefahren, denn das Schild ist sehr klein. Viele Tourbusse fahren hier ebenfalls hin, denn unten am Maclear-Beach-Parkplatz steht das berühmte Schild. Wir haben es geschafft, es einmal ohne Menschenmassen abzulichten.
Hier lassen sich dann alle fotografieren, steigen wieder ins Auto oder in den Bus und fahren direkt weiter.
Das Kap der Guten Hoffnung galt lange Zeit als der geographische Wendepunkt, doch der höher gelegene Cape Point mit Leuchtturm haben ihm in der Aufmerksamkeit des Publikums den Rang abgelaufen. Witzigerweise kann man vom Parkplatz mit dem Schild den Cape Point mit dem Leuchtturm nicht sehen - und umgekehrt. Ein dicker Felsknubbel versperrt die Sicht.
Das südliche Ende Afrikas ist es auch nicht - das findet ihr hier.


Ein Wanderweg führt vom Parkplatz unten am Strand hinauf zum Cape Point, man braucht dafür allerdings 1,5 Stunden und muss vermutlich anschließend auch wieder zum Auto zurück. Auf keinen Fall sollte man es verpassen, zumindest den ersten Teil der Strecke zu gehen - bzw. zu klettern.
Über viele Stufen geht es hinauf auf die schon erwähnte Felsklippe direkt neben dem Parkplatz, es ist sehr heiß, schattenlos und der Wind hörte nicht auf. So wurde aus dem relativ kurzen Spaziergang eine sehr anstrengende Angelegenheit. Aber die Aussicht lohnt den Aufstieg und die Seevögel gleiten hier scheinbar schwerelos und ohne Probleme über den Köpfen der Wanderer im Wind.

Oben auf den Felsen hat man eine herrliche Aussicht. Leider tobte hier auch ein ziemlicher Sturm, auf dem Sattel zwischen den Felsnasen konnte man kaum aufrecht gehen und krabbelte fast auf allen vieren, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Gelobt sei das Stativ...
An einigen windgeschützen Stellen sassen Felsagamen in der Sonne, die scheuen Tiere sah man meist erst wenige Meter vorher, wenn sie vorsichtshalber erstmal etwas zur Seite huschten. Vom stetigen Wind über den Horizont getrieben braust das Meer an die Küste. Der Lärm und der Anblick der riesigen Wellen, die tief unter einem über die Klippen brechen und an die Felswände donnern nimmt einen gefangen.
Nach dem Gipfel der ersten Klippe geht es direkt nochmals ein Stück höher. Der Wanderweg führt weiter über den Maclear Peak und danach oberhalb der Klippen entlang des schönen Diaz Beach. Schwimmen und Baden ist hier jedoch wegen der starken Strömungen sehr gefährlich! Zum Teil sind die Wege ab hier mit Brettern und Geländer angelegt, damit man nicht in Spalten stürzt oder diese weiträumig umgehen muss. Der Weg ist ein Teil des Good Hope Coastal Walk.



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