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FLORA UND FAUNA

Der Table Mountain National Park ist Teil der Cape Floral Region, einem Weltnaturerbe. Dazu gehört die majestätische Table Mountain Bergkette, die sich vom Signal Hill über den Tafelberg bis hin zum Cape Point und die Küstenlinie der Kap-Halbinsel erstreckt. Dieser schmale Streifen Land, durchzogen von wunderschönen grünen Tälern, türkisen Buchten und leuchtend weißen Stränden, beheimatet eine außergewöhnlich vielfältige und einzigartige Pflanzen- und Tierwelt.

Im Frühling ist das Natur-Reservat am Kap der guten Hoffnung von einem bunten Blumenteppich überzogen. Die einzigartige Fynbos-Vegetation zählt im Nature Reserve 2.285 Pflanzenarten, davon sind 161 endemisch, sie kommen also nur hier vor, davon wiederum sind 66 als sehr selten eingestuft worden.

Das Kapländische Florenreich ist ist das kleinste, im Vergleich zu seiner Grösse aber das artenreichste der 6 Florenreiche der Welt. Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht, erst genaueres Studieren der Pflänzchen zeigt die Vielfalt. Steht man irgendwo im Grün, so entdeckt man auf wenigen Metern dutzende verschiedene Pflanzen.

Die Region ist nur spärlich bewaldet. Man unterscheidet im Park drei Vegetationsstufen: An der sandigen Küsten dominieren Milkwood trees und Heide, Erica-Arten und Seggenried wachsen auf den Ebenen. Die Bergrücken bedeckt niedriger Fynbos.

Die Säugetierwelt ist hier allerdings nicht sehr artenreich. Der Boden ist zu nahrungsarm, um genügend Arten zu erhalten. Ausserdem sorgten hier schon die ersten Siedler für eine Dezimierung des Bestandes.

In dem Naturschutzgebiet am Kap der Guten Hoffnung leben aber immerhin etwa 250 Vogelarten, diverse Antilopenarten und Strauße. Schildkröten, verschiedene Echsenarten, Affen und Dassies (Klippschliefer) sieht man hingegen relativ häufig.

Die südlichen Fels-Agame auf dem folgenden Bild sahen wir 2002. In diesem Fall ist es ein bunteres Männchen, die Weibchen sind so grau-braun wie die Felsen und somit viel besser getarnt. Alle anderen Fotos auf dieser Seite sind vom letzten Besuch im März 2017.

Da hatten wir viel Glück und sahen sogar eine Puffotter, die gerade den Circular Drive überquerte. Dazu einige Strauße und viele Buntböcke im Schutzgebiet.







Achtung Pavian

Allgegenwärtig in der Nähe der Menschen sind die Paviane (Baboons), die weder vor dem Wind zurückschrecken noch vor den Besuchermassen, die jeden Tag am Parkplatz aus Autos und Bussen quellen. Scheinbar ungerührt sitzen die großen Tiere zwischen den Blechlawinen, allzeit bereit für einen Sprung zu einem geniessbaren Happen. Eine offenstehende Autotür wirkt schon wie eine Einladung. Raschelnde Tüten üben eine magische Anziehungskraft auf die Affen aus, denn sie haben gelernt, dass dort meist etwas Leckeres drin ist.

Die Region gehört zu den letzten Zufluchtsorten der Tiere, hier leben noch 250 Paviane in vier Horden die geschützt werden.

Schon am Eingang bekommt man beim Bezahlen einen Prospekt in die Hand gedrückt, in dem auf die zum Teil nicht ungefährlichen Bewohner hingewiesen wird. Die Warnungen sind drastisch, was leider trotzdem viele Besucher nicht davon abhält, die Tier zu füttern oder ihnen viel zu nah auf den Pelz zu rücken.

Wer Paviane mit Nahrung versorgt, wird von ihnen als Rangniederer eingestuft. Diese Einschätzung wird auf alle Menschen übertragen. Verweigert man den Affen später die Nahrung, reagieren die Tiere oft aggressiv, klauen Lebensmittel und attackieren Menschen. Die Ranger müssen die Tiere dann töten.

Wir hatten bei unserem ersten Besuch im Januar 2002 an der Nebenstraße zum Cape of Good Hope auch eine nette Pavianbeggegnung: Einige Tiere spielten am Wasser und suchten nach Muscheln und Krebsen. Ich ließ sie Seitenscheibe herunter, um sie dabei zu fotografieren. Nach einer Zeit bemerkte ich, wie einige Tiere näher kamen.

Einer guckte irgendwie richtig gemein und böse. So beschloss ich, doch lieber die Scheibe wieder hochzukurbeln. Nur eine Sekunde nach dem Schließen sprang aus einer völlig anderen, nicht beachteten Richtung ein Pavianmännchen um einen Busch herum und auf das Dach unseres Mercedes, ein Weibchen folgte mit zwei langen Sprüngen und setzte sich vor uns auf die Motorhaube.

Das Männchen trampelte auf dem Dach herum, was sich grausam anhörte. Dann schaute es zur Heckscheibe herein, zeigte uns sein Gebiss, rupfte die aufgeklebte Kompakt-Antenne von der Heckscheibe und begann daran herumzuknabbern. Mangels Aroma ließ er das Plastikteil aber gleich wieder fallen. Leider habe ich keine Bilder davon, weil die Tiere für das gerade aufgesetzte Teleobjektiv viel zu nah waren.

Ein Bus mit Touristen hielt an und fotografierte unserer Auto in der misslichen Lage - eine willkommene Sensation. Erst das Anlassen des Motors verscheuchte die Tiere. Wir fuhren dann ganz langsam weg und trauten uns einige Zeit nicht aus dem Auto, bis wir schließlich die angeknabberte Antenne wieder auf dem Kofferraumdeckel einsammeln konnten.

Wer einmal das agressiv gefletschte Gebisss eines großen Baboon-Männchens gesehen hat, der verzichtet freiwillig auf das Füttern.

Die drei kleineren Fotos hier im Text noch Scans vom Dia, aber auch im März 2017 waren die Paviane noch aktiv und wir konnten Sie beim Beutezug beobachten. Leider nicht mehr direkt beim Muschelsuchen am Meer, daher habe ich die alten Fotos trotz schlechter Qualität noch auf der Seite gelassen.

Oben am Leuchtturm hatte eine Touristin eine raschelnde Plastiktüte in der Hand, schon hatte sich ein großes Pavianmännchen mit einem schnellen Sprung aus dem Hinterhalt und festem Zugriff die ganze Tüte geschnappt. Genüßlich verspeiste er die darin enthaltenen Wraps, Chips und andere Leckereien.

Auch auf dem Fußweg nach unten verfolgten Paviane die Leute. Am Parkplatz hörten wir dann plötzlich eine Frau schreien, denn ein Pavian hatte ihre Wasserflasche geklaut. Er schleppte sie auf ein Autodach, öffnete durch darauf herum Beißen geschickt den Deckel und ließ etwas Wasser auf das Dach laufen wo er es dann genüßlich aufschleckte. Das sah nach langer Übung aus, bestimmt nicht seine erste Flasche, denn es wurde nicht alles Wasser auf einmal ausgeschüttet, sondern in mehrern Durchgängen geschüttet und geleckt. Zum direkten aus der Flasche Trinken hat es aber noch nicht gereicht.






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