| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Karoo | Site-Map | HOME |

| Der Wasserfall |

RUST EN VREDE

Wenn man die wunderschönen Cango Caves in der Nähe von Oudtshoorn besucht hat, dann hat man mehre Möglichkeiten in die Stadt der Federbarone zurückzukehren. Bei Zeitmangel nimmt man die gleiche Straße, die man gekommen ist. Hat man noch den ganzen Tag vor sich, dann bietet sich die große Rundfahrt über den Swartbergpass nach Prince Albert, über die R 407 durch Meiringsport nach de Rust und weiter zurück nach Oudtshoorn an.

Dazwischen gibt es aber auch eine Abkürzung, eine unbefestigte Nebenstrecke, die durch ein idyllisches Tal führt. Am Wegesrand sind Farmen, grüne Weiden mit hunderten von Straußen und die imposante Bergkette der Swartberge zur Linken. Schildkröten kreuzen häufig den Weg. Die Ausläufer der Swartberge sind hier im Gegensatz zum Rest der Kleinen Karoo üppig grün bewachsen, was auf die wesentlich reichhaltigeren Regenfälle zurückzuführen ist.

Von den Cango Caves kommend ist diese Straße mit einem Wegweiser "Rust en Vrede" ausgeschildert und nicht zu verpassen. Wer abseits der übliche Touristenrouten fahren möchte kann diese teilsweise sehr holprige Strecke mit der nötigen Vorsicht durchaus mit einem normalen PKW befahren.

Höhepunkt an der Strecke ist der Wasserfall namens Rust en Vrede, was übersetzt so viel wie Ruhe und Frieden bedeutet. Oft wird er in falscher Schreibweise auch Rus en Frede geschrieben, so zum Beispiel im aktuellen Iwanowsky Reiseführer. Aber Schilder vor Ort können nicht irren... :-)

Die Abzweigung zum Wasserfall selbst erreicht man an einem Grillplatz nach etwa einem Drittel der Nebenstrecke, ca. 11 km Fahrt. Danch geht es auf einer Holperstrecke noch ein Stück weiter zum Wasserfall. Ansonsten dauert es noch über 20 km, bis die Straße kurz vor De Rust auf die N 12 stösst, auf der man wieder in Richtung Oudtshoorn kommt, umkehren wäre also der kürzere Weg. Die Weiterfahrt ist aber totzdem sehenswert - wie auf dem Bild ganz findet man immer wieder Strauße auf grünen Weiden, die aus der Entfernung aussehen wie Rinder auf Almwiesen.

Der Wasserfall

Der Wasserfall ist ausgeschildert, ein Wachhäuschen mit Schranke regelt den Zugang zu den Grillplätzen. Hier wird laut einem Schild auch Eintritt kassiert, weil es sich um ein Naturschutzgebiet handelt.

Als wir am Nachmittag dort ankamen, war allerdings weit und breit kein Mensch zu sehen, um die 10 Rand pro Auto zu kassieren, also fuhren wir durch die geöffnete Schranke weiter.

Eine kleine, idyllische Straße windet sich ca. 2 Kilometer bergauf und bergab durch lichte Wälder. Unterwegs namen wir noch den Parkangestellten von der Schranke mit, der zu Fuß auf dem Weg zum Wasserfall war, um dort eventuell verstreute Abfälle aufzusammeln.

An einem kleinen Parkplatz ist dann Ende, hier steigt man aus und geht in einem gemütlichen Spaziergang noch ca. 500 Meter zu Fuß weiter. Die Luft ist klar und frisch, wir waren dort zum größten Teil ganz alleine. große Erwartungen hatten wir nicht an den Wasserfall, war uns doch schon oft so macher vollmundig angepriesene Strom als kleines Rinnsal begegnet.

Der Weg ist idyllisch und gut angelegt, für Rollstühle oder Gehbehinderte ist aber nicht geeignet. Über hölzerne Stege, Treppen und kleine Brücken, durch enge Schluchten und über stehende Tümpel führt der Weg. Unterwegs kann man einige Tiere beobachten, Echsen, bunte Libellen, Frösche und natürlich viele Vögel. Die ganze Region ist Wasserschutzgebiet, Schwimmen ist hier verboten, da das Wasser zur Trinkwasserversorgung von Oudtshoorn gehört. Deshalb steht auch mitten in der Klamm eine kleine Staumauer von zwei bis drei Meter Höhe. Dahinter wird der Weg etwas rauer.

Am Ende der Klamm öffnet sich dann ein kleiner Talkessel und man steht unvermittelt vor dem Wasserfall, der höher und schöner ist als erwartet. Kein donnernder Fluss, aber hübsche, vermosste Wände mit zarten Wasserfontänen, die in ein kleines Becken mit dicken Steinen prasseln. Sie fallen sagenhaffte 74 Meter von der Kante herunter. Ein idyllisches Plätzchen.

Die Lichtverhältnisse am Nachmittag sind hier schwierig zum Fotografieren, der obere Teil des Falls liegt in praller Sonne, unten herrschen schon die Schatten. Die Szenerie ist so eng und steil, dass ich mit 24 mm Brennweite immer noch zu wenig Weitwinkel hatten.

| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Karoo | HOME |

Social Bookmarks
wong twitter_de facebook Google