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UNTERKUNFT

Der Eintritt in den Kruger National Park kostet seit dem 02.Juni 2003 120 Rand pro Person pro Tag für ausländische Besucher. Das ist eine 400%ige Erhöhung zum alten Eintrittspreis. Auch wenn man eine Unterkunft im Park gebucht hat muss man diesen Preis zahlen.

Für die Einwohner von Südafrika oder die Besucher aus angrenzenden Ländern ist der Eintritt dagegen preiswerter geworden, denn sie können eine so genannte "Wild Card" beantragen, die für ein ganzes Jahr gilt.

Die South African National Parks (SANParks) haben ein halbes Jahr später auch eine "Wild Card" für Ausländer herausgebracht. Ab sofort zahlen Einzelpersonen einmalig beim Kauf der Karte 600 Rand, Paare 1.000 Rand. Damit hat man dann bei einer Gültigkeit von 15 Tagen in diesem Zeitraum an zehn frei wählbaren Tagen freien Eintritt zu allen Nationalparks. Die Karte erhält man an den Eingängen der SANParks und in den Camps. Eine Übersicht über die ab dem 01.11.03 gültigen Tarife findet man unter: Tarife SanParks.

Der Kruger National Park wird täglich über die beiden Flughäfen Skukuza und Phalaborwa von Johannesburg aus angeflogen. Auch mit dem PKW ist er leicht zu erreichen, man fährt von Johannesburg aus etwa 500 km bis zum Gate.

Am Gate

Der Krugerpark wird in 3 Regionen unterteilt: den nördlichen, den mittleren und den südlichen Teil. Vom Crocodile River im Süden bis ganz hoch zum Pafuri Gate sind es insgesamt über 430 km. Wir haben nur den südlichen Teil bereist, das macht dann knapp 25% der Fläche, sind dort aber in drei kompletten Tagen viele der Haupt und Nebenstrecken abgefahren.

Natürlich haben wir auch nur die Gates im Süwesten passiert, die am nächsten zu unserer Unterkunft, der Timamoon Lodge lagen. Das bekannte Paul Kruger Gate ist gigantisch und eine der Haupteinfallrouten in den Park. Die Straße führt von dort weiter Richtung Osten nach Skukuza, einem der größten Camps. 40 km sind es von Hazyview aus bis zum Tor, vorbei an Straßenständen mit Handwerkskunst und weit verstreuten Sotho-Dörfen. Die Region ist dicht besiedelt, daher kann es hier auf Grund des hohen Touristenaufkommens schon mal zu Sicherheitsproblemen kommen.

Das gilt auch für das Numbi Gate, das 19 Kilometer südlich von Hazyview liegt. Hier fährt man ebenfalls durch dicht besiedeltes Gebiet.

Das neue Phabeni Gate war uns am sympatischsten, hier ist man schon 10 km östlich von Hazyview ruck-zuck im Park und nur wenige Meter hinter dem Eingang warteten schon die ersten Elefanten. Phabeni ist ein Sotho-Wort und bedeutet Zuflucht/Höhle, es gibt auch einen gleichnamigen Fluss im Park. Die Anlage ähnelt einem Swazi Kraal mit Reetdächern, oben auf dem Foto zu sehen. Die Straße S 1 führt von hier aus ebenfalls nach Skukuza.

Wer den Krugerpark im Süden verlassen will, in Richtung Barberton oder Swasiland, der nimmt das Malelane Gate oder das Crocodile Bridge Gate.

Die Gates sind modern ausgestattet, zahlreiches Personal empfängt die Besucher. Es gibt Toiletten, man kann hier Unterkünfte buchen und Karten und Infomaterial kaufen. Bevor man seine Tickets kaufen geht muss man schon mal im Auto ein Anmeldeformular aufüllen, derweil kontrolliert eine Wache das Auto und den Kofferraum. Sowohl in der Ticketstation als auch bei den Wagenkontrollen arbeiten Männer und Frauen.

Am Auslass selbst wird der Wagen wieder kontrolliert, noch gründlicher als beim Einlass, und im Kassenhaus wird das Ticket mit Computerabfrage gegengecheckt. Man könnte den Park ja woanders verlassen als man hineingefahren ist, und so kann niemand auf Dauer verlorengehen. Da die Gates bei Dunkleheit schließen ist es ratsam, nicht auf die letzte Minute den Park zu verlassen: Um zu seinem auswärtigen Qaurtier zu gelangen fährt man dann im Dunklen weiter. Wir haben das ein paar Mal gemacht, es war allerdings unangenehm wegen unbeleuchter Personen auf der Fahrbahn und blendendem Gegenverkehr.

Außerdem: Wer am Abend zu spät zum Gate kommt, der muss mit einer relativ hohen Strafe rechnen wenn er den Park verlassen will, uns wurden Zahlen zwischen 150 und 400 Rand genannt. Raus kommt man zwar, aber im Zweifel nur gegen cash. Selbst bei 5 Minuten Verspätung kann es für uns zumindest zu einer unangenehmen Befragung, Diskussionen und kostenlosen Verwarnung. Dies ist sicher abhängig von der jeweiligen Wache, wir kamen uns angesichts der uniformierten Männer mit MP und Karabiner vor wie bei der Ausreise aus der DDR - etwas schikaniert. Angesichts rücksichtsloser Wilderer und allzu leichtsinniger Touristen kann man die restriktive Haltung jedoch verstehen.

Wohnen im Park

Im Park verstreut gibt es 26 Camps, darunter 12 Hauptcamps sowie einige Busch-, Zelt- und Privat-Camps. Die Hauptcamps sind fast kleine Dörfer mit Namen wie Berg-en-Dal, Crocodile Bridge, Letaba, Olifants, Mopani, Satara oder Lower Sabie. Das größte, sozusagen die Hauptstadt des Parks, ist Skukuza. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: eine Bank, mehrere Läden, ein Museum, Infocenter, eine Tankstelle und Autovermietung, Ärzte, einen kleinen Flughafen und natürlich Hütten. Selbst Golfspieler müssen nicht auf das Grün verzichten: der 9-Loch Skukuza Golf Course befindet sich unmittelbar nebenan.

Aber auch in den anderen Camps lebt man nicht hinter dem Mond, schließlich bewegt man sich auf touristisch ausgetrampelten Pfaden. So findet man überall Shops mit Souvenirs und Lebensmitteln, Toiletten, Restaurants und auch Tankstellen. Alle Camps sind ebenso umzäunt wie der ganze Park und haben eigene Gates, die morgens eine Stunde früher öffenen als die Parkgates nach draußen. Für die tierischen Parkbewohner sind sie sozusagen "exterritoriales Gebiet".

Riesige Touristenströme durchqueren Tag für Tag den Park, vor allem im Sommer und zu Ferienzeiten der Südafrikaner. Dann ist kaum noch eine Unterkunft zu bekommen. Seit der Rand günstig zu haben ist und die Zahl der ausländischen Besucher mit zweistelligen Prozentraten wächst ist es ratsam monatelang vorher die gewünschte Unterkunft zu reservieren. Gerade so beliebte Camps wie Olifants River oder Lower Sabie sind schon länger als ein halbes Jahr im vorraus ausgebucht.

Die Unterkünfte bucht man über:


South African National Parks
Reservation Office
P.O.Box 787
Pretoria 0001, South Africa
Tel: 00 27 - 12 - 3 43 19 91
Fax: 00 27 - 12 - 3 43 09 05
E-Mail: reservations@parks-sa.co.za
Online buchen: www.parks-sa.co.za

Wohnen außerhalb

Wer dem Malariarisiko entgehen möchte und eine kleine Anfahrt am frühen Morgen nicht scheut, der kann auch außerhalb des Parks übernachten und Tagesausflüge machen. Der Eintrittspreis ist inzwischen der gleiche und die Erlebnisvielfalt fast genauso hoch. Man muss also nicht unbedingt innerhalb des Zauns übernachten. Dafür ist außerhalb je nach Unterkunft oft das Essen besser und meist ist es auch günstiger und komfortabler.

Besonders geeignet sind die Lodges und Gästehäuser in der Region um Hazyview, wenn man den südlichen Teil des Parks erkunden möchte. Direkt in Hazyview gibt es wenig Sehenswertes, das ist eine reine Einkaufsstadt mit hauptsächlich schwarzem Publikum. Viele Lodges und B & B´s haben sich in der näheren Umgebung angesiedelt.

Das nur 10 km entfernte neue Phabeni Gate ermöglicht eine stressfreie Anreise, weiter südlich kann man den Park durch das Numbi Gate wieder verlassen oder weiter im Nordosten durch das Paul Kruger Gate, je nach Tagesfahrplan innerhalb des Parks.

Wir haben 6 Nächte zwischen Hazyview und Sabie an der Grenze vom Highveld zum Lowveld gewohnt und von dort aus drei komplette Tage im Kruger National Park verbracht. Am Abend freuten wir uns dann auf den ruhigen Luxus und das hervorragende Essen in der Timamoon Lodge und nahmen dafür gerne die mindestends 35 km Anfahrt in Kauf.

Ein weiterer Vorteil: Tiere gucken ist anstrengend, wohnt man außerhalb muss man sich nicht an 3 aufeinanderfolgenden Tagen die Augen aus dem Kopf glotzen, sondern kann dazwischen Ruhetage einlegen, wandern oder die Region um Sabie erkunden...

Eine teurere Alternative gibt es auch: Private Camps. Das sind ausgegliederte Gebiete der staatlichen Krugerpark-Behörde, die an private Pächter vermietet wurden. Dort werden zahlungskräftige Reisende von gut ausgebildeten Rangern begleitet, die auch querfeldein den Tieren folgen dürfen während man im Park auf den Wegen bleiben muss. Ausserdem locken luxuriöse Unterkünfte und exzellente Küche, das Ganze hat natürlich auch einen sehr hohen Preis.

Google Map zum Thema

Lower Sabie Camp


Größere Kartenansicht

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