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OHRIGSTAD DAM

Achtung: Es gibt vier neue Seiten zum Thema Panoramaroute von einem Besuch im April 2014 auf der Auswahlseite Mpumalanga.

Eigentlich liegt das nur 2.506 ha große Ohrigstad Dam Nature Reserve weit ab von den üblichen Touristenrouten. Die meisten fahren auf der R 533 bis nach Pilgrims Rest und wenden dann den Wagen. Kommt man allerdings von Lydenburg aus nicht über den Long Tom Pass und Sabie, sondern nimmt die R 36 für 27 km in Richtung Ohrigstad, dann trifft man ebenfalls auf die R 36 und nähert sich von der anderen Seite. In diesem Fall liegt das Ohrigstad Dam Nature Reserve auf der rechten Seite.

An einem strahlend schönen Tag beschlossen wir den noch freien Nachmittag in diesem Schutzgebiet zu verbringen, denn wir hatten von Hippos gehört, die dort fast direkt neben dem Picknickplatz liegen uns sich so gut beobachten lassen. Darüber gelesen hatte ich im Reisebericht von Sven Rosenow

  Wenn wir gewusst hätten, das nur wenige Tage später das Wetter bei einem Ausflug zum Blyde River Canyon wesentlich schlechter war, hätten wir auf den Abstecher verzichtet, denn sehr gelohnt hat es sich bedingt durch die Trockenheit eher nicht.

Die Gates am Parkeingang erreicht man über eine 4 km lange, gut ausgebaute Schotterstraße. Geöffnet ist das Reservat von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Ein freundlicher Ranger kassiert das geringe Eintrittsgeld und direkt am Gate macht ein Schild "Vorsicht Hippos" Hoffnung auf Sichtung der dicken Tiere.

Eine etwas schlechtere Straße führt am Stausee entlang bis zum Picknickplatz. Da es ein sehr trockenes Jahr war, hatte sich das Wasser sehr weit zurückgezogen und man sah eine öde Stein- und Geröllwüste rund um den Damm. Für Bewässerung der Felder flussabwärts wird hier gestaut, in der trockenen Jahreszeit, wenn wenig Wasser nachkommt, bringt der Abfluss 328.853 Liter am Tag, oder 228 Liter in der Sekunde zum Ohrigstad River. Damit wird die Wasserversorgung von 13.000 Menschen sichergestellt, die durchschnittlich 25l pro Tag verbrauchen. So stand es jedenfalls in der kleinen Broschüre, die man am Eingang bekommt.

Am Stausee

Als erstes sahen wir im Buschwald ein Kudu und einige blühende Aloen, sonst eher karge Hügel. Hier regnet es nur in den Sommermonaten, durchschnittlich 700 mm. Bei unseren Besuch war das Grasveld braun und ausgetrocknet, am Stausee entlang waren mehrere Fahrspuren zu erkennen.

Schnell hatten wir den ziemlich öden Picknickplatz erreicht. Hier gibt es Campingklos ohne Wasser, einige Tische und Bänke und weit und breit weder Wasser noch Hippos.

Im Irrglauben, das die Straße weiter um den Stausee herumfährt, ließen wir den Platz links liegen und fuhren auf einer extrem schlechten Strecke weiter. Ein kleines Schild zeigte einige Kurven weiter die Abzweigung des 4x4-Tracks, der hinter einem gesperrten Gatter begann. Auch diesen ließen wir wohlweislich diesmal rechts liegen und überquerten mit unserem Hyundai den kleinen Fluss. Der Weg wurde erstmal wieder besser, dann aber zusehends schlechter. Irgendwann an einer Steigung ging dann nichts mehr und wir mussten ohne viel Sicht rückwärts wieder den Hügel runterfahren um einen Wendepunkt zu finden. Dicke Steine bollerten von unten gegen das Auto, und auf dem Rückweg kapierten wir endlich: Wir waren die ganze Zeit auf dem 4x4-Track, hinter dem verschlossenen Tor ging es zu einem Privatgrundstück. Das Hinweisschild hätten wir nur schon am Picknickplatz selbst gebrauchen können...

So fuhren wir ein wenig frustriert wieder zurück, nicht ohne noch mal an einem Aussichtspunkt zu halten um den Stausee und die Umgebung zu fotografieren. Und da entdeckten wir dann doch noch die Hippos. Gut getarnt lagen sie wie dicke Felsen dösend am gegenüberliegenden Seeufer. Nur Dank 400 mm Brennweite und Telekonverter kann ich hier ein Bild zeigen. Zu unserer Freude standen sie gerade zur Fotosession einmal für 10 Minuten auf, leider nicht zum Bade, sondern um sich umzubetten. Daben konnten wir auch noch die zwei Kleinen sehen.

Pilgrims Rest

Auf dem Rückweg kamen wir vorbei an dem pittoresken Goldgräberstädtchen Pilgrims Rest, eine Muster-Touristenfalle. Hier wurde seit dem Jahr 1873 Gold gefördert und man kann auf den Spuren der ersten Siedler und Glückssuchenden über die Hauptstraße wandeln. So die Werbung.

Dank aufdringlicher Händler und selbsternannter Wagenwäscher wird das nichts mit gemütlich wandeln. Sicher, der Ort ist sehenswert, denn nachdem 1971 hier die letzte Mine geschlossen wurde ist das ganze Dorf ein Nationaldenkmal und eine Art Freilichtmuseum. Heute lebt es eigentlich nur noch vom Gold-Tourismus, denn fast alle Häuser sind entweder Souvenirshops, Galerien oder Restaurants.

Es gibt von der Landstraße aus zwei Einfahrten ins Dorf, aber schon beim Anblick der Horden, die alle aufsprangen als wir abbogen, verging uns die Lust auf einen längeren Besuch und aufs Fotografieren. Vor allem, weil wir vorher von Einheimischen darauf aufmerksam gemacht wurden, das hier einfach die Wagen gewaschen werden, um danach einen vollkommen überteuerten Preis für die ungewollte Dienstleistung zu fordern. Und unser Auto war am Ohrigstad Dam gerade so schön dreckig geworden, am nächsten Tag wollten wir in den Kruger Park – warum also waschen lassen?

Google Map zum Thema

Ohrigstad Damm


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