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MKUZI GAME RESERVE

Die Schreibweise dieses Game Reserve, ein Teil vom Greater St. Lucia Wetland Park, ist widersprüchlich. Einige schreiben Mkuze, auf anderen Publikationen sieht man Mkhuze. Wir haben und hier für Mkuzi entscheiden, denn so steht es auf der offiziellen Visitor Map, die wir bei den Rangern im Park kauften.

Mkuzi ist 335 Km von Durban und 450 Km von Johannesburg entfernt. Diese Seite ist von 2004, neuere Infos von 2016 gibt es hier.

An einem Nachmittag fuhren wir nach einer Bootstour auf dem Pongolapoort südlich auf der N 2 in Richtung Hluhluwe. Ziel war das abseits vom Touristenstrom gelegene Naturschutzgebiet, nicht weit entfernt von der Stadt Mkuze.

Hat man den Ort und die N2 hinter sich, so folgt eine längere Strecke auf der alten Hluhluwe Main Road auf Schotter und dann weitere 12 Km auf staubigem Weg vorbei an dörflicher Bebauung. Rindern stehen auf der Straße und viele neugierige Dorfbewohner am Strasenrand. An einigen Stellen ist immer viel los, zum Beispiel dort, wo ein ganzes Dorf mit einer pflegeleichten und kostengünstigen Handkurbelpumpe mit Wasser versorgt wird.

Das Reservat ist 40.000 ha groß, wurde im Jahr 1912 gegründet und hat ein gut ausgebautes Wegenetz mit einer Gesamtlänge von 84 Km. Das Gate ist von April bis September zwischen 6:00 - 18:00 Uhr und von Oktober bis März zwischen 5:00 - 19:00 Uhr geöffnet.

Es war uns klar, das wir dies nicht an einem Nachmittag schaffen konnten, auch, weil wir auf der N 2 lange vor mehreren Baustellenampeln standen - effktiver Straßenbau in der Trockenzeit! Aber wir wollten uns einen kleinen Einblick verschaffen, vor allem das Mkuzi so gerühmt wird wegen der hervorragenden Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Über 400 Arten wurden hier gezählt.

Aber auch Gnus, Zebras, Giraffen, Nyalas, Impalas, Breit-, und Spitzmaulnashörner und sogar den scheuen Leoparden trifft man innerhalb der Parkgrenzen an. Damit ist Mkuzi im Greater St. Lucia Wetland Park als Innlandsreservat die Region mit dem meisten Großwild.

Innerhalb des Parks wechseln offene Savanne und dichte Uferwälder einander ab. Markant sind die Schirmakazien und die schlanken hohen Fieberbäume. Auch die Anfahrt führt durch die hübsche, grüne Region des südlichen Maputaland.

Wer im Park übernachten möchte, dem bietet das Mantuma Camp gut ausgetattete Bungalows und einfache Hütten. Man erreicht das Camp und damit auch die Ranger nach gut 10 Km Fahrt ab Eingangstor. Bushcamps in anderen Teilen des Parks können nur komplett gebucht werden. Es gibt im Mkuzi Game Reserve auch einen Campingplatz und im Süden jenseits des Umsunduze River ein ca. 4 x 12 Km großes Revier, in dem zeitweise auch Wild bejagd werden darf.


Hides

Nachdem wir im Camp-Office unseren Eintritt bezahlt hatten, machte ein Blick auf die gekaufte Karte schnell klar dass wir an einem Nachmittag nur wenig schaffen konnten. Schließlich mussten wir ja auch noch zurück zu unserer Unterkunft Tamboti Ridge Ranch und im Mai wird es früh dunkel.

Also beschlossen wir auf den bekannten Ausguck an der Nsumu Pan am Mkuze River, der den Park im Norden und Osten begrenzt, zu verzichten. Dort soll es besonders viel Wildlife geben.

Am einfachsten lernt man die Flora und Fauna des Parks auf dem 41 Kilometer langen Mkuzi Auto Trail kennen, der am Mantuma Camp beginnt und etwa drei Stunden dauert.

Wir hatten leider wenig Glück. Auf den ersten Kilometern bis zum Camp sahen wir einige Nyalas und kleinere Böckchen.

Nacheinander fuhren wir verschiedene Hides an, die alle Blick auf Wasser freigaben und in denen man geschützt die Tierwelt beobachten kann. Es gibt insesamt 6 Hides in Mkuzi, eine guter Platz, um ein wenig zu laufen, da die Wasserlöcher immer noch ein Stück abseits vom Parkplatz liegen.

Im Park darf man sein Auto eigentlich nicht verlassen, außer an den Hides und am Picknickplatz und natürlich am Camp. Die große Aussnahme gegenüber anderen Parks ist hierbei der weithin bekannte Fig-Forest-Walk, ein löngerer Rundweg im Feuchtgebiet an der Nsumo Pan. Bis dahin haben wir es nicht mehr geschafft, aber dort sollen die Bedingungen zur Vogelbeobachtung und auch für das Antreffen von Großwild wohl am besten sein.

Aber egal ob wir in Kwamalibali, Kumahlala, Kubube oder Kumasinga waren: Trotz leiser Annäherung und Geduld wollte sich kaum ein Tier beobachten lassen und die Wasserlöcher lagen verlassen vor uns. Einige kleinere, unscheinbare Vögel und eine Gruppe Äffchen waren die einzigen Lebewesen, die wir an den Hides zu sehen bekamen. Und natürlich jede Menge Insekten.

Wirklich gewundert hat uns das nicht, stand doch extra auf unserer Karte, die beste Zeit in den trockenen Monaten sei zwischen 9:00 und 12:00 Uhr, also am Vormittag. In der feuchteren, heißen Zeit zwischen November und März ist wieder die Zeit der Dämmerung günstiger.

Fazit: Mkuzi muss man sich mit mehr Zeit anschauen und am besten vor Ort übernachten, damit man am frühen Morgen oder am späten Nachmittag noch mal zu den Hides fahren kann und auch Zeit hat für die weiter entfernte Nsumo Pan und den 3 Km langen Wanderweg durch den Feigenwald am Nsumo Hide.


Google Map zum Thema

Mkuzi


Größere Kartenansicht

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