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ROYAL NATAL NATIONAL PARK

Im Norden der Drakensberge liegt der älteste Naturpark der Region, der Royal Natal National Park. Zusammen mit dem angrenzenden Rugged-Glen Nature Reserve ein 88 km² großes Gelände im wohl schönsten Teil der Drakensberge und ein Erlebnis für alle Naturliebhaber.

Der Park wurde schon 1916 eingerichtet und erhielt den königlichen Zusatz zum Namen im Jahr 1947, als die Teenaager-Kronprinzessin Elisabeth hier einmal ein paar Urlaubstage verbrachte.

  Der höchste Gipfel jenseits der Abbruchkante ist der Mount-aux-Sources (3.282 m), der "Berg der Quellen". Den Namen bekam er von zwei wanderfreudigen französischen Missionaren, die 1837 bei einem Ausflug bis hinauf an die Kante des Steilabbruchs herausfanden, das hier die fünf wichtigen Flüsse der Region entspringen. Dort oben befindet sich auch die kontinentale Wasserscheide zwischen dem Tugela und dem 2.000 km langen Oranje River.

      Das "Dach Südafrikas" zieht alljährlich Tausende von Besuchern an. Der Park ist ein beliebter Standort für Bergsteiger und Bergwanderer, es gibt auch zahlreiche Wanderwege. Jeder Wanderer findet hier Strecken mit für ihn passender Länge und Herausforderung, der Aufstieg zum Plateau selbst hat natürlich den höchsten Schwierigkeitsgrad aller angebotenen Routen.

Beste Zeit für Wanderungen sind Frühling und Herbst: klare, sonnige Tage mit geringer Luftfeuchtigkeit und kalte Nächte. Im Sommer ist es zu schwül und regnerisch, im Winter liegt Schnee. Mit heftigen Wetterumschwüngen ist in dieser Hochgebirgsregion allerdings das ganze Jahr zu rechnen.

Es gibt sehr gute Wanderkarten, die man in den Curioshops der Umgebung kaufen kann. Herausgegeben von www.kznwildlife.com ist es die Hiking Map No.1 - Royal Natal - Rugged Glen - Mweni. Dort sind auch die Wanderwege auf dem Rand des Escarpments ab Sentinel Car Park mit Anfahrt durch Free State eingezeichnet.

Es werden auch von Rangern geführte Wanderungen angeboten und sogar Ausflüge hoch zu Ross. Der Park bietet für jeden etwas, das Camp und die Campingplätze mit ihrer hervorragenden Lage und Aussicht sind ist daher sehr beliebt und oft weit im Vorraus ausgebucht. Campen kann man auf zwei Plätzen: einmal am Mahai Bergbach mit 400 Stellplätzen und allem Comfort, sowie auf 45 Stellplätzen auf dem Campingplatz Rugged Glen.

Das Tendele Camp bietet Bungalows, Chalets und Cottages und ist sehr weit im Vorraus ausgebucht. Spitzenzeiten in den Ferien werden sogar jährlich verlost. Verpflegung muss mitgebracht werden, Köche zum Zubereiten stehen zur Verfügung. Einige private Hotels und Lodges für höhere Komfortansprüche liegen in der Umgebung des Parks.

Das Amphitheater

Der sicherlich spektakulärste und meist fotografierte Teil der Drakensberge ist ohne Zweifel die gewaltige Felswand des Amphitheaters mitten im Royal Natal National Park.

Das ist eine 500 m hohe, senkrecht abfallende Felswand, die sich 5 km lang zwischen den beiden Gipfeln des Sentinel und Eastern Buttress erstreckt - Buttress heißt soviel wie "Stützpfeiler". Über die mächtige Abbruchkante stürzt der Tugela River über 800 m tief ins Tal und ist somit der dritthöchste Wasserfall der Welt. Über mehrere Stufen fällt er in die Tiefe und sein Lauf folgt danach zuerst einer malerischen, engen Klamm. Dann tritt der Fluss seine 330 km lange Reise quer durch Kwazulu Natal bis zur Mündung in den Indischen Ozean an.

Der Tugela River Walk ist der bekannteste und beliebteste Wanderweg im Tal mit herrlichen Aussichten und wirklich beeindruckender Natur. Wir sind ihn fast bis zum Ende gegangen und haben der sehr empfehlenswerten Tour eine eigene Seite gewidmet.

Flora und Fauna

Ein Großteil des Royal Natal National Park ist mit Grasland bedeckt, das seine Farbe mit den Jahreszeiten wechselt. Wir waren im Mai dort und es war sehr trocken in der Region, da es im Sommer 2002 extrem wenig geregnet hatte. Dem entsprechend war das Gras trocken und braun und auch die Flüsse führten wenig Wasser. Saftiggrün steht das Gras dagegen hier im Sommer, dann ziehen aber leider auch oft mächtige Gewitterfronten über das Land. Es regnet oft und es ist sehr schwül, nicht gerade ideal zum Wandern. Die meisten Bilder mit grünem Vordergrund, die man in den Prospekten findet, entstanden in dieser Jahreszeit.

Im Frühling explodieren dann die vom Winter gebräunten Grasebenen in einem wahren Farbenrausch, wenn die Blumen anfangen zu blühen. Das sind meist Zwiebel- und Knollengewächse, die im Frühling spriessen können bevor das Gras hochkommt und die Blumen Überholt. Eine langstieligere Gruppe kann mit dem Gras Konkurrieren und blüht dann im Spätsommer und im Herbst.

6 verschiedene Proteenarten bilden an den Steilwänden zwischen 1.400 und 1.800 Metern Höhe die häufigste Pflanzengemeinschaft. Die seltenste Art ist die Protea nubigena, die erst 1996 entdeckt wurde und in über 2.500 Meter Höhe meist in Wolken, Nebel und Frost eingehüllt nur unterhalb des Sentinels wächst.

Auch viele Tiere sind hier mit ein wenig Glück zu entdecken, auch wenn diese Region nicht primär ein Wildbeobachtungsziel ist. An den Campingplätzen tummeln sich Horden von Perlhühnern und die neugierigen Paviane, von denen es hier etliche kleinere Familienverbände gibt - hochgebirgstauglich mit einem dichten, wolligen Fell. In den Ebenen leben unter anderem Elenantilopen, Zebras, Bergriedböcke und vor allem viele verschiedene Vogelarten.

Auch Reptilien sind reich vertreten, 21 Schlangenarten kommen im Park vor. Sie sind aber sehr scheu und nur selten zu sehen, zwei davon sind hochggiftig: die Puffotter und die Ringhalskobra. Wir lieben besonders die verschiedenen Echsenarten, mit Glück entdeckt man hier Skinke, Chamäleons, Gekkos, Glattechsen, Agamen und Warane.

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Royal Natal


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