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Strandspaziergang

CAPE VIDAL

Cape Vidal liegt ca. 25 Km nördlich von St. Lucia entfernt und eignet sich sehr gut als Ziel für einen Tagesausflug. Die Park-Einfahrt befindet sich schon ca. zwei km nördlich von St.Lucia und man erreicht hier die Mfabeni Section des Greater St.Lucia Wetland Park. Die zieht sich von St.Lucia bis zur im Norden angrenzenden Tewate Wilderness Area.

Wer hier gleich Wildlife erwartet, der wird vielleicht enttäuscht, denn die ersten Kilometer sieht man erst einmal Waldwirtschaft, abgeholzte Bäume und es kommen einem riesige Laster mit Stämmen entgegen. So hatten wir uns ein Schutzgebiet eher nicht vorgestellt. Für uns hatte es aber den Anschein, als würden große Flächen des Tieflands, die seit Jahrzehnten mit Nadelholz aufgeforstet waren, jetzt wieder in Feuchtgebiet zurückgewandelt, um dem Anspruch als World Heritage Site gerecht zu werden.

Die Straße nach Cape Vidal scheint ziemlich frisch asphaltiert und die Einheimischen rasen schnell ihrem Ziel entgegen. Es lohnt sich aber durchaus langsamer zu fahren, auch mal anzuhalten und nach rechts und links zu schauen. Auf dem Hinweg sahen wir grasende Nashörner und auch einige Raubvögel, die auf den Masten entlöang der Straße sassen.

Besonders bekannt ist diese Region weger der hohen, bewaldeten Dünen die als zweithöchste der Welt gelten. Riedböcke, Rotduiker, Spitzmaulnashörner, Impalas und Büffel fühlen sich hier wohl.

Rechterhand liegt die Abzweigung zu den Mission Rocks, ein bei Anglern sehr beliebter, felsiger Küstenabschnitt mit schattigen Picknickplätzen im Dünenwald.

Von hier aus sind es nur noch 26 Kilometer bis Cape Vidal, im Wald davor machen Schilder auf die hier lebenden Samango Affen aufmerksam.

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Michael am Strand
Möwe

Am Strand

Der Strand von Cape Vidal ist weitläufig, weiß und wunderschön. Man teilt sich die Pracht mit wenigen anderen Menschen, denn angeblich darf nur eine bestimme Anzahl Fahrzeuge am Tag hierher. Wie viele es genau sind, konnten wir aber nicht herausfinden. Gemessen wird dies allerdings schon am Parkeingang bei St.Lucia, so muss man die 66 Km hin und zurück nicht umsonst fahren.

Man parkt auf dem großen Parkplatz im Schatten von bewaldeten Dünen. Hier befinden sich Toiletten und die Rangerstation. Selbstversorger übernachten in einer der Hütten im nahegelegenen Bhangazi Bushcamp oder auf dem angeschlossenen Campingplatz.

Wanderwege erschließen die von Bebauung verschonte Küstenregion. Man kann wählen zwischen dem 7 Km langen Mvubu Trail, dem einfachen einstündigen Imboma Wetlands Trail oder man nimmt an geführten Wanderungen in die Tewate Wilderness Area teil.

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Wir genossen einen Tag am Strand, der sich hervorragend für längere Wanderungen eignet. Wir hatten Traumwetter mit blauem Himmel. Die Küste ist hier durch ein vorgelagertes Riff geschützt, so kann man gefahrlos schwimmen. Schnorchler kommen ebenfalls auf ihre Kosten und schon wenige Meter im Wasser sieht man unzähliche bunte Fische.

Sandabschnitte wechseln sich ab mit Felsküste und interessanten Tidenpools, in denen man eine reiche Artenvielfalt beobachten kann. Wir hielten uns stundenlang damit auf, die scheuen Krebse und das kleine Getier in den Tidenpools zu beobachten. Immer misstrauisch beäugt von den überall herumsitzenden hübschen Möwen mit roten Beinen und Schnäbeln und grauen Gesichtern.

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KrebsFelsenpools
Am MeerSand und Fels

Kleine Schleife

Auf dem Weg von Cape Vidal zurück nach St.Lucia lohnt es sich durchaus eine kleine Schleife nach rechts in die Wetlands zu fahren und nicht dem asphaltierten Hauptweg zu folgen.

Warnung vor dem Laster

Dazu folgt man etwa drei Kilometer südlich von Cape Vidal der Beschilderung zum Bhangazi Bushcamp. Der Weg führt durch idyllisches Dickicht, wir scheuchten einige Grüne Meerkatzen, Riedböcke und Wasserböcke auf. Steigt man aus, so hat man rechts einen schönen Blick auf den Lake Bhangazi South mit seinem blenden weißen Strand und mit Glück auf einige Krokodile. Nach links ist die Landschaft recht sumpfig, der Fahrspur ist hier zum Teil mit zwei Reihen Gehwegplatten befestigt.

Nach weiteren drei Kilometern passiert man die Einfahrt zu Buschcamp und lässt es rechts liegen. Die Straße verläuft nun noch 15,5 Km entlang der Mfabeni Sümpfe. Wir sahen in der offenen Ebene allerdings nur wenig Wildlife und Schilder machten überall auf plötzliches Auftauchen der schweren Holzlaster aufmerksam, die hier Vorfahrt haben.

Wenn man Glück hat, dann sieht man die seltene Weiskehl-Meerkatze mit ihrem dunkelbraunem Gesicht und weißem Kehlhaar. Eine dieser Affenbanden tobte vor unserem Auto aus dem Busch und über die Straße, viel zu schnell um mit einem Foto zu reagieren, und verschwand wieder im Dickicht vom Flussufer des Nkazama Steam.

Außer einigen Riedböcken haben wir in der weiten Landschaft dann noch einige Zebras gesehen. Der kleine Rundweg endet wieder auf dem Asphalt der Hauptstraße, wo direkt vor unserem Autos zwei misstrauisch dreinblickende Nashörner im Abendlicht die Straße überquerten.

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Komm, wir gehen...
Was ist das für ein weißes Ding?

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Cape Vidal


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