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WEENEN GAME RESERVE

Das Weenen Game Reserve liegt 25 km nordöstlich von Estcourt und weit abseits aller Touristenrouten. Trotzdem ist es von der N 3 aus gut zu erreichen. Als wir im Mai dorthin kamen waren wir die ersten Europäer seit Tagen, was man beim Blättern im Registrierungsbuch sehen konnte. Sicherlich ist das 1975 gegründete, 5.003 ha große Reservat nicht vergleichbar einem der andern großen und berühmten Parks in Natal, aber was an Größe fehlt wird hier durch die Vielfalt der Landschaftsformen und die Ruhe ausgeglichen.

Eine knapp 40 km lange unasphaltierte, aber gut zu befahrende Straße führt durch das Gebiet. An einigen Stellen gibt es Abzweigungen zu Aussichtspunkten oder Wasserlöchern. Auch ausgewiesene 4x4 und Mountainbike Routen werden hier geboten, dazu Ausflüge in der Gruppe auf Pferderücken. Wer hier selbst fährt bekommt ein schönes Heftchen in schwarz-weiß mit vielen Beschreibungen und einer Karte. Dort findet man auch historische und naturkundliche Erklärungen zu einem Rundkurs mit 14 markanten Punkten.

Zum Übernachten stehen Campingplätze und einfache Hütten zur Verfügung, Reservierungen der Hütten und Permits für die Wanderwege bekommt man direkt beim Officer-in-Charge, P.O.Box 122, Weenen, 3325, Telefon: (036) 354-7013.

Rundfahrt

Von Estcourt aus folgt man erst 3 km der Colenso Road nach Norden in Richtung Frere und Colenso, dann geht es rechts ab nach Weenen. Ziemlich am Ende der 25 km langen Weenen Road passiert man schon den Zaun zum Game Reserve, denn die Straße teilt hier den westlichen Zipfel des Reservats. Ein starkes Grid in der neuen Straße trennt Nutzvieh von Wildtieren, wenn es auch zwischen der Straße und ausgewiesenen Wildgebiet noch einen weiteren Zaun gibt. Der gleichnamige Ort Weenen liegt nochmals 8 Kilometer weiter rechts ab an der R 74.

Kurz vor der Kreuzung mit der R 74 geht es etwas überraschend rechts rein zum Gate und zur Reception. Das Gate ist im Sommer (Oktober-März) von 5:00-19:00 Uhr geöffnet und im Winter (April-September) vom 6:00-18:00Uhr. Hier zahlt man einen kleinen Eintritt und kann sich dann mit dem eigenen Auto frei im Game Reserve bewegen.

Weenen ist unser Tipp, da weitgehend unbekannt. Verständlich, weil die meisten Besucher nur auf der Suche nach den "Big Five" sind, die es hier nicht gibt. Dafür sieht man eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit dichtem Buschwerk, Savannen mit Schirmakazien, Felslandschaften mit riesigen Kakteen und hat teilweise tolle Ausblicke in die Landschaft der Battlefields.

Nicht zu vergessen die Tiere, denn auch hier sieht man Rhinos, Giraffen, Klippspringer, Hyänen, zahlreiche Affen und Antilopen - insgesamt wurden 35 Säugetierarten gezählt. Ausserdem natürlich 267 Vogelarten und unzählige Insekten. Auffällig sind auch die zahlreichen Termitenhügel.

Wir bleiben in Weenen bis zum Sonnenuntergang, denn das Licht war zu später Stunde besonders schön. Dann mussten wir im Dunkeln über Estcourt wieder zurück zu unserer gemütlichen Unterkunft, dem Hawklee Country House.

Trails

Im Game Reserve gibt es einige Wasserlöcher, an denen sich mit Glück Tiere beobachten lassen. Ausserdem kann man hier auch ein wenig laufen, so zum Beispiel auf dem Impofu Trail. Er startet am Campingplatz neben dem Gate und führt 2 km durch Dornbuschsavanne zu einem kleinen Damm.

Der Beacon View Trail ist 3 Kilometer lang und führt von der Mtunzini Picnic Site zu einem Aussichtspunkt. Hier kann man das Auto auf eigenes Risiko verlasssen, der Name bedeutet auf Zulu "Schatten". Vom Viewpoint blickt man hier auf Teile des Reservats, den Bushmans's River und auf das angrenzende Farmland im Weenen Valley.

Geführte 2-3stündige Wanderungen mit Rangern und maximal 8 Leuten kann man ebenfalls hier buchen, dann steht man mit Glück vielleicht einem Rhinozeros gegenüber. Wir hatten die Gelegenheit auch aus dem Autofenster heraus, plötzlich stand ein Breitmaulnashorn, ein "white rhino" auf der anderen Seite eines tief eingeschnittenen Bachbetts am Hang und glotzte uns an. Aber nicht lange, nach 5 Sekunden zeigte es uns nur noch sein Hinterteil und wedelte mit dem kurzen Schwänzchen. Aber ich war vorbereitet und schnell genug mit der Kamera!

Es gibt etwa mitten im Reservat noch einen wunderbaren Game Hide an einem großen Wasserloch, wir wären fast daran vorbeigefahren. Unten auf dem Foto ist der Eingang zu sehen. Vom einem Parkplatz mit einigen Schattenplätzen aus geht man leise durch einen etwa 100 Meter langen schmalen gewundenen Gang, der rechts und links mit Wänden aus Reet, Ästen und Bambus als Sichtschutz versehen wurde.

Zum Schluss geht es ein paar Schritte über einen Damm ans Wasserloch, wo zwei Pfahlbauten am Ufer mit Dach und verschließbaren Sichtluken viel Platz bieten. Dort sind Bänke und man kann sich ganz in Ruhe hinsetzen und die Tiere am Wasser beobachten. Einfache Toiletten stehen hier ebenfalls zur Verfügung. Besonders interessant ist dies natürlich für die Gäste des Camps, die hier am frühen Morgen und am späten Nachmittag die besten Chancen haben. Aber in der Winterzeit kommen die Tiere hier wohl auch Mittags zum Saufen.

Google Map zum Thema

Estcourt und Weenen


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