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DIE WETLANDS

Die oberen Bilder auf dieser Seite stammen aus dem Jahr 2004, als wir das erste Mal bei schönem Wetter vor Ort waren. Im Oktober 2012 kamen wir wieder,neuere Bilder von der Meeresküste findet Ihr auf der Seite Strand und unten. Auf dem Weg zum Cape Vidal gibt es viele neue Attraktionen und Hides, mehr dazu auf den neuen Seiten Rundfahrt und Hides.

Der iSimangaliso Wetland Park liegt rund um eine ca. 60 Km lange Flussmündung, die hier als Lagune längs der Küste verläuft und nur durch einen Dünensaum und flaches Sumpfland vom Meer getrennt ist. Der Lake St.Lucia ist zwei bis acht Kilometer breit, kaum tiefer als einen Meter und 40 Kilometer lang. Über die Narrows, einem 20 Kilometer langen Kanal im Gezeitenbereich, ist der See mit dem Meer verbunden. Die trichterförmige Mündung wird periodisch mit Schwemmsand und Schlick versiegelt, so das der Salzgehalt stark variiert. Durch Verdunstung liegt er oft beim dreifachen Salzgehalt von Meerwasser.

Im Dezember 1999 wurde der Greater St.Lucia Wetland Park durch die UNESCO als Weltnaturlandschaft anerkannt. Dieser Status als World Heritage Site bescheinigt dem Gebiet einen einmaligen universellen Wert. Ab 2007 wurde der Park umbenannt und heißt nun offiziell: iSimangaliso Wetland Park. Isimangaliso ist Zulu und bedeutet "wunderbarer Ort". So kann man das Schutzgebiet vom gleichnamigen See und Ort unterscheiden. Mit dem eigenständigen Namen wurden auch die Grenzen erweitert. geschützt sind nun ca. ein Drittel der Küstenlinieder Provinz, inklusive das Mkuze Game Reserve, die Sodwana Bay, Lake Sibaya und Kosi Bay an der Grenze zu Mozambique.

Das Schutzgebiet erstreckt sich vom St. Lucia Estuary nordwärts bis zur Grenze von Mozambique, westwärts bis zur Umbombo- und Lebombo-Kette und umfasst 250.000 ha ungezähmte Natur. Hier gibt es nur wenige Straßen und kaum Unterkünfte.

Die teilweise bewaldeten, riesigen Dünen zählen zu den Höchsten in der Welt. Im Landesinneren findet man Sümpfe, Papyrusdickicht, Palmenwald, Sandboden und Mangrovenwälder, wir sahen auch weite Abholzflächen mit Baumstümpfen auf dem Weg nach Cape Vidal - eine Hinterlassenschaft der Holzindustrie.

Das Besondere an dieser Region ist der Zusammenfluss von Salzwasser und Süßwasser. So entsteht ein reichhaltiges Nahrungsangebot für zahlreiche Fischarten, die wiederum als Futter für Vögel aller Art dienen.

Um die reiche Unterwasserwelt zu bewahren, wurde vor der Küste das größte Marine-Resrevat Afrikas eingerichtet, das sich vom Cape Vidal nordwärts bis nach Mozambique zieht und bis zu 5,6 Kilometer ins Meer hereinreicht. Die Sondwana Bay mit ihren Korallenriffen gilt als das beste Tauchrevier vor der südafrikanischen Küste. Das Wasser wird hier vom Agulhas-Strom aufgewämt und so entstanden die am weitesten südlich gelegenen Korallenriffe der Welt.

In die Schlagzeilen kam die Region im September 2002 als der Frachter Jolly Rubino brennend auf eine Sandbank vor der Küste aufgelaufen und leck geschlagen war. Das empfindliche und reiche Ökosystem war bedroht.


Wildlife

Die warmen Strömungen des nahrungsreichen Indischen Ozeans locken zahlreiche Angler an und das Aufeinandertreffen von See und Sand ist atemberaubend schön. Entlang der Küste, so vor Kosi Bay, Sondwana Bay und bei Cape Vidal gibt es Korallenriffe, die zum Schnorcheln oder Tauchen einladen.

An einige Strandabschnitte kommen jedes Jahr zwischen Januar und Februar bis zu 900 kg schwere Lederschildkröten (Giant leatherback turtles) zur Eiablage. Die Strände vor Maputaland sind die wichtigste Brutstätte im südlichen Indischen Ozean. Auch andere Meeresschildkröten brüten hier wie die Karettschildkröte, die Hawksbill sowie die Green und Olive Ridley Turtle.

Berühmt sind die Wetlands auch für die hier sehr zahlreich lebenden Flusspferde. Über 800 Tiere halten sich vorwiegend am Ostrand des Sees und in den Narrows auf. Bootstouren führen die Touristen nah an die mächtigen Tiere heran, die zu den gefährlichsten in Afrika zählen.

Auch sehr viele Krokodile findet man hier, mehr als irgendwo anders in Südafrika. Es sollen weit über 1.500 sein, wobei nur die erfasst werden, die länger als einen Meter sind. Der Nilwaran liebt Krokodileier und ist daher ebenfalls häufig anzutreffen. In den Savannen im Westen leben Meerkatzen, Nashörner, Büffel und Leoparden.

Am abwechslungsreichsten ist die Vogelwelt in dieser Region. In den verschiedenen Biotopen dieses einzigartigen Naturschutzgebietes sind über 500 Vogelarten beheimatet. Viele Reiherarten, zwei Flamingoarten, und der hübsche Rosapelikan versammeln sich hier zu Brutkolonien. Auch die Schreiseeadler sind mit zahlreichen Brutpaaren in der Region ansässig und so viele andere große und kleine Arten die man unmöglich alle aufzählen kann. Dann verfügt der Park auch noch über die höchste Dichte an Amphibien und man auf der Meeresseite Buckelwale sehen. Zum Welterbe hat die UNESCO das Sumpfgebiet i aber wegen kleinerer Bewohner erklärt. Der berühmteste von ihnen ist das nur 10 cm lange Zwerg-Chamäleon.

Eine Wildhüter-Station liegt bei Mission Rocks. Von hier aus werden auch Wildniss-Wanderungen durchgeführt, zum Beispiel auf dem Guided Wetland Walk. Unter Führung eines bewaffneten Rangers geht es durch Küstenwald, Sumpfland und Grassland und man kommt nah an die hier lebenden Tiere heran.

Hier auf der Seite seht ihr noch einmal die zwei Breitmaulnashörner, die 2004 vor unserem Auto die Straße überquerten, sowie einige Wasserböcke am Lake Bhangazi South und einen braunen Schlangenadler auf einem Strommast an der Straße nach St.Lucia.





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St.Lucia Wetlands


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