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ROBBERG 3

Rechts und links vom Pfad blüht und grünt auf dem Kamm der Robberg Halbinsel üppiger Küstenfynbos. Zwischendurch stapft man jetzt immer öfter durch tiefen, weichen Sand. Hier leben kleinere Säugetiere wie der etwa meerschweingroße Kap-Strandgräber (Cape Dune Molerat), der die Lippen hinter den Schneidezähnen hat wie ein Mull, oder die kleinste Antilope, der Blauducker. Allerdings hat man kaum Chancen, die scheuen Tiere zu sehen, vielleicht findet man ein paar Spuren oder Kothaufen. Vor allem zeigen sie sich nicht, wenn bei schönem Wetter hier alle paar Minuten Wanderer vorbei kommen.

Endlich erreicht man etwa in der Mitte der Halbinsel die große Düne, auch Witsand genannt. Hier muss man sich dann entscheiden: den Weg weiter laufen um die gesamte Halbinsel herum, oder abkürzen zum Strand hinunter. Letzteres haben wir zwei Mal gemacht. Für den weiten Weg reicht unsere Kondition nicht aus und wir waren auch immer viel zu spät und vor allem viel zu langsam unterwegs.

Die "climbing-falling dune" von Witsand versorgt die Strände in Bucht von Plettenberg Bay mit feinem, weißen Sand. Sie ist eine von sieben gleichartiger Dünen an der ganzen Südküste. Der Wind treibt den Sand vom Strand 80 Meter den Berg hinauf, bevor er über den Kamm weggeblasen wird und zum Teil unten am Steilhang einen neuen Haufen bildet. Da der Fels unter dem Sand stabil stehen bleibt ist es keine Wanderdüne.

Die Kraft des Windes merkt man hier ganz deutlich, an diesem heissen Tag war es aber eher angenehm hier oben ein wenig durchgepustet zu werden. An kalten Tagen eher weniger schön, bei unserem ersten Besuch hatten wir hier noch die Jacken angezogen. Jetzt standen wir schwitzend und außer Atem oben in der Sonne.

Wagemutige können hier wieder ganz dicht an die Kante heran, hier ist es allerdings sehr gefährlich und Hinweisschilder erinnern daran. Wer hier fällt, der fällt 80 Meter tief. Und ob man unten einen Sandhaufen oder Felsen trifft ist halt Glücksache. Der Wanderweg, sofern man nicht weiter um die Ostspitze herum will, führt nun über weichen Sand ziemlich steil wieder herunter in Richtung gegenüberliegende Südküste.

Beim steilen Abstieg sollte man darauf achten, nicht das fragile Pflanzensystem, welches auf der Düne wächst, zu beschädigen und unbedingt auf dem geraden Weg bleiben. Die Füße sinken im weichen Sand tief ein, das Gehen ist hier sehr anstrengend. Das letzte Stück ist besonders steil. Immer wieder muss man stehen bleiben und die wunderschöne Aussicht genießen.

Unten am Strand angekommen, leert man erst mal die Schuhe, die sicher voller Sand sind. Auch von hier unten bietet die Düne ein beeindruckendes Bild.




Am Traumstrand

Es macht Spass hier herunterzulaufen, auch wenn das Gehen auf dem weichen Sand durchaus anstrengend ist. Unten angekommen kann man sich an einem wahren Traumstrand erst einmal eine längere Pause gönnen. In einer Bucht an der linken Seite liegt die Hütte "The Fountain Shack", die man für Übernachtungen mieten kann. Allerdings muss man dann alles, was man braucht, zu Fuß zwei Stunden hierher schleppen und allen Abfall wieder mitnehmen. Es gibt vier Etagenbetten für 8 Persomen, Solarstrom, ein Badezimmer mit Außendusche und Solar-Geysir und in der Küche Gasflaschen mit Herdplatte, Geschirr und Besteck. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt, Feuerholz für den Grill muss man selbst bringen.

An diesem Küstenabschnit wurde hinter einer Felsinsel vom Meer der weiße Sand angelagert und zu zwei halbmondförmigen Buchten geformt. Eine seltene geologische Formation, die Tombolo genannt wird. Die zwei sich gegenüberliegenden Buchten werden durch die Wellen des Meeres erzeugt, welche sich durch die vorgelagerte Insel teilen und sich hinter dieser wieder vereinen möchten. Auf der rechten Seite brechen sich die Wellen, es gibt eine gefährliche Strömung in Richtung See. Auf der anderen dem Wind abgewandten Seite lockt ein herrliches Stückchen Strand mit ruhigem Meer zum Bad.

Am Strand ist eine Menge los, damit meine ich nicht nur die Touristen. Zahlreiche Wasservögel nutzen ihn für eine Rast. Wenn man eine Weile still auf einem Sandfleck zwischen den Pionierpflanzen liegen bleibt und sich in der Sonne wieder aufwärmt, so kommen die nervösen Strand-Kiebize (white fronted plover) auf der Suche nach Insekten bis aus wenige Meter heran. An der Wasserkante sitzen Möwen, Kormorane, Austernfischer und Sandregenpfeiffer.




The Island

Während ich fix und fertig und mit schmerzenden Fersen am Strand sass und mich für den Rückweg ausruhte, hatte Michael noch genug Energie um den kleinen Rundweg über das Felsplateau rund um die felsige Insel zu laufen. Sie ragt direkt neben dem Strand auf und steile Holzstufen führen hinauf. Ein Holzpfad führt um die Insel herum und zu einigen Aussichtspunkten.

Auf dem Felseneiland ist im Frühling die Kinderstube der Möwen und Kormorane, alles ist dann weiß von Tieren und Guano. Der Plankenweg hier ist zum Schutz der Tiere angelegt, damit man nicht quer durch die Brutkolonie läuft. Bei unserem Besuch im März war davon nichts zu sehen, dafür entdeckte Michael einige hübsche Echsen und Schmetterlinge. Auch die Aussicht auf die vorgelagerten Felsenpools und die ankommenden Wellen ist sehr schön. An einer exponierten Stelle sah es so aus als endete ein Abstecher des Weges in einer Art Startrampe für Paraglider.

Nach einer Pause geht es dann das letzte Stück zurück in Richtung "The Gap" und Parkplatz.

Hier geht es zum letzte Teil der Wanderung.




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Strand

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