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BUITENVERWACHTING

 Lage und Ambiente: Das mehrfach preisgekrönte Restaurant des Weingutes Buitenverwachting gehört mit Sicherheit zu den ersten Adressen für Gourmets am Kap. Die Renaissance der Constantia Weine sind entscheidend dem Weingut Buitenverwachting zu verdanken. Auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat hier hohe Priorität. Nach dem Kauf der ziemlich abgewirtschafteten Farm im Jahre 1981 wurde für die Familien der schwarzen Angestellten und Arbeiter eine kleine Siedlung im ländlichen Stil errichtet, in der es an nichts fehlt, es gibt Gesellschaftsräume, einen eigenen Kindergarten und sogar eine kleine Ambulanz.

Buitenverwachting hat die Bedeutung "Jenseits aller Erwartungen" und schon bei der Anfahrt zum Restaurant durch Alleen aus knorrigen Eichen, inmitten weitläufiger, von schnurgeraden Rebenreihen überzogener Weinberge kann man nachvollziehen, warum dieser Name gewählt wurde. Die Straße führt, gut beschildert, eine ganze Weile lang um einige Ecken über das Gutsgelände bis zum Parkplatz neben dem Restaurant.

Die Einrichtung ist sehr gediegen, es gibt einen Barraum, eine Raucherlounge und wir hatten das große Glück im wunderschönen Wintergarten zu sitzen. Hier gibt es eine riesige Glasfront mit Blick auf die Weinberge, die nach Einbruch der Dunkelheit mit einem Scheinwerfer beleuchtet werden. Man glaubt kaum, hier in einer Millionenstadt zu sitzen.

Die Tische haben sehr großen Abstand voneinander, man sitzt hier nicht sehr dicht am Nachbarn. Angenehm für leise geführte private Unterhaltungen und viel Raum für den Service rund um den Tisch. Die Getränke werden auf einem kleinen Nebentisch im Rücken der Gäste abgestellt, so dass sie auf dem Tisch nicht stören.

 Getränke: 4 Wochen lang haben wir einen bestimmten Wein gesucht, hier im Buitenverwachting haben wir ihn im Januar 2002 dann endlich gefunden.

Die Weinkarte ist sehr umfangreich und sehr gut, wir konnten uns kaum entscheiden. Doch dann entdeckten wir das Objekt der Begierde: einen 1999er De Toren "Fusion V" (stand mit kleinem Tippfehler als Fusion VI auf der Weinkarte :-) ).Da dieser Wein beim Produzenten ausverkauft war hat sich das Buitenverwachting für seine Gäste eine gewisse Menge in ganz normalen Bottle Shops zusammengekauft.

Dieser Wein hat alle unsere Erwartungen hervorragend erfüllt. Nach dem Essen gab es dann noch einen Wilderer Birnenbrand für Ingrid und einen Capuccino für Michael.

 Essen: Seit August 1998 führt Edgar Osojnik die kulinarische Linie. Die Bandbreite der Speisen ist groß und reicht von ausgefallenen internationalen Leckereien bis zu traditionellen südafrikanischen Gerichten.

Besonders hervorzuheben sind die kleinen Zwischengänge. Es fing schon mit dem Amuse Geule an, einer wohlschmeckenden Kleinigkeit, die Lust machte auf mehr.

Als Starter kamen dann die bestellten Kudu Paillards auf Teigplätzchen mit Rote Beete und Früchten. Und für Michael Wachtel-Saltimbocca karamelisiert auf Keks mit grünem Spargel und Salat. Diese Vorspeisen waren ziemlich üppig und geschmacklich interessant.

Dann hatten wir uns für Thunfisch und Springbockfilet "Two Ways" entschieden. Dekoration, Zubereitung und Geschmack waren vom Feinsten.

Vor dem Dessert wurde wieder ein Mini-Zwischengang serviert: Ein Löffelchen hausgemachtes Erdbeer-Joghurteis. Dann kam für Michael ein herrliches Himbeer-Souffle auf Mandelpudding und Waffel - sagenhaft! Auf der Karte stand "give 35 Minutes", es dauerte aber doch nur etwas mehr als 10 Minuten. Aber so ein Souflee kann ja auch mal misslingen, daher die Kulanzzeit...

Ingrids Nachspeise war eine raffinierte Bananroulade mit Passionsfruchtcreme im Teigmantel. Für solche Köstlichkeiten sollte man sich auf jeden Fall noch Platz im Magen lassen.

Doch damit nicht genug, vor dem Kaffee kam noch eine Auswahl an herrlichen Schokoladen und Pralines...

 Service: Der Service war teilweise deutschsprachig, dezent und hervorragend geschult. Alles vom Feinsten, wir haben uns rundum wohlgefühlt und würden sofort wiederkommen.

 Kosten: Die Rechnung betrug inklusive Trinkgeld 800 Rand, mit einem Weinanteil von 235 Rand.

 Kontakt: Klein Constantia Road, Constantia, Telefon: 021-794-3522.

Ohne Reservierung läuft hier nichts, das Lokal ist zur Hauptsaison schon mehrere Wochen im Voraus komplett ausgebucht. Also rechtzeitig um eine Reservierung kümmern, am besten über die Unterkunft. Am Nachmittag des reservierten Tages wird bei der Unterkunft angerufen, zur Bestätigung der Reservierung.

Mehr Infos, die Menükarte und Fotos bei Eating Out.

 Lage und Ambiente: Auf dem Weingut oberhalb von Constantia wird auch mittags zum Lunch beste Qualität geboten, nur ist es dann nicht so voll und man bekommt auch noch kurzfristig einen Tisch. Ausserdem kann man in ruhe die wunderschöne Umgebung genießen. Unser Tisch im Wintergarten war wie vor 3 Jahren sehr großzügig, aber auch der Innenraum war sehr geschmackvoll und mit neuen Stühlen ausgestattet.

 Getränke: Offene Weine gibt es im Buitenverwachting nur vom Weingut selnst, Fremdweine nur als ganze Flasche.

Zum Essen hatten wir im März 2005 zwei Glas Gewürztraminer und je einmal Cabernet Sauvignon und Malbec, jeweils vom Weingut selbst. Letzter war aber geschmacklich gar nicht Ingrids Fall.

 Essen: Als Gruß aus der Küche bekamen wir an Spargel-Vinaigrette eine große Ravioli mit Yellotail-Fisch gefüllt - sehr lecker.

Ingrid nahm sich hier einmal 2 Vorspeisen: Ziegenkäse-Terrine, geschichtet und gewickelt mit verschiedenen Gemüsestreifen an Balsamicoschaum sowie Entenbrustscheiben an Rabarber-Flechtwerk, darauf Teig mit Pflaumenkonfit im Speckmantel, gekrönt von etwas Himbeersorbet. Optisch und geschmacklich zwei Kunstwerke, die man sieht, wenn man den Links folgt.

Michael hatte sich aus dem Degustationsmenue 4 Gänge zusammengestellt: Zu Beginn Tandori-Kingklip an Curry mit einer Reis-Linsen-Frühlingsrolle und einem leicht angemachten und angegarten Wirbel aus Möhren- und Weißkohlfäden. (kleines Bild rechts) Dann ein Sorbet, wobei Ingrid der Vollständigkeit halber kostenlos auch eines bekam.

Als Hauptgang eine zartrosa gegarte Lamm-Roulade mit Pflaumenkonfit gefüllt. Dazu etwas Rotkohl und ein Türmchen aus Kartoffelbrei und Kartoffelstückchen, welches ganz kurz frittiert war. Alles sehr lecker, allerdings waren die Portionen als Bestandteile eine größeren Menüs recht klein. Für Mittags aber gerade recht.

Zum Dessert bekam Ingrid Marsala-Zabaione, garniert mit frischen Früchten und Michael ein Türmchen aus zwei Lagen mürber Krokant, dazwischen etwas weißes Schokoladeneis und oben drauf etwas gebackene Mousse o Chocolat, noch warm, außen fest und innen flüssig. Zur Rechnung kamen noch einige sehr fein ausgearbeitete Pralines.

Optisch alles perfekt angerichtet und auch kulinarisch ein Gedicht.

 Service: Sehr freundlich, hilfsbereit und professionell, teilweise deutschsprachig. Gute Beratung und gutes Timing - mit den passenden Pausen würde man auch das Menü mit 6 Gängen schaffen. Ingrid bekam netterweise Michaels Zwischengang kostenlos dazu, einer der Rotweine - der Malbec - schmeckte uns gar nicht, als nach dem Probieren auch noch eine Fliege hinein fiel wurde er zurückgenommen und nicht berechnet.

 Kosten: Mit gutem Trinkgeld 800 Rand, das ist zwar recht viel und die teuerste Rechnung des Urlaubs, aber auch angemessen. Das Essen ist hier noch etwas teuerer als anderswo, dafür sind die Weinpreise etwas moderater, aber nicht sehr.

Unser positiver Eindruck vom ersten Besuch wurde jedenfalls auch bei Sonnenlicht noch mal bestätigt und das Buitenverwachting gehört nach wie vor zu unseren persönlichen TOP-3-Restaurants in Südafrika. (Neben dem Bosman´s und dem One.Waterfront).

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