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JOUBERT

 Lage und Ambiente: In der High Street Nummer 3 in Hermanus, etwas versteckt in der Parallelstraße zur Main Road im Zentrum liefen wir am Abend auf der Suche nach einem Restaurant am Joubert vorbei. Ein Blick auf die durchaus interessante Karte und die ruhige Atmosphäre mit einigen Gästen lockten uns herein.

Innen ist es übersichtlich und modern eingerichtet, mit Originalbildern an der Wand und einer großen Bar.

Das Lokal war im März 2005 erst 3 Monate geöffnet und bekommt erst ca. September 2005 die Alkohollizenz - 8 Monate Bürokratie - für selbst mitgebrachte Weine wird zur Zeit kein Korkgeld genommen sagte man uns.

Der etwas verwinkelte pastellfarbene Raum mit 9 schön eingedeckten Tischen wirkt schon etwas edler als das Familyrestaurant Rossis schräg gegenüber.

Joubert befindet sich im ehemaligen Wohnhaus des Winzers Bartho Eksteen, direkt angeschlossen ist ein Weinladen. Das junge Paar Lizé und Deon Joubert bewirtschaften es, Deon in der Küche und Lizé im Service zusammen mit einem jungen Kellner.

 Getränke: Die Geschichte des Weins in diesem Restaurant ist eine längere. Direkt am Anfang erklärte man uns die Problematik mit der fehlenden Lizenz. Leider hatten wir keinen eigenen Wein dabei, da wir spontan kamen.

Da kam das Angebot des Hauses gerade recht: nebenan sei ein Weinshop und man hätte von dort eine limitierte Auswahl an Weinen für die Gäste, ohne Korkgeld. Wir wollten einen Roten und der Kellner holte 4 Flaschen. Spontan griffen wir hier zu einem Shiraz von Bartho Eksteen, den wir schon länger gesucht hatten, ohne nach dem Preis zu fragen. Auf der Rechnung erschien er mit 150 Rand - nicht billig, aber da es wirklich ein Spitzenwein war dachten wir nicht weiter darüber nach.

Um so größer war unser Erstaunen als wir den gleichen Wein im im Aroma-Bottleshop für 99 Rand sahen. Da wurden wir schon etwas sauer, hatten wir doch aus den Ausführungen herausgehört man würde uns als Kundenservice den Wein zum Bottleshop-Preis geben.

Die Geschichte ließ uns keine Ruhe und wir besuchten später den nebenliegenden Weinshop von Bartho Ecksteen. Und siehe da, hier kostete der gleiche Wein nur 75 Rand, also die Hälfte von dem Preis auf der Rechnung. Und das ohne Alkohol-Lizenz!

Was tun? Sich ärgern und darüber auf der Webseite berichten? Nein, wir gingen in das Restaurant das gerade zum Lunch öffnete und trafen Deon und Lizé bei einer Besprechung auf der Terrasse. Wir schilderten Ihnen unser Erstaunen und in einer ersten Erwiderung wurde versucht, den doppelten Preis als ganz normal darzustellen.

Auf unseren Einwand hin, ob das auch für Lokale ohne Lizenz gelten würde, wurden die beiden sehr freundlich und fragten ob wir eine zweite Flasche Wein haben wollten oder lieber Geld zurück. Da wir nur noch 2 Tage Resturlaub hatten, bekamen wir dann anstandslos 75 Rand aus der Kasse zurück.

Das war zwar sehr kulant, aber ein kleiner Restärger darüber, dass man erstmal versucht hatte uns über den Tisch zu ziehen, bleibt.

 Essen: Als Starter hatten wir beide eine wunderbare Butternut-Kürbissuppe mit sehr feinem Eigengeschmack. Als Hauptgang wählte Ingrid einen marokkanischen Lammtopf mit Reis. Das geschmorte Lamm kamm in einem Tontopf mit Deckel in scharfer Tomatensauce mit Kichererbsen, dazu gab es auf einem Teller einen Reiskegel. Sehr lecker und sehr geschmackvolles Lammfleisch, man muss aber immer mit einigen Knöchelchen rechnen und recht vorsichtig essen.

Michael hatte Straußenfillet medium rare auf einer intensiven Rosmarinsauce mit Kartoffeln. Das Gemüse - knackig gegarte Paprika, Kürbis, Zwiebeln, Möhren - wurde in einer Extraschale serviert. Alles sehr lecker, es gab hier auch sehr heiße vorgewärmte Teller.

Danach reichte unser Appetit nur noch für einen Espresso, aber Ingrid, die selten auf Dessert verzichtet, hatte noch Eiscreme mit ein paar wunderbaren frischen Himberen dazu.

 Service: Deon Joubert steht in der Küche, seine nette Frau Lizé kümmert sich mit einem Kellner zusammen um die Gäste. Dieser junge Mann wirkte teilweise noch etwas unsicher, ansonsten wurden wir sehr aufmerksam und vor allem persönlich angesprochen.

Wenn eine Lizenz vorliegt und es eine ordentliche Weinkarte mit Preisen gibt, dann ist das Joubert mit Sicherheit eine Empfehlung. Dann hätte der Bartho Ecksteen wahrscheinlich auch 150 Rand gekostet - aber wenigstens mit der Lizenz zum höheren Verdienst. Ansonsten: Einfach selbst eine Flasche Wein mitbringen.

 Kosten: Inclusive Trinkgeld zahlten wir 420 Rand, davon 75 Rand für den Wein.

 Kontakt: Zu neu für eine Webseite.

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