| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Cederberg | Site-Map | HOME |

| Florenreich | Algeria |

WILDERNESS AREA

71.000 Hektar der Gebirgswelt der Cederberge stehen seit dem 27. Juli 1973 unter Naturschutz, die Cederberg Wilderness Area. Es war die dritte Region des Landes, die zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Eine Fahrt auf der Gravel Raod ist hier auch mit einem normalen PKW zu bewältigen, man sollte allerdings mehrere Stunden reine Fahrzeit einrechnen, wenn man von Clanwilliam nach Ceres möchte oder umgekehrt.

Die Wilderness Area und die Algeria Forest Station sind über eine Abfahrt in der Mitte zwischen Citrusdal und Clanwilliam von der N 7 aus einfach zu erreichen. Auch von Clanwilliam direkt führt eine längere Gravel Road hierher, vorbei an einigen einsam gelegenen Farmen und am Clanwilliam Dam.

Wenn man aus der anderen Richtung, aus Ceres kommt, dann hat man hier schon eine ganze Menge Pässe und Staub hinter sich. Zedern gab es bis dato nur wenige zu sehen, hier und da standen in den letzten Tälern ein paar Hektar zwischen den Wiesen oder eine einsame Baumreihe neben der Straße gab etwas Schatten. Der letzte Pass vor Algeria ist dann der Cederberg Pass, von hier hat man einen schönen Blick auf das Tal und die letzten großen Bestände der Zedern. Unten auf dem Foto sind sie in der Talmitte als dunkle Flecken zu erkennen. Kurz vor Algeria fährt man dann durch einen kleinen Wald, auf dem Bild ganz unten zu sehen. Hier riecht es herrlich. Einfach mal aussteigen, ein wenig umherspazieren und Luft und Stille genießen.

Florenreich

Die Vegetation der Cederberge besteht vorwiegend aus Gebirgs-Fynbos. Proteen, Riedgräser und Erikagewächse in vielen Farbschattierungen bedecken die Hänge. Von den ehemals hier heimischen und typischen Clanwilliam-Zedern sind nach langjährigem Raubbau und sporadischen heftigen Bränden nur noch kleine Restbestände übrig. Silberweiße Baumsklette auf den Felsen sind stumme Zeugen von Brandkatastrophen, die die Bestände dezimierten und meist durch Blitzeinschlag entstehen.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden aber auch von den Menschen Unmengen an Bäumen gefällt. Für die Telegrafenstrecke zwischen Piketberg und Calvinia wurden über 7000 Zedern verbraucht. Erst 1973 endetet die "Ernte".

Die Clanwilliam-Zeder (widdrintonia cedabergensis) ist nicht mit der Libanon-Zeder verwandt sondern gehört eher zur Zypressenfamilie. Die großen Bäume mit knorrigen Stämmen werden 5-7 Meter hoch, an geschützten Stellen auch bis zu 20 Meter. Sie wachsen sehr langsam, heute werden im Nautrpark als Aufforstungsprogramm jedes Jahr 8.000 junge Bäume gepflanzt.

Geschützt sind hier auch andere seltene Pflanzen wie die Scheeprotea, die nur auf den höchsten Gipfeln der Cederberge zwischen Sneeuberg und Sneeukop vorkommt. 1897 wurde die Pflanze zum ersten Mal entdeckt und gepflückt. Der latainische Name lautet cryophila (frostliebend), denn die Blume ist oft von Schnee bedeckt. Sie blüht in großen Büschen zwischen Januar und März, wenn es in dieser Region sehr heiß wird. 4 Blüten hat ein Strauch, mehr nicht. Und er wächst sehr langsam, Botaniker gehen davon aus, dass neue Pflanzen erst nach 10 Jahren die ersten Blüten treiben.

Algeria

Die Algeria Forest Station mit ihrem idyllisch gelegenen Campingplatz ist eines der touristischen Zentren der Cederberg Wilderness Area. Von hier aus kann man die Umgebung mit ihren herrlichen Aussichten erwandern. Die beste Jahreszeit für sportliche Betätigung in der Region sind die Monate März/April und September/Oktober. Die Sommermonate sind für längere oder anspruchsvollere Wanderungen ufgrund der oft extremen Hitze nicht so empfehlenswert, im Winter ist es oft regnerisch trüb und ungemütlich kalt mit Schnee auf den Gipfeln.

Nur wer sich nicht nur fit fühlt, sondern es auch wirklich ist, sollte sich auf den fünfstündigen steil bergan führenden Marsch zum berühmten "Wolfsberg Arch" machen, dies ist eine der bekanntesten Felsformationen der Region. Das Problem ist allerdings, dass man hier im Reservat nicht einfach so loswandern kann, sondern immer ein Permit braucht. In Algeria erhält man auch genauer Karten der Umgebung. Für genauere Angaben über Hiking Trails und für Zutrittsgenehmigungen sollte man unbedingt vorher das Tourism Office in Clanwilliam oder Citrusdal kontaktieren. Manchmal muss man die Permits schon Monate vorher beantragen.

Es ist oft wirklich ein wenig kompliziert, Südafrikas Natur zu erwandern... Buchungen und Reservierungen sind sehr zu empfehlen:

Auszug aus der Webseite der Cederberg Conservancy:

"Permits to visit the Stadsaal Caves on Matjiesrivier Nature Reserve can be obtained at any of the tourism offices.

Permits to the Maltese Cross and the Wolfberg Arch via Dwarsrivier and the Wolfberg Cracks are sold at Dwarsrivier.

Permits to the Maltese Cross and the Wolfberg Arch via Eikeboom and Gabriels Pass are sold at Driehoek.

The Wolfberg Arch can also be accessed via Keurbosfontein where permits are available."

Google Map zum Thema

Clanwilliam


Größere Kartenansicht

| Weltreisen | Südafrika | Western Cape | Cederberg | HOME |

Social Bookmarks
wong twitter_de facebook Google