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KAMERKLOOF LANDHUIS

Tja, Kamerkloof - wo fange ich denn da an zu schwärmen? Wir hatten so viel Glück hier und haben im Nachhinein alles richtig gemacht mit der Auswahl dieser Unterkunft. Wer in der abgelegenen Baviaanskloof wohnen möchte, der hat nicht so viel Auswahl. Die meisten Unterkünfte sind recht einfach und für Selbstversorger, es gibt eine Lodge mit Vollverpflegung namens Seederkloof Lodge nahe Studtis.

Und nicht weit davon entfernt, auf der anderen Talseite, liegt Kamerkloof. Die hier angebotenen vier Häuser kann man auch mit Verpflegung buchen, aber nicht nur dann kümmert sich Besitzerin Susan Reyneke liebevoll um ihre Gäste. Sie lebt hier mit Ehemann André ihren Traum im alten Farmhaus Hoofopstal auf dem Anwesen, ist jederzeit für ihre Gäste ansprechbar und lässt ansonsten viel Privatsphäre dem, der danach sucht.

Kamerkloof ist nicht irgendeine sterile Unterkunft, hier wohnt man auf einer Working Farm und Tourismus ist das Nebengeschäft. Es gibt Plantagen mit Olivenbäumen und selbst hergestelltes Olivenöl zu kaufen. Dazwischen weiden die Schafe, das zweite Standbein der Farm. Im Laufe der Zeit wurden angrenzende Farmen zugekauft und einige der alten Häuser liebevoll und mit viel Geld und Aufwand restauriert, eingerichtet und gepflegt. Es gibt Wanderwege und einen schönen Aussichtspunkt ein Stück den Berg hinauf.

Wir haben vier Nächte hier gewohnt und hatten noch lange nicht genug Zeit um die nähere Umgebung zu erkunden. Dazu kam eine Hitzewelle von 42°C und am nächsten Tag ein Feuer mit Rauchentwicklung weiter hinten im Tal in der Wilderness Area. Da hat man nicht viel Lust auf längere Wanderungen. Fünf unterschiedliche Wanderwege sind von Kamerkloof aus ausgeschildert.

An einem Tag sind wir nach Osten in das Baviaanskloof Nature Reserve gefahren, das wir 15 Jahre zuvor schon einmal besucht hatten.

Den Ausflügen mit eigenem Auto sind hier Grenzen gesetzt, denn man muss auf den Tank achten. Die nächste Tankstelle ist im über 77 Kilometer entfernten Willowmore im Westen oder nach heftiger Offroad-Strecke über diverse Pässe im 120 Kilometer entfernten Patensie im Osten.

Zu Fuß kann man die Farm gut erkunden, es gibt schöne Wege, einen Aussichtspunkt und einen eindrucksvollen Garten. Mehr Fotos und Infos dazu auf der Seite Kamerkloof Wege. Auf dieser Seite sind hauptsächlich Fotos von unserer Unterkunft.

W-Lan hat man auf Kamerkloof auch, allerdings (noch) nicht direkt im Haus. Ein kurzer Spaziergang durch den Olivenhain führte uns zum Heritage Center. In einem großen Raum stehen Fahrräder zum Ausleihen, es gibt eine Theke, man kann Olivenöl kaufen und sich über die Geschichte der Region informieren. Hier stehen auch Sofas und ein Fernseher. Meist trafen wir auch Susan, die ebenfalls das W-Lan nutzte und dann kamen wir kaum wieder weg, weil wir uns so viel zu erzählen hatten.



Lage

Kamerkloof liegt mitten in der Baviaanskloof, die kleine Ansammlung von Häusern rundum nennt sich Studtis und ist eher eine Farmer Community als ein richtiger Ort. Aber immerhin findet man direkt gegenüber von der Einfahrt nach Kamerkloof den einzigen Shop im 200 Kilometer langen Tal.

Zum Baviaanskloof Nature Reserve fährt man von hier aus 23 Kilometer in Richtung Osten. Weiter nach Patensie sind es 120 Kilometer, für die man aber ohne Anhalten mindestens 4 Stunden braucht. In der anderen Richtung liegt Willowmore uind damit auch die nächste Tankstelle, dorthin fährt man 77 Kilometer one way.



Unterkunft

Es gibt vier verschiedene Häuser auf Kamerkloof. Das kleinste für 2 Personen ist das Olive Tree Cottage, nett eingerichtet und direkt am schönen Garten neben dem Farmhaus gelegen. Nahe dem Schafgatter und wunderschön an einem Damm liegt das Wildedruif Huisie mit zwei Schlafzimmern. Das Studtis Huis hat 5 Schlafzimmer und einen runden Pool, es liegt direkt gegenüber dem Heritage Center. Ein paar Bilder von diesen Häusern findet Ihr auf der Seite Farmrundgang.

Das Landhuis hatten wir, wie oben schon erwähnt, zur Hälfte gemietet. Genauer gesagt: den kleineren South Wing mit 2 Schlafzimmern für 4 Personen, der größere Teil für 6 Personen ist der North Wing. Ist eine Haushälfte an Gäste ohne Kinder vermietet dann werden in der anderen Hälfte keine Mieter mit kleinen Kindern einquartiert. Teilt man sich das Haus mit anderen Erwachsenen ist das kein Problem, denn jede Einheit hat dann eine gesamte Terrasse mit Möblierung und eigenem Grill für sich.

Wir hatten aber das Glück, hier ganz alleine zu wohnen, so mussten wir auf niemanden Rücksicht nehmen und uns Sitzplätze, Terrasse, Grillplatz und auch den Pool mit niemandem teilen. Ein Traum, vor allem bei einer Hitzewelle mit 42°C.

Das Landhuis ist eine Perle unter den südafrikanischen Unterkünften, einfühlsam renoviert mit den Original Holzböden und Decken, sehr geschmackvoll ausgestattet, alles voller Luxus und das alles einsam und weit weg von der anderen Bebauung mit Blick auf die Kloof und die Kouga Mountains. Erbaut wurde es vor über 150 Jahren als Privathaus, dann war es bis in die 1980er Jahre die Polizeitstation der Region. Die ehemaligen Zellen stehen noch heute neben dem Pool und dienen heute als Wirtschaftsraum.

Die Anfahrt durch den Olivenhain führt zu einem Parkplatz mit zwei Schattendächern und eigener Beleuchtung am Abend.

Der erste Anblick vom Haus ist schon überwältigend, denn davor befindet sich ein wunderbarer Garten mit diversen einheimischen Pflanzen. Sie ziehen mit ihren Blüten Insekten und Sugarbirds an. Unterm Dach auf der Veranda nisteten Schwalben.

Wenn man das Haus betritt, steht man in der großzügigen Küche, direkt gegenüber der Essbereich und es gibt auch einen Flur nach hinten. Eine Verbindungstür zum anderen Teil des Hauses mit spiegelverkehrter, gleich eingerichteter Küche wird nur geöffnet, wenn das Haus von einer ganzen Gruppe komplett gemietet wird. Im Wohnzimmer stehen dicke Sofas und es gibt ein paar Gesellschaftsspiele und Zeitschriften.

Die Küche bietet wirklich alles, was man als Selbstversorger benötigt. Eine hochwertige Austattung wie ein Kühlschrank mit 0°C Gemüsefach von Bosch, scharfe Kochmesser, Auflaufformen und Töpfe und Pfannen sind hier selbstverständlich. Es gibt sogar eine Spülmaschine und einen Eiswürfelbereiter, den wir gleich in die Nachbarküche verbannten, weil er etwas die Ruhe störte und Eiswürfel waren schon genug im Gefrierfach vorhanden.

Die beiden Schlafzimmer sind fast gleich gestaltet, eins hat ein Doppelbett und das andere bietet zwei Betten. Überall gibt es bieten bodentiefe Fenster mit Holz-Lamellen außen gegen die Sonneneinstrahlung, einen Schrank, Spiegel, Nachttische mit Leselampen und ein angrenzendes Badezimmer. In dem großen Bett haben wir wunderbar geschlafen.

Das Bad ist modern eingerichtet mit sehr geräumiger ebenerdiger Glasdusche und freistehender Badewanne, es bietet viele Ablageflächen. Shampoo und Duschgel sind vorhanden, ebenso ein Föhn.

Der Pool ist wunderbar und ohne Chlor, vor allem bei einer Hitzewelle eine Wohltat. Zwei Liegen untern Dach im Schatten und ein gutes Buch zur Hand: ein Tag konnte vertrödelt werden. Im Hinteren Garten gibt es noch ein Boma auf einem etwas abgelegenen Hügel, den hatten aber die Ameisen erobert.

Tagsüber hört man hier manchmal ein Auto fahren, einen verrückten Esel oder einen Pavian rufen oder Stimmen von Menschen, die auf der Straße vorbeigehen. In der Nacht herrscht hier vollkommene Stille. Der Sternenhimmel so klar und so nah, wie er nur dort sein kann, wo kein künstliches Licht stört. Es ist ein magischer Ort.



Essen

Susans Küche haben wir leider nicht ausprobiert, man kann hier aber auch die Verpflegung mitbuchen. Dann werden die Mahlzeiten zum Haus gebracht, sehr praktisch für alle, die nicht als Selbstversorger unterwegs sind.

Da wir nach dem Aufenthalt am Kap die letzten beiden Wochen als Selbstversorger geplant hatten wollten wir natürlich auch hier die gekauften Lebensmittel verbrauchen. Im Gepäck hatten wir noch wunderbare Feigenmarmelade, Milch und Joghurt aus Prince Albert für das Frühstück.

Weil wir alleine im Haus waren, konnten wir uns aussuchen auf welcher Terrasse wir uns aufhalten. Beide sind riesig, mit bequemen Sitzmöbeln und Licht ausgestattet. Es gibt einen Esstisch mit Stühlen für 8 Personen und jeweils einen noblen Grill mit einer Klappe aus Stahlblech, eingebaut in der Seitenwand.

Zum Frühstück sassen wir gerne vorne, mit Blick auf den Garten und auf die Vögel. Am Mittag und Nachmittag haben wir uns auf der hinteren Seite am Pool und im Schatten aufgehalten, mit Blick auf Berge und freies Feld. Ab und zu sahen wir hier einen Trupp Paviane vorbei ziehen.

Und zum Abendessen waren wir dann lieber wieder vorne, denn dort konnte man den Garten und die Zufahrt beleuchten und musste das Essen nicht so weit von der Küche aus tragen.



Fazit

Traumhaftes Anwesen mit unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten und netter Gastgeberin.

Im März 2017 waren wir für 4 Nächte hier.

Hier ist ein Link zur sehr schönen und informativen Webseite von Kamerkloof.

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