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ANDRIES STOCKENSTRÖM

Nachtrag: Dieses Gästehaus steht seit ca. 2008 unter neuer Leitung und ist somit nicht mehr die Unterkunft, wie wir sie erlebt haben. Zum Andenken an Beatrice und ihre grandiosen Kochkünste lasse ich diese Seite so stehen. Die neue Webseite mit frischen Infos lautet: www.asghouse.co.za.

Unsere Lieblingsunterkunft in Südafrika heißt Andries Stockenström und liegt im Herzen von Graff-Reinet Ein Gästehaus, das sich zu recht mit einigen Awards schmücken kann. Wir kommen schnell ins Schwärmen, wenn wir an die mittlerweile 3 Aufenthalte dort denken.

Benannt ist es nach nach einem am Kap berühmten Mann, der im frühen 19. Jahrhundert gelebt hat.

Wenn man in Beschreibungen von warmer Karoo-Gastfreundschaft liest - hier erlebt man genau das. Die herzlichen Gastgeber Andre und Beatrice Barnard machen den Aufenthalt in dem reizenden, alten Städtchen zu einem Erlebnis.

Kochen ist für Beatrice Passion, den ganzen Tag steht sie mit ihrem Personal in der gemütlichen Küche, um am Abend ihre Kreationen zu präsentieren - ein Zimmer hier gibt es hier nur zusammen mit 4-Gang-Dinner. Persönlicher Service wird großgeschrieben, kein Detail ist zu unwichtig für einen persönlichen Touch.

Gelernt hat Beatrice in Südafrika und später an der École de Gastronomie Ritz-Escoffier in Paris. Manchmal arbeitete sie in der Winterpause auch in 3-Sterne Michelin Restaurants in Holland, Belgien und der Schweiz, um dort mit einem Team engagierter Köche neue Gerichte zu kreieren.

Im Laufe der letzten Jahre haben wir einige Entwicklungen miterlebt: So wurde Mitte 2002 ein kleiner, aber feiner Pool im Garten angelegt. In der Hitze der Karoo bietet er eine willkommene Möglichkeit zur Abkühlung. Es gibt ein Poolhaus, in dem manchmal auch das Frühstück seviert wird. Im Juni 2004 wurde bei unserem Besuch gerade ein kleiner Weinkeller ausgeschachtet, um die edlen Tropfen in Hitze der Karoo richtig zu lagern und gleichzeitig die Küche etwas zu vergrößern.

Die Barnards selbst sind 2003 ins Nachbarhaus gezogen, so wurden im Haupthaus Räume frei und im ehemaligen Office befindet sich nun eine Bibliothek, die den maximal 12 Gästen zur Verfügung steht.

Lage

Mitten im Herzen des historischen Städtchens Graaff-Reinet liegt das denkmalgeschütze Haus. Der Weg dorthin ist schon vom Ortseingang aus gut ausgeschildert. Von hier ist man schnell bei den Attraktionen der näheren Umgebung und wohnt dabei mitten im Zentrum einer sehenswerten alten Stadt in einer ruhigen, breiten Seitenstraße. Etliche Baudenkmäler und Museen sind von hier zu Fuß zu erreichen. Überall an den Straßen spenden alte Bäume Schatten und so mancher Coffeeshop läd zu einem erfrischenden Milchshake ein.

Zimmer

Es gibt 6 Zimmer im Andries Stöckenström. Die drei Standardräume liegen mit dem Eingang in Richtung Straße und die drei Suiten haben den Eingang zum kleinen Innenhof mit Garten und Pool. Wir waren die beiden ersten Male in der Ivy-Suite, ein liebevoll mit Antiquitäten eingerichtetes, verwinkeltes Zimmer mit innenliegendem Bad.

Vor der Tür befindet sich ein schöner Sitzplatz unter blühenden Bougainvillas und direktem Zugang und Blick zum Pool. Die benachbarte Boungainvilla-Suite möchte Beatrice bald umbauen, damit die Gäste auch von dort einen direkten Zugang zum Pool haben.

Im Mai 2004 haben wir dann in der neuen Garden-Suite gewohnt, sehr luxuriös und großzügig ausgestattet in warmen Gold-rot Tönen, einem herrlichen Bett und mit Karoobildern an den Wänden. Das Bad verfügt als einziges im Haus über eine Badewanne und eine extra Dusche und ist hell und modern. Definitiv unser neues Lieblingszimmer, auch wenn man in der Woche am Morgen durch Kinderstimmen der dahinter liegenden Schule geweckt wird.

Besonders erwähnenswert bei Stockenström sind der Service und die Ausstattung. Im Bad gibt es alles, was man braucht. Vom Föhn über Mückenschutz, Kopfschmerztablette und Wattebäusche bis hin zu verschiedenen Badeschaumflaschen und Body Lotion bleibt kein Wunsch offen.

Am Abend wird das Bett aufgedeckt und der Gast findet eine Karaffe mit Wasser auf dem Nachttisch und ein Bonbon auf dem Kopfkissen. Frische Blumen und Kaffee auf der Terrasse sind Standard, auch werden zweimal am Tag gebrauchte Handtücher ausgetaucht.

Die Betten sind sehr alle fest und bequem, die wunderbaren Mohairdecken darauf extrem puschelig.

Frühstück

Frühstück wird auf der Veranda im Hof unter einem verlängerten, sehr hohen Dach eingenommen und ist, wie alles hier, vom Feinsten. Brot, gehaltvolle Muffins, Obstquark und Müsli - alles ist selbstverständlich hausgemacht. Der Kaffee wird in Bodrumkannen zum Herunterdrücken serviert und schmeckt köstlich. Frühstück gibt es ab 8:00 Uhr, Frühaufsteher können vorher noch im nahen Wildgebiet eine Morgenpirschfahrt machen. Wenn das Wetter zu kühl sein sollte wird das Frühstück in den Raum am Pool verlegt.

Essen

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen. Das Essen hier bei Beatrice ist mit Sicherheit der Höhepunkt des Tages, wenn nicht gar der Höhepunkt der Reise. Das 4-Gang-Menü - ich rechne angesichts der Raffinesse das Amuse Geul hier als eigenen Gang - wird mit großzügigen Pausen zelebriert und macht jedem Sternerestaurant alle Ehre. Serviert wird stilvoll auf Glastellern, Villeroy & Boch und Hutschenreuther Porzellan. Ich bedauere, dass mir zur Beschreibung der Speisen teilweise die richtigen Fachbegriffe fehlen...

Zuerst wird man auf der Terrasse den anderen Gästen vorgestellt. Dann betritt man gemeinsam das mit frischen Blumen und vielen Kerzen dekorierte, stilvolle Esszimmer. Die Weinkarte ist klein, aber sehr gut ausgesucht mit bekannten Namen und Spitzenweinen. Was dann folgt ist eine Folge von Gerichten, die alle Sinne ansprechen.

Es besteht jeweils eine Auswahl zwischen zwei Vorspeisen, Hauptgerichten und Desserts, die Beatrice jedem einzelnen Gastpaar im Vorfeld erklärt.

Als Vorspeisen und Amuse Geul hatten wir zum Beipsiel:

Gebackene Feigen mit Gorgonzola - geräuchertes Gnu mit Melone - Straußenleberpatee mit Karamelkruste - Springbock-Carpaccio - Safran Kartoffelsuppe - Ziegenkäse in Honig und Mandeln gebacken - Biltongcreme mit Quittengelee - Fetaquiche - Snoeksalat mit Bataten - Spargelcreme mit Shrimp-Pate - Ein Tortelett mit Feigen-Blauschimmelkäse-Füllung, dazu Salat mit einem Walnuss-Dressing - Ein Türmchen auch Pflaumenscheiben mit Chilli-Sauße - Verschiedene Fisch-Mousse in Gurkentürmchen mit Käse-Waffel.

Das gängige Hauptgericht "für alle Tage" ist das köstliche Karoo-Lamm. Je nach dem aktuellen lokalen Angebot gibt es aber auch Zebrafilet, Kudufilet, Springbock oder Rind - nichts für Vegetarier, auch wenn es auf Anmeldung ein eigenes Gericht für Fleischverächter gibt. Die gar köstliche rosa gebratene Straußenfilet-Roulade mit Walnussfüllung ist ein kulinarisches Gedicht, bei dem man sich unwillkürlich fragt, wie so etwas überhaut möglich ist.

Besonders gut in Erinnerung ist uns vom letzten Besuch der Gemsbock (Oryx): Filletscheiben medium rare, supergut mit einem Kartoffel-Küchlein, Zwiebeln und Rote Beete.

Und erst die leckeren Nachspeisen:

Ananasgelee mit Brandycreme und Balsamico - Warme Pfirsisch-Bavariacreme - Creme Caramel - Gefrorene Erdbeermerengue mit Mandeln - Creme Bavaria mit Orangenlikör und Kumquats - Schoko-Vanilleeis mit eingelegten Birnen - Beerentörtchen mit Mandelfüllung - Gebackene Pfirsische mit Vanilleis - Amarula-Souflee mit Amarula-Eis - Crepe mit Orangenouflee-Füllun - Kandierte Birne mit etwas Schokolade und Zimteis oder Orangenscheiben mit Zimteis

Alle Zutaten, die Zubereitung und die Präsentation sind vom Allerfeinsten! Selbst wenn man es mit den teuersten und besten Restaurants der Kapregion vergleicht, so können nur wenige gleichziehen.

Dafür steht Beatrice den ganzen Tag mit ihren Helferinnen in der gemütlichen Küche, mehr als 20 Jahre Erfahrung stehen ihr zur Seite. Gekocht wird nur für die 12 Gäste, es ist hier kein Restaurant, das auch Außenstehende buchen könnten. Bei soviel Arbeit versteht es sich von selbst, dass nur die besten und ausgesuchtesten Zutaten verwendet werden.

Vorgestellt wurde die hervorragende Küche von Beatrice auch im online-magazin Showcook. Auf dieser Webseite gibt es auch einige Rezepte, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lasssen: http://www.showcook.co.za/graaff-reinet.htm

Fazit

Die Floskel "pampered with warm Karoo hospitality" wird hier zum erfüllten Traum. Man fühlt sich als Gast rundum wohl.

Beatrice und Andre, der leider schwer krank und nicht mehr an vorderster Gästefront aktiv ist, betreiben ihr Geschäft mit Liebe und Leidenschaft, das überträgt sich auf die wunderbare Stimmung, die dort herrscht. Man bekommt Tipps und Informationen zur Umgebung und in manchem Gespräch erfährt man auch einges über die aktuelle Situation in Stadt und Land. Die beiden kleinen Hunde sind jedermans Liebling, ein sehr alter grauer Herr namens Sam mit seiner überschwenglichen Tochter Tapsy, oben auf einem kleinen Foto zu sehen.

Im Januar 2002 waren wir das erste Mal für 2 Nächte hier, im November 2002 ein zweites Mal für 4 Nächte. Im Mai 2004 dann weitere 4 Nächte...

Weil nicht alle Bilder auf eine Seite passen, hier noch eine kleine GALERIE ANDRIES STOCKENSTRÖM und auf der Seite Ingrids-Welt: Südafrika - Essen und Trinken - Spezialitäten aus der Küche sind Fotos von einigen Köstlichkeiten aus der Küche von Beatrice zu sehen.

Google Map zum Thema

Stockenström


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