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NTSHONDWE CAMP

Der relativ kleine Ithala Nationalpark liegt ein wenig abseits der Hauptreiserouten und vor allem in der Nebensaison ist hier recht wenig los. Wie bei Park-Camps üblich sollte man aber meist weit vorher reservieren, wir zahlten für 3 Nächte einen 2er Bungalow und wunderten uns über die Bestätigung für ein 4-Bett-Chalet.

Wie sich später herausstellte, hatte eine Busladung deutscher Touristen in unserer Buchungszeit für eine Nacht alle 2er Bungalows belegt, daher bekamen wir das kostenlose Upgrade.

In Ithala wohnt man wahlweise als Selbstversorger in einem der schön gelegenen Buschcamps oder komfortabel mit Restaurant im wunderschönen Ntshondwe Camp. Die Unterkunft bietet ein Wasserloch mit Unterstand zum Beobachten einger Tiere, großzügige Terrassen mit Aussicht und Blick in die untergehende Sonne, ein Restaurant, eine Snackbar, einen herrlichen Swimmingpool und natürlich auch den obligatorischen Curioshop, die Tankstelle und die Rezeption zum Buchen von Gamedrives.

Das Camp macht einen sehr sauberen und sehr gepflegten Eindruck, kein Zaun trennt die Hütten vom Busch. In ganz Ithala leben die Tiere freiwillig, das Reservat ist nicht vollständig umzäunt, auch wenn daran gearbeitet wird. Daher kann man auch zwischen den Hütten und der dichten Vegetation sehr oft Duiker, Buschböcke, Zebras, Wasserböcke und andere Tiere beobachten. Vor allem die dicken Dazzies sitzen überall, wo große Felsbrocken liegen. Darauf sonnen sie sich, um bei Gefahr sofort darunter, dazwischen oder dahinter zu verschwinden.

Lage

Die 39 ausgesprochen hübschen Zwei-, Vier-, oder Sechsbett-Chalets des Ntshondwe Camp liegen idyllisch und versteckt an einem grünen Berghang, mit den beeindruckenden Felsformationen des Ngoje-Plateaus als malerischen Hintergrund. Bei Sonnenuntergang leuchten die Felskanten in warmen Rottönen.

Obwohl dieses Camp immerhin bis zu 250 Besucher beherbergen kann, ist es eine Oase der Stille und Entspannung. Ein krasser Gegensatz zum Hilltop Camp in Hluhluwe, wo es wenige Tage zuvor trotz Nebensaison wesentlich rummeliger zuging. Man schmückt sich hier in Ithala gerne mit dem Titel: "Winner of three consecutive AA Travel Guides & SAA Resort of the Year awards und das zu Recht. Wer nicht in Ithala" war, der hat in Südafrika in Bezug auf Restcamps wirklich etwas verpasst.

Zum Camp selbst führt vom Haupttor aus eine breite asphaltierte Straße. Alle anderen Wege sind bis auf einige extrem steile Stücke Erd- oder Schotterstraßen.

Zimmer

Wie schon erwähnt hatten wir ein ganzes Haus für uns, mit komplett ausgestatteter Küchenecke, Veranda mit Grillrost, Wohnzimmer und Essecke, Bad und zwei Schlafzimmern. Platz hat man zu zweit darin wirklich genug.

Wie in den meisten Restcamps schläft man hier in getrennt stehenden Betten, die ein wenig Jugendherbergscharakter haben. Besonderes Highlight im Schlafzimmer: ein moderner Radiowecker, von dem man sich immerhin mit Musik wecken lassen kann, wenn die Vögel das nicht vorher besorgen, und der einem am Abend noch etwas Unterhaltung bietet.

Das Bad ist o.K., man duscht heiß und gut in der Badewanne, aber es hat insgesamt keinen besonderen Luxus zu bieten. Alles hier ist zweckmäßig, großzügig und mit rustikaler Gemütlichkeit auf Familien eingestellt.

Frühstück

Auch das Frühstück gibt es als Buffet und es gefiel uns auch besser als im Hilltop Camp. Wer genau wissen möchte, was es alles gibt kann das sogar auf dieser Webseite nachlesen: Frühstücksmenü Ithala

Hinter dem Buffet steht immer ein Koch oder eine Köchin, die für die Eierzubereitung zuständig sind, ein Omelett "mit alles" macht satt für den Rest des Tages.

Entweder sitzt man im Restaurant oder unter Sonnenschirmen mit prächtigem Blick ins Grüne draußen auf der großen Terrasse. Wenn man später frühstücken will, so kann man dies auf der zweiten Sonnenterrasse der über Mittag geöffneten kleinen Snack-Küche tun.

Essen

Als wir - den Schalk im Nacken - am ersten Tag an der Rezeption danach fragten ob es im Restaurant A la Carte oder Buffet gibt, rief man extra in der Küche an um zu fragen. Es gab Buffet. Wie sich herausstellte gab es das jeden Tag. Im Internet ist sogar eine Übersicht der verschiedenen Speisen zu finden: Abendbüffet Ithala

Auch hier noch mal der Vergleich mit Hilltop: Das Buffet war zwar immer noch ein Buffet, sprich: einges köchelte zermatscht vor sich hin, aber um einges besser als in Hluhluwe. Alleine die Vorspeisen machten satt, es gab frisch eingelegte Rote Beete, leckeres mariniertes Fleisch von Kudu oder Lamm und knackige Salate.

Ein Koch schnitt Fleisch von riesigen Braten ab, dazu gab es diverse Saucen, Yorkshire-Puddig (einen Art Pastete aus Brötchenteig), Bataten oder Gemüse. Nur der Ochsenschwanz im Topf bestand fast hauptsächlich aus Knochen.

Besonders lecker war der Nachtisch, es gab immer mehrere Kuchen und Cremespeisen, dazu eine in Eiswürfeln stehende Rieseschüssel mit Eisbällchen. Der rustikale Speiseraum füllte sich an unserem ersten Abend locker mit ca. 30 Gästen, ab 18:30 Uhr ist das Buffet eröffnet.

Die Weinauswahl ist in Ordnung, wir tranken zuerst einen Ivory Creek Shiraz, an einem anderen Tag einen sehr leckeren Uitwyck Merlot 1998.

Am zweiten Abend überholten wir schon kurz vor Sonnenuntergang auf dem Weg ins Camp einen riesigen Reisebus. Wir beschlossen früh zum Essen zu gehen, damit die noch mit Koffer auspacken beschäftigte Gruppe nicht komplett vor uns am Buffet war. Das war leider ein Trugschluss, kurz nach Öffnen der Türen fielen ca. 40 deutsche Bustouristen wie die Heuschrecken übers Buffet her.

Es wurde sehr laut und man drängelte sich vor dem Essen, alles andere als angenehm. Also tranken wir ein Bier und gingen früh. Wie angenehm ist dagegen ein Essen in einem kleinen Gästehaus, das solchen Horden keinen Platz bietet.

Am letzten Abend dann ein ganz anderes Bild: Wir waren die einzigen Gäste im Restaurant. Auch ein wenig komisch, so alleine im riesigen Speisesaal und das ganze Buffet nur für uns. Viel lieber hätten wir À la Carte gegessen, die anderen Gäste im Camp waren meist südafrikanische Familien, die am Bungalow grillten. Das Ganze war zudem sehr unökonomisch, man brachte sogar die riesige Schüssel mit Eisbällchen raus, als wir fast fertig waren mit Essen. Gerade als wir gingen kam noch ein verwundertes Pärchen vom Evening-Drive zum Essen, die sich, nun ebenfalls alleine, sichtlich unwohl fühlten. Das ganze Buffet an diesem Abend also für 4 Personen...

Fazit

Das Camp ist sicherlich eines der schönsten Nationalparkcamps, idyllisch gelegen und mit gutem Serviceangebot. Hier würden wir wieder buchen, und nicht nur, weil auch die Preise für das Essen um 25 - 30 % unter denen von Hilltop liegen...

Im Mai 2004 waren wir für 3 Nächte hier.

Wer sich direkt informieren möchte, über www.kznwildlife.com bucht man das Ntshondwe Camp.

Video zum Thema

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Ntshondwe Lodge


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