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NARIES NAMAKWA RETREAT

Sicher ist es wesentlich schöner im Namaquwaland (auch Namakwaland geschrieben), wenn man zur richtigen Jahreszeit anreist. Das wäre dann im Süd-Frühjahr, wenn die Wildblumen blühen und die karge Landschaft von einem bunten Teppich überzogen ist. Wir waren allerdings im März in der Region unterwegs, auf dem Weg vom Kgalagadi über Augrabies Falls zurück nach Namibia. So bot sich ein Stopp auf dem Weg geradezu an und es gibt keinen besseren Ort, um ein paar entspannte Tage zu verbringen als das Naries Namakwa Retreat in der Nähe von Springbok. Hier hätten wir es mit Sicherheit auch länger als zwei Nächte ausgehalten.

Wer schöne Unterkünfte und gutes Essen liebt, der ist hier genau richtig. Den Wagen parkt man unter einem Schattendach und betritt ein wunderschönes, kapholländisches Haus. Der Empfang war freundlich und das Ambiente stimmig zum Äußeren. Im Manor House befinden sich die kleine Rezeption und direkt dahinter ein Salon, in den wir gebeten wurden und in dem uns eine Tasse Kaffee als Willkommensdrink serviert wurde. Die Einrichtung ist gemütlich und gediegen, der Blick in den gepflegten Garten und zum kleinen aber feinen Pool traumhaft. An der Wand hängen Bilder der Künstlerin Frieda van der Merwe.

Direkt nebenan befindet sich eine große, halboffene Veranda, auf der bei schönem Wetter im Sommer das Essen serviert wird. Über Stufen erreicht man den Garten, in dem viele Pflanzen der Umgebung gezeigt werden. Natürlic steht hier auch ein kleiner Springbrunnen. Leider waren wir zur falschen Jahreszeit dort, aber es gab noch genüg Kulturpflanzen wie blühende Bougainvillas und alten Baumbestand. An einem Morgen stand sogar ein Oryx direkt gegenüber der Veranda und das Grün zieht zahlreiche Vögel an.

Im Haupthaus befinden sich fünf Gästezimmer und auf der Terrasse stehen mehrere Schautafeln, auf denen anschaulich die Flora und Fauna der Umgebung vorgestellt wird.

Auf rund 6.000 Hektar Farmland kann man natürlich auch auf dem Grundstück wandern und vom Aussichtspunkt oben auf einem Hügel den Sonnenuntergang genießen. Von dort aus blickt man über die Spektakelbergkette bis zum einige Kilometer entfernten Meer. Dort in der Diamantenmine und der Kupfermine hat der erste Besitzer von Naries damals sein Geld gemacht. Direkt unterhalb der Bergkuppe werden Tiere angefüttert, so kann man Oryx-Antilopen, Springböcke und mit etwas Glück auch andere Besucher beobachten.

Wer in den wunderbaren Mountain Suites wohnt, der hat den Blick frei Haus direkt von der Terrasse. Auf den Felsen davor sonnen sich am frühen Morgen die Klippschliefer, die Luft ist klar und in der Nacht zieht oft Nebel von der Küste ins Landesinnere. Dann ist am Morgen alles feucht und zahlreiche Vögel, kleine Reptilien und Insekten finden auf dem feuchten Grund genügend Wasser.


Lage

In Springbok angekommen führt eine wenig befahrene Straße kurz hinter der Filiale von "Kentucky Fried Chicken" in Richtung Kleinzee zur Küste - die R355, im Ort noch Van der Stel Street genannt. Der folgt man ca. 27 Kilometer, dann liegt Naries auf der rechten Seite. Die Unterkunft ist gut ausgeschildert, schon von der Straße aus kann man am Wasserloch einige Tiere wie Antilopen oder Vögel beobachten.

Vom Naries Namakwa Retreat aus kann man schöne Ausflüge in die Umgebung machen, diese werden auch vom Hotel auf Anfrage organisiert. Zum Namaqua National Park ist es nicht weit. Direkt neben Springbok befindet sich das schöne Goegap Nature Reserve, das wir auch besucht haben und in dem man auch schöne 4x4 Routen findet. Auch außerhalb der Saison hat sich ein Besuch durchaus gelohnt.

In Richtung Meer erreicht man die Diamantenküste bei Kleinzee/Koingnaas. Dort kann man eine Tour durch die Diamantenmine buchen, das Permit muss aber mindestens 5 Tage im Voraus beantragt werden. Es gibt Schiffwracks und eine Robbenklonie. Früher war das Sperrgebiet, nur Arbeiter und Angestellte der Diamantenfirma durften hinein, und die Stadt war eine private Firmensiedlung.


Zimmer

Im Manor House befinden sich 5 en-suite Zimmer, 4 davon haben eine eigene Veranda. Wir haben die Zimmer nicht von innen gesehen, man blickt hinten auf den Wirtschaftshof und ins Grüne.

Für Familien, die Self Catering bevorzugen, bietet sich das Power House Building an. Hier gibt es ein Bad mit Dusche, eine Kitchenette und natürlich einen Grill direkt vor der Haustüre. Der darf in keiner südafrikanischen Unterkunft für Selbstversorger fehlen. Platz ist hier für 2-4 Personen.

Ein echter Geheimtipp und der Grund, warum wir hier überhaupt zwei Nächte gebucht haben, sind die drei Mountain Suites. Nach dem Einchecken im Manor House wird man zu dieser Unterkunft begleitet, die ca. 1 Kilometer entfernt hinter einem Hügel liegt. Von hier sieht man weder Wirtschaftstrakt noch Haupthaus, der Blick schweift über Landschaft und grüne Hügel so weit das Auge reicht in Richtung Sonnenuntergang. Es sind drei runde Kuppelhäuser, ganz im Stil der Einheimischen gebaut. Gegen Wind und Regen schützt das Reetdach und die Felsen in der Landschaft wurden im Inneren in die Raumaufteilung und das Design integriert. Wer eines dieser Zimmer bewohnen möchte, der sollte weit im Voraus buchen, vor allem in der Hauptsaison zur Blumenblüte zwischen Juli und Oktober.

Mountain Suite Nummer 1 und 2 haben getrennte Betten. Mountain Suite Nummer 3 ist ein wenig größer, hat ein Doppelbett und wird als Honeymoon Suite vermietet. Wir hatten das große Glück, dass wir dank Marion dieses schönste Zimmer zugewiesen bekamen. Das Auto parkt davor, die Koffer muss man ein Stück Weg über Stufen hinunter zum Zimmer tragen. Hier ist am Abend alles gut beleuchtet und das Licht ist von beiden Seiten aus zu bedienen. Schließlich werden Dinner und Frühstück nach Sonnenuntergang im Manor House eingenommen, man kommt also in der Dunkelheit zurück.

Das Zimmer selbst ist sehr großzügig mit dem runden hohen Kuppeldach und einem riesigen Felsen hinter dem Bett. Es gibt eine gemütlichen Vorraum mit Sofaecke und Kühlschrank mit Minibar, hier kann man sich auch Tee und Kaffee zubereiten.

Dann folgt das Schlafzimmer, von hier aus betritt man dann die hölzerne Veranda, von der aus man einen wunderbaren Blick in die Landschaft genießt. Das Bett ist breit und gemütlich und mit wunderbarer Bettwäsche ausgestattet. Im Zimmer hat mehr als genug Platz für Koffer, es gibt Stühle für die Terrasse und viele Fenster, die an nach Belieben mit Holzjalousien verdunkeln kann. Für den kalten Winter steht eine fahrbare Heizung zur Verfügung und es gibt Heizdecken für das Bett. Nett fanden wir das kleine Netz, mit dem man im Zimmer befindliche Geckos fangen und in die Freiheit entlassen soll. Es gibt scheinbar Menschen, die solche nützlichen und harmlosen Tiere töten. Wir waren froh, als wir einen fetten kleinen Kerl in der Nähe der Eingangstüre entdeckten, so ein Gekko kann lästige Insekten auf natürlichem Weg beseitigen.

Auch das Bad ist schlicht ein Knaller. Im Waschbecken schwammen Blüten und die Dusche ist riesig. Begeistert hat uns die zusätzliche Badewanne, ein Einzelstück aus Stein und Beton. Trotz Hitze haben wir natürlich am Abend vor dem Dinner ein ausgiebiges Bad genossen. Genügend weiche Handtücher, ein Föhn und duftende Seifen sind hier selbstverständlich.

Nach dem Bad hüllt man sich in einen der blütenweißen, dicken Morgenmäntel die im Zimmer hängen. In diesem Zimmer hätten wir es Wochen ausgehalten und waren beim Packen richtig traurig.


Frühstück

Das Frühstück in Naries Namakwa Retreat ist sehr gut, man sitzt auf der schönen Veranda mit Gartenblick im Schatten. Die nette Servicekraft bringt Kaffee oder Tee an den Tisch. Dazu ein kleiner Plausch mit der Hausherrin und im Inneren des Hauses ist ein Buffet aufgebaut. Das lässt keine Wünsche offen, alles ist sehr frisch und nett dekoriert. Es gibt frisches Obst und eingelegtes, Joghurt in verschiedenen Variationen, Cerealien, Kuchen, diverse Brotsorten, sehr gute Marmeladen und vieles mehr.

Die Säfte sind ebenso lecker wie die Eierspeisen, die natürlich frisch auf Bestellung zubereitet werden. Wir waren mit dem Frühstück rundum zufrieden. Am ersten Tag waren weitere Besucher anwesend, am zweiten Morgen waren wir zu unserer Überraschung die einzigen Gäste. Trotzdem war das Buffet, wenn auch natürlich in reduziertem Umfang, extra für uns aufgebaut worden.

Bleibt noch zu erwähnen dass auch die bestellten Eierspeisen, so wie das Käseomlett und das Rührei unten auf dem Foto, die wirklich spitze waren. Eher ein kleines Kunstwerk als ein schnödes Ei.

Ebenso lecker war das hier bestellte Lunchpaket, welches wir mit Genuß im Goegab Nature Reserve verzehrten. Beosnders der kleine Quiche war extrem lecker, dazu gab es Sandwichs, Süssigkeiten, Saft und Kekse.


Essen

Das Naries Namakwa Retreat gehört zu den Good Cooks, einem Zusammenschluss von Gästehäusern, die eine besonders hochwertige Küche bieten und das ist schon alleine ein Qualitätsmerkmal.

An beiden Abenden haben wir hier hervorragend gegessen. Die Weinauswahl war sehr gut, wir haben uns für einen Boland Cellar Cabernet Sauvignon und einen Lutzville Merlot am zweiten Abend entschieden.

Das Menü besteht jeweils aus drei Gängen, die gut aufeinander abgestimmt sind, man hat immer die Wahl zwischen zwei Alternativen. Am ersten Abend hatten wir als Vorspeise gebackenen Fetakäse mit Parika und Oliven auf einem Salatbett, als Alternative wurde Schwarzwälder Schinken angeboten. Dann waren wir uns wieder einig beim "Peppered Beef Sirloin" mit Kartoffeln und Gemüse, sonst hätte es Thai Gree Chicken Curry gegeben. Zum Nachtisch gab es Schokoladenmousse oder Rotweinbirne mit Eiscreme, beides sehr lecker.

Am zweiten Abend hatten wir dann das Vergnügen, das Gericht zu bekommen, für welches Koch und Unterkunft berühmt sind. Nach einer wunderbaren Spinatrolle mit Frischkäse und einen Rote-beete Salat als Vorspeise wurde Lammrippe mit Senf-Kräuter Kruste und Rosmarinjus serviert. Das Rezept findet ihr hier.

Das Fleisch war ganz hervorragend, ebenso die aromatische Sauce. Dazu gab es frisches Gemüse und Kartoffelpüree in Form einer Birne. Wunderbar locker, sehr schön anzuschauen mit einer Nudel als Stiel. Ein echtes Kunstwerk und fast zu schade zum Essen. Zum Dessert wurde dann für uns beide eine sehr leckere Crème Brûlée serviert, da wir die Alternative, Pavlova mit Früchten, nicht so gerne essen.


Fazit

Die Kombination aus Mountain Suite und gutem Essen ist unschlagbar, eine wunderbare Unterkunft zum Entspannen.

Im März 2010 waren wir für 2 Nächte hier.

Hier ist die schöne Homepage www.naries.co.za.

Google Map zum Thema

Naries Namakwa Retreat - Manor House


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