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TIMAMOON LODGE

Die Timamoon Loge ist etwas ganz Besonderes, ein Juwel im Wald, absolut ruhig gelegen und weit weg von Stress und Hektik. Die Besitzer Gaylyn und Maurice sind viel in Afrika herumgereist, haben von überall Kunstgegenstände mitgebracht, die nun in den Lodges zu bewundern sind und kümmen sich sehr persönlich um die Gäste. Der Name Timamoon stammt von einer blühenden Oase in der Wüste Marokkos - und man bemüht sich, diesem paradiesischen Eindruck nachzueifern.

Gebucht wird hier Dinner, Bed und Breakfast und die Küche ist ebenso vorzüglich wie die Unterkunft. Schon die Anreise ist etwas für Abenteurer. Belohnt wird man mit einer romantischen Umgebung, einem rauschenden Fluss, singenden Vögeln im Wald und absoluter Privatsphäre in den 3 Lodges und den 2 Family Cottages. Ein Platz für Honeymoon und Romantiker.

In Timamoon wohnt man in klimatisch angenehmer und malariafreier Lage, wenn es unten im Lowfeld im Sommmer heiß ist, kann man es ebenso aushalten wie im Winter, wenn es oben bei Sabie wesentlich kälter wird. Weiter in Richtung Hazyview beginnt der Obstanbau und auch Timamoon hat einige Bananen-, Avocado- und Mangoplantagen.

Die Aktivitäten auf der Farm sind vielseitig, man kann reiten auf eigenen Pferden, am Sabie River wandern, schwimmen und picknicken und in der Nähe wird River Rafting und Quad Biking angeboten.

In 40 Minuten ist man durch das neue Phabemi Gate im Krüger Nationalpark und auch der Blyde River Canyon ist nur einen Tagesausflug weit entfernt.

Lage

Die Lage ist im bewaldeten Hang oberhalb des Sabie River ist einmalig, dies erfordert bei Anfahrt aber auch einige Fahrkunst. Denn es ist nicht jedermans Sache, 4 Kilometer dem einspurigem Waldweg aus roter, gestampfter Erde zu folgen. Wenn man das winzige Holzschild, das die Abfahrt ca. 24 Kilometer hinter Sabie an der Straße in Richtung Hazyview markiert, nicht übersieht. Denn der Abzweig liegt in einer Kurve, mit einer größeren Einmündung dahinter. Wir sind jedenfalls erst einmal dran vorbeigefahren.

Hat man es schließlich gefunden, dann folgt ein Weg durch Dickicht und Wald, mal bergauf, mal berab und stets kurvig. Er schlängelt sich hinunter zum Fluss und man erreicht die Timamoon Brücke, die schon deutlich den Baustil der Lodges mit runden Säulen und Reetdach nachahmt. Danach geht es wieder bergauf und man ist immer noch nicht da. Kleine Schilder weisen den Weg zur Rezeption, die man schließlich irgendwann auch erreicht. Fährt man den Weg das erste Mal, kommt er einem sehr lang vor. Dabei sind es nur 4 Kilometer, die wir nach einger Übung in 9 Minuten von Lodge bis zur Hauptstraße fuhren.

Da das Gelände sehr groß ist und die Lodges ziemlich einsam liegen, fährt man auch innerhalb von Timamoon zur Rezeption oder zum Restaurant meist mit dem Auto. Das heißt, die Europäer laufen lieber, die Südafrikaner fahren meist. Rundherum ist Timnamoon eine working Farm, also begegnet man ab und zu auch einem Traktor...

Die verschlungenen, etwas holprigen Wege und manch andere etwas rustikale Details sind ein durchaus gewolltes Mittel, die Lodges noch abgelegner und einsamer erscheinen zu lassen - mit Erfolg.

Zimmer

Die Zimmer in Timamoon sind schlicht und einfach eine Wucht! Wir hatten die New Moon Loge, das schönste Haus. Aber auch die anderen sind ebenso prachtvoll ausgestattet, nur ein wenig kleiner, vor allem der Pool.

Jedes Haus hat eine eigene Zufahrt und der Weg zur New Moon Lodge ist besonders steil, bevor man dann im eigenen Carport steht. Die reetgedeckte Lodge ist großzügig und von einem üppigen Garten umgeben. Der Panoramablick auf Hügel, Wälder und den gurgelnden Sabie River im Tal ist phantastisch. Nicht nur viele Vögel kann man hier sehen, in der Sonne laufen auch Eidechsen die außenliegenden Dachbalken auf und ab, zweimal haben wir morgends einen Frosch aus dem Pool gerettet, und im umliegenden Wald sahen wir grüne Meerkatzen (immer Zimmertür geschlossen halten!) und seltene Red Duiker, eine ganz winzige Antilopenart.

Es fällt schwer, hier nicht nur in Superlativen zu reden. Auf der Terrasse am Pool stehen Sonnenliegen und ein riesiger Sonnenschirm zur Verfügung. Wir haben es nur bereut, im Mai und nicht im Sommer hier gewesen zu sein. Aber das werden wir nachholen und dann auch ausgiebig den Pool nutzen, denn mit Flutlicht kann man hier auch nachts schwimmen. Im Mai war es dazu zu kalt und wir sassen lieber mit einem Glas Rotwein vor dem hauseigenen Kamin.

Prachtvolles Zentrum im Zimmer ist das riesige Bett mit 4 Pfosten und Moskitonetz rundum. Hier fühlt man sich wie Prinz und Prinzessin. Jedes Detail der Einrichtung wurde von überall aus Afrika zusammengetragen und miteinander harmonisch kombiniert. Ob Teppiche aus Marokko, ein Pygmäenbett, Holzfiguren aus Kamerun, Perlenhalsbänder der Massai oder eine Statue aus Bali, die die Badehandtücher hält, die vielen Details versetzen die Besucher in eine andere Welt, ohne überladen zu wirken.

Links gibt es eine gemütliche Sitzecke vor dem Kamin, eine kleine Minibar mit der Gelegeheit Kaffee und Tee zu kochen, Deckenventilatoren, frische Blumen und einen CD-Player mit einer Auswahl von Klassik bis John Secada. Über dem Eingang führt eine Leiter hinauf zum verglasten Spitzdach, hier kann man ebenfalls sitzen und zum Tal hinunterschauen.

Riesige Kleiderschränke mit originellen Türgriffen nehmen Koffer nebst Inhalt auf. Auch ein Fön, Taschenlampe und Kerzen sind vorhanden.

Ein Knaller ist das Bad, die Tür ist eine urige Holzschnitzarbeit mit einem nackten Männchen und Bastfäden unten dran, siehe Bild oben links. Die beiden Waschtische hätte ich am liebsten mitgenommen, sie sind Keramikarbeiten von einem bekannten Künstler der Region. Rund um die Eckbadewanne gibt es Kerzen, Räucherstäbchen und einen Blick durch die Fenster auf Baumfarne und ins Tal. Die Dusche ist ebenfalls sehr geräumig, alles in allem ein Traumbad. Im Garten gibt es eine Aussendusche zwischen Farnen.

Dies ist definitiv ein Zimmer für Romatiker und Verliebte, die sich mit sich selbst beschäftigen können. Es gibt keinen Fernseher und das leicht schummrige Licht reicht kaum zum Lesen. Gestört wird man hier niemals, das Zimmer wird gemacht, während man frühstückt und während man das Abendessen zu sich nimmt kommt ein guter Geist, deckt die Betten auf, lässt das Moskitonetz herunter und macht überall Licht. Jeden Tag wird der Kamin mit Kleinholz vorbereitet, und wenn das Feuer abends schon brennt, so werden noch ein paar Stücke nachgelegt.

Frühstück

Das Frühstück wird im Restaurant eingenommen, zu Fuß 10 Minuten und mit dem Auto 2,5 Minuten von der New Moon Lodge entfernt. Auch hier ist alles stilvoll. Vor dem Gebäude, das am Hang teilweise auf Stelzen erbaut wurde und rundum offen ist, befindet sich ein Teich mit wachsamen Gänsen, Enten und Pfauen.

Man blickt auf Papayas, Avocados und blühende Flamboyants, währen flinke und nette Mädchen das Frühstück servieren. Meist gibt es einen Obstteller, Muffins oder Scones, Eier nach Wunsch, Porridge und Cerealien von Buffet und Toast. Dazu eine Karaffe mit herrlichem, frischen Orangensaft und auch der Kaffe in Kannen zum Herunterdrücken ist sehr lecker.

Will man am Morgen ganz früh zum Krüger Park, so kann man anstatt Frühstück auch einen Picknick-Korb bestellen, den man dann am Vorabend nach dem Essen schon mitnimmt.

Essen

Am Abend trifft man sich dann um 19:30 Uhr wieder im "Over the Moon" Restaurant. In der Nebensaison war es sehr unterschiedlich, einmal waren wir ganz alleine, einmal waren 6 Leute aus den drei Lodges plus die Mieter der Familyunterkünfte mit den Besitzern anwesend. Dann war der kleine Raum ein wenig voll und die sehr kleine Küche hatte verständlicherweise Mühe.

Da es im Juni am Abend schon recht kühl wurde, brannte ein Feuer im Kamin und einige Gasöfen sorgten für wohlige Wärme, wärend an den Seiten Rolladen aus Bambus heruntergelassen wurden. Nach einem Sherry kann man sich von der Auslage Wein aussuchen, die Auswahl war erstaunlich vielseitig und in allen Preislagen war etwas dabei. Auch teure Weine wie der Meerlust Rubicon oder Meerlust Pinot Noir fanden sich hier.

Die Besitzer kommen zu jedem Gast um ein wenig zu plaudern, die Köche stellen sich immer vor und man kann auch persönliche Abneigungen und Vorlieben einbringen - vor allem wenn man länger bleibt. An Wochenenden kocht hier Johnathan, immerhin 70 Jahre alt, gelernter Textildesigner und mit über 30 Jahren Erfahrung mit einem eigenen Restaurant. In der Woche wird er abgelöst von Jeannine, die zwar jünger ist, aber auch sie versteht ihr Handwerk perfekt, was bei ihrer Ausbildung in einer bekannten Kochschule nicht verwundert.

  Das Menü liegt auf dem Tisch, man kann zwischen Suppe und Vorspeise wählen, ebenso zwischen zwei Hauptgerichten, dann gibt es eine Nachspeise, Kaffee und Tee, Käse, Biscuits und handgemachte Schokolädchen. Die Portionen sind üppig. In den ersten 4 Nächten, als weniger Gäste anwesend waren, bekamen wir sogar Suppe und Vorspeise, da beides köstlich war haben wir das dankbar begrüßt. Am Wochenende, wenn volles Haus ist, war das wegen der Auslastung der Küche leider nicht mehr möglich.

Stichwort Suppen: Hier wurden wir fast zum Suppenkasper, so lecker waren die Kreationen. Ob Borscht, Gemüsesuppe, Spinat-Camenbertsuppe, eine hervorragende Mussel Chowder oder die absolut köstliche Avocadosuppe (Avocados, Joghurt, Koriander, Zitrone - nicht kochen!) - wir waren begeistert. Auch geräuchter Lachs, Russische Blini, Feta Kuchen oder die mit Earl Gray Tea gedünsteten Prawns mit chinesischen Nudeln waren ein Gedicht. Jeannine liebt einen Touch asiatisches in ihren Kreationen, was genau unseren Vorlieben entspricht.

Auch die Hautspeisen waren ganz nach unserem Geschmack: Rack of Lamb, Kudu Pie mit Amarula, Kingklip mit Spargel und Oliven-Kapern Sausse, Perlhuhn oder hervorragendes Hirschfilet mit Rotkohlsauce. Letzteres hatte sich Michael zum Geburtstag von Johnathan gewünscht. Als wir dann satt waren, kam noch ein Schokoladenkuchen und alle sangen Happy Birthday.

Die Nachspeisen waren oft mächtig, wer noch nicht satt ist, der wird es spätestens beim Peacan Nut Pie, beim Schokoladenkuchen mit Brombeercreme, Queens Pudding oder einer Rum-Banane.

Für abschließende Käse oder Bicuits blieb niemals Platz im Magen.

Fazit

Wir hätten es hier auch 3 Wochen ausgehalten. Timamoon ist ein hervorragender Anfang oder Abschluss einer Reise ab/bis Johannesburg zum relaxen. Im 4 bis 5 Stunden ist man von hier am Flughafen. Der Preis rechnet sich natürlich mehr, wenn man auch den Pool nutzen kann.

 Nachtrag: Preise sind nun bis Ende 2005 online und gestiegen - nun kostet es 1.200 Rand pro Person für DBB (Full Moon).

Im Juni 2003 waren wir für 6 Nächte hier.

 Mehr Timamoon-Bilder auf meinem Digitalspaziergang.

Hier die Webseite der Timamoon Lodge, die aber zurzeit nur die Full Moon Suite zeigt.

 Nachtrag Dezember 2004: Mail von Petra, vielen Dank für Bild und Hinweis! :-)

Die Timamoon-Lodge ist einfach super. Die Empfehlung kann ich nur weitergeben. So groß hätte ich es mir nicht vorgestellt. Allerdings hat uns die Zufahrt jeden Tag sehr zu schaffen gemacht.

Hier kleiner Tipp, es gibt zwischenzeitlich kein kleines Holzschild mehr, sondern der Hinweis auf die Lodge ist von der Straße aus ist nicht mehr zu übersehen. Anbei ein Foto.

Google Map zum Thema

Timamoon Lodge


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