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KÜSTENFAHRT

Auf dieser Seite stelle ich den Weg vom einem Küstenort zum anderen vor. Von Lamberts Bay im Norden in südlichr Richtung entlang der Küste bis nach Paternoster, unserem nächsten Übernachtungsziel. Nachdem wir die Hauptattraktion von Lambert´s Bay, die Vogelinsel mit ihrer Tölpelkolonie, besucht hatten fuhren wir weiter nach Süden.

Es gibt zwei Routen, die nach Elandsbaai oder Elands Bay, dem nächsten Ort an der Küste, führen. Einmal die uninteressante offizielle Strecke im Landesinneren. Dann gibt es noch eine Straße, die man gegen eine Gebühr entlang der Küste fahren kann. Diese Strecke gehört der Eisenbahn, denn um die Eisenerzvorkommen aus der Provinz Nordkap zum modernen Hafen von Saldanha Bay zu transportieren, wurde eine 800 km langen Bahnlinie zu den Gruben bei Sishen bzw. Kathu im Nordkap gebaut. Seit September 1976 wurden bisher ungefähr 400 Million Tonnen Eisenerz über diesen Hafen verladen, unten ist ein Foto der Verhüttungsanlage bei Saldanha Bay zu sehen, an der man auf dem Weg zum West Coast National Park vorbeikommt.

An der Einfahrt und der Ausfahrt der Strecke steht 24 Stunden lang ein Wachposten, der die Gebühr von 25 Rand kassiert. Dann führt die 27 Kilometer lange Gravel Road immer an den Bahngleisen entlang. Diese 861 Kilometer lange Bahnlinie vom Erzort Sishen im Inland zum Hafen und Verhüttungsort Saldanha Bay ist etwas ganz Besonderes: Hier kann man, wenn man Glück hat, die längsten regulären Züge der Welt fahren sehen sehen. Zwischen den über 340 vierachsigen Erzwaggons haben wir an 4 Stellen des Zuges verteilt insgesamt 7 Lokomotiven gezählt, die von einem Fahrstand aus mit Funk verbunden gesteuert werden.

Die Strecke hat natürlich ihre eigenen Wikipedia-Seiten in Englisch und Deutsch, wo man alle technischen Details nachlesen kann. Eine absolut präzise Darstellung gibt es in einer PDF-Präsentation von Transnet Freight Rail ab Seite 13, mit Laufleistungen, Wartungsplan und Zeichnungen. Auf jeden Fall fahren die längsten planmäßigen Erz-Züge eben nicht, wie wir bislang dachten, im Norden von Western Australia, sondern hier in Südafrika auf einer Schmalspurbahn - abgesehen von einigen Rekordversuchen. Nur die kanadischen Containerzüge sind manchmal noch länger.

Die Wadrif Salzpfanne, etwa auf halbem Weg zwischen Elandsbaai und Lamberts Bay, wird durch die Sishen-Saldhana Bahnlinie halbiert. Eine große Anzahl von Seeschwalben, Enten, Flamingos und Watvögel sind in der Regel zu beobachten, wir hatten weniger Glück und sahen nur ein paar Vögelchen im flachen Wasser herumstaksen. Vogelfreunde, die nicht wie wir nur auf der Durchfahrt sind, können hier auch interessante Raritäten entdecken, darunter Graubruststrandläufer oder amerikanische und asiatischen Goldregenpfeifer.




Elands Bay nach Paternoster

Elands Bay liegt lanschaftlich sehr schön mit hohen Dünen und tollen Stränden. Einer der wenigen Orte an der Westküste der auch Berge, Flüsse und Feuchtgebiete in der Umgebung hat. Ausserdem findet man hier das Mekka der Surfer, denn die Wellen am Baboon Point gelten international als einer der besten Spots zum Surfen weltweit.

Am Fuße des Bobbejaanberg mündet das Verlorenvlei in das Meer. Verlorenvlei gilt als einer der lohnendsten Vogelbeobachtungs Destinationen in der Provinz Western Cape. Vor allem im Sommer, wenn Zugvögel von der nördlichen Hemisphäre ins wärmere Klima dieser Region emigrieren. Neben den vielen exotischen Arten ist das Reservat auch die Heimat von zahlreichen einheimischen Vögeln. Nicht weniger als 232 Vogelarten wurden hier registriert. Das Vlei selbst ist schmal, aber es erstreckt sich über 30 Kilometer bis nach Redelinghuys. Die Straße R 366 führt fast in der gesamten Länge am Vlei entlang.

Wir sind aber nicht landeinwärts, sondern hinter Elands Bay weiter an der Küste entlang gefahren, in Richtung Veldrif. An der Rocherpan Nature Reserve and Marine Protected Area sind wir aus Zeitmangel leider nur vorbei gefahren, hier kann man ebenfalls Vögel beobachten uns sich nagelneue, sehr moderne Eco Cabins mieten. Veldrif ist ein beliebter Ferienort mit ca. 8.000 Einwohnern und schöner Küste. Hier mündet der Berg River in die St.Helena Bay.

Ab hier wurde die Fahrt langweiliger, denn wir haben die Küste verlassen und sind über die R399 nach Vredenburg gefahren. Ein geschäftiges Versorgungszentrum mit vielen Geschäften und einer wirklich riesigen Shopping Mall an der Ausfallstrasse in Richtung Saldanha. Von hier aus war es dann nicht mehr weit um bei Paternoster wieder ans Meer zu kommen.



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