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Der Hafen

LAMBERTS BAY

Lamberts Bay liegt recht weit entfernt von der Hauptstraße N 7, die von Kapstadt aus in den Norden führt. Von der Abzweigung bei Clanwilliam bis zum Meer sind es noch gut 50 km. Von Kapstadt aus sind es insgesamt etwa 270 km.

Der kleine Fischerort hat ca. 3600 Einwohner und ist bekannt für seine hervorragenden Rock Lobster (Langusten), die hier frisch gefangen auf den Teller und in den Handel kommen. Vor allem am Wochenende fahren zahlreiche Kapstädter hierher. In großen Open Air Restaurants, die man an der ganzen West Coast findet, speist man dann unter freien Himmel.

Benannt wurde der Ort nach Sir Robert Lambert, der zwischen 1820 und 1821 Marinekommandant der Kapregion war. Die Bucht hier war Schauplatz der einzigen Seeschlacht im Burenkrieg.

Der Hafen und die Fischkonservenfabrik tragen nicht gerade zu einem schönen Stadtbild bei, trotzdem lohnt sich ein Ausflug nach Lamberts Bay. Die gesamte Region ist noch relativ wenig touristisch erschlossen. Ende November findet hier jährlich ein Langustenfestival statt und lockt die Freunde dieser Köstlichkeit nach Lamberts Bay.

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Im Frühjahr dagegen schmücken zahlreiche Wildblumen diesen Teil der Küste. Und Vogelkundler und Naturfreunde finden auf Bird Island ihr Paradies, denn hier findet man zur passenden Jahreszeit eine riesige Kolonie von Kaptölpeln. Ihr habe ich zwei eigne Seiten gewidmet: Tölpelkolonie 1 und Tölpelkolonie 2.

Übernachten kann man im einzigen Hotel des Ortes oder in einigen privaten Unterkünften. Wir haben Lamberts Bay an einem Tagesausflug von Tulbagh aus besucht.

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Hafen mit Fabrik

Am Hafen

Zentraler Punkt im eher unattraktiven Ortsbild ist der Hafen, alle Wege führen dort hin und die hohen Gebäude sind schon von weitem zu erkennen. Vom Marktplatz geht es dann etwas verwinkelt um ein paar Ecken bis hinunter zum Meer. An der Hafeneinfahrt befinden sich ebenfalls einige kleinere Restaurants, die frisches Seafood anbieten. Man parkt an der Mole und zahlt ein geringes Eintrittsgeld für das Parken und den Spaziergang nach Bird Island, der am leichtesten zugänglichen Vogelkolonie der gesamten Westküste.

  Aber auch der Hafen selbst bietet schon einges. Fischkutter liegen hier vor Anker, eine dampfende Fischfabrik bildet den Hintergrund, zahlreiche Möwen, Tölpel und Kormorane bevölkern Luft und Wasser.

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Blick zur Mole und zur Vogelinsel

Seafood

Vor allem die Open Air Restaurants ziehen Urlauber und Städter hierher, einige der Restaurants und der am Ortsende am Strand liegende Campingplatz koexistieren prächtig. Wir haben sie allerdings um die Mittagszeit nur geschlossen gesehen.

Direkt am Meer liegt das bekannte Muisbosskern, es existiert schon seit 1989 und war Südafrikas erstes Open-Air-Seafood-Restaurant. Fangfrischer Fisch wird hier am Abend mittels aller nur denkbaren Zubereitungsweisen aufgetischt - gegrillt, geräuchert, gekocht oder gebacken - in Kombination mit leckerem Gemüse und frisch geröstetem Brot. Höhepunkt des umfangreichen Menüs ist natürlich der im Preis inbegriffene gegrillte Hummer.

Wenn man von Lamberts Bay aus in Richtung Elandbaii fährt liegt das Muisbosskern etwas außerhalb des Ortes auf der rechten Seite. Das zweite große Restaurant, das Bosduifklip, liegt nicht am Meer, sondern auf einem Farmgelände. Beide Restaurants haben aber nicht immer geöffnet, eine telefonische Anfrage ist daher anzuraten.

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Junge Möwe

Privatweg

Wenn man von Lamberts Bay wieder weg will, so bietet sich der Weg an, den man von Clanwilliam aus gekommen ist, oder man folgt auf unasphaltierten Nebenstraßen dem Küstenverlauf in Richtung Elandsbaai, einem Surferparadies. In einigen Reiseführern ist erwähnt, dass man dort eine Gebühr zur Nutzung der Privatstraße bezahlen muss.

Wir waren ja auch bereit einen Obolus zu entrichten, denn der Weg führt an imposanten Dünen entlang. Man fährt also einige Kilometer schlechte Sandpiste aus Lamberts Bay heraus und steht dann an der Abzweigung vor einem Schild: Private Road. Das billige Ticket für die Benutzung wäre an an der Tankstelle in Lamberts Bay zu kaufen gewesen. Na prima, da kamen wir gerade her, hatten sogar dort getankt. Da wir keine Lust hatten, den Weg nochmals zurück zu fahren, sind wir dann links abgebogen und quer über Landstraßen bis zur Hauptstraße gefahren. Das war landschaftlich so schön, dass ich dem Hinterland eine eigene Seite gewidmet habe.

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Möwen
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Lamberts Bay


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