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WEINGÜTER

Im März 2018 haben wir uns dann endlich auch mal die Zeit genommen um ein paar Weingüter zu besuchen. Denn für die kommenden 14 Tage Selbstversorgung brauchten wir 14 Flaschen Wein - und die wollten wir uns gleich vor Ort besorgen.

Dabei machten wir durchaus unterschiedliche Erfahrungen, was Freundlichkeit und Kundenservice der Weingüter angeht.

Gewohnt haben wir auf dem kleinen Weingut Grangehurst, hierher sollte man kommen, wenn man auf der Suche nach sehr guten Rotweinen und einem tollen Rosé ist und eine sehr persönliche Führung haben möchte.

Mittagessen waren wir bei Stark-Condé, von deren Weinen wir sowieso Fans sind, und in Babylonstoren. Bilder davon auf der Seite Restaurants Weinregion 2018.

Eigentlich kann man ja in dieser Region kaum etwas falsch machen, jedes Weingut hat leckere Weine. Einige sind beeindruckender auf Grund ihrer Lage und Geschichte als andere, es gibt moderne Kellereien und solche, die nur nach Voranmeldung besichtigt werden können. Bei manchen werden Busladungen von Touristen abgesetzt, andere setzen eher auf Klasse als auf Masse. Man würde Monate brauchen, um auch nur annähernd alle zu besuchen. Daher fällt die Auswahl schwer.

Hier noch ein kurzer Bericht über drei von uns besuchte Weingüter, wobei das erste im Hemel-en-Aarde Valley bei Hermanus liegt. Wir wollten noch viel mehr besuchen, aber wir hatten nur zwei Tage und das Wetter spielte leider nicht immer mit. Bei Regen ist selbst das schön gelegene Delaire ohne die Aussicht nicht mehr ganz so beeindruckend.


Création

Auf dem Weg an die Küste nach Overberg machten wir nach einem kleinen Gin Tasting im Wine Village in Hermanus eine Pause bei Création im Hemel-en-Aarde Valley. Eigentlich wollten wir hier bei Moggs Country Kitchen Mittagessen, es war aber schon zu spät und wir hatten schon eine Kleinigkeit im Harold Porter Botanical Garden gegessen.

Das Gelände und die Aussicht von hier aus auf die Berge ist wunderschön, die beiden Inhaber, er ist ein Schweizer Önologe, sie Südafrikanerin mit Generationen von Winzervorfahren, haben hier etwas sehr Schönes und Edles geschaffen.

Die Weine, die hier im gemäßigten Klima entstehen, sind mehr als erfolgreich. Binnen weniger Jahren hat sich Création auch einen Namen als schönes Ausflugsziel mit guten Weinen, feinen Tapas und gelungenen Food Kreationen gemacht.

Die Begrüßung durch die Mitarbeiter war herzlich, wir konnten auf Nachfrage gleich zwei Weine aus wunderschönen Gläsern probieren. Die Lunch Zeit war schon vorbei und wir konnten uns die Kunst im Garten und die schönen Lampen aus Weingläsern ansehen.

Für die Kostprobe wurde nichts berechnet und beide Weine schmeckten uns sehr gut. Ein Probierschluck reichte uns, denn Michael musste ja noch fahren. Wir hätten auch noch mehrere Sorten zum Probieren bekommen, hatten uns aber schon entschieden und kauften dann zwei Flaschen zum Mitnehmen, die wir im Laufe des Urlaubs sehr genossen haben.




Holden Manz

Eine Weinprobe etwas außerhalb von Franschhoek führte uns zum 22 Hektar großen Weingut Holden Manz. Diese schön gelegene Ansammlung von weiß getünchten kapholländischen Gebäuden bietet auch Unterkunft in 5 Suiten und ein Restaurant. Auf den ersten Blick gefällt das stilvolle Gehöft sehr gut, hier ist viel Liebe zum Detail in der Deko spürbar. Die Region um Franschhoek war im März 2018 auf Grund der Dürre besonders trocken, das Weingut war aber grün.

Auf dem Gelände hier gibt es einen kleinen Teich, gepflegte Rasenflächen und einen Obstgarten, in dem viele Früchte wachsen. Im stylischen Innenhof stehen Weinfässer mit Barkockern und Töpfe mit Pflanzen. Im Inneren siehtr man den Fasskeller durch Glaswände.

Es dauerte etwas, bis wir endlich als Gast wahrgenommen wurden. Wir wollten zwei Flaschen Wein kaufen und vorab eigentlich nur einen winzigen Schluck von einem oder zwei Weinen zur Kontrolle gegeneinander probieren, es wurde uns aber gleich die Preisliste für die kompletten Weinproben vorgelegt. Also musste ich 5 Gläser mit Weinen der Kategoroe "Gold" gegen eine Gebühr von 60 probieren, was ich eigentlich gar nicht wollte. Michael musste ja fahren, der durfte nicht.

Da waren wir wohl vom Vortag doch sehr von Création verwöhnt. Ein lustloser Mensch bediente uns dann und brachte langsam vier Weine, die ganz in Ordnung waren, und leierte dazu die passenden Infos runter. Chenin Blanc, Rosé, Shiraz, Visionaire. Als letzten bekamen wir dann überraschend noch einen Barrel fermented Chardonnay, der eigentlich gar nicht in dem preiswerten Tasting enthalten war, sondern nur im Packet Platinum für R80 oder Diamond für R110 Rand. Aber das günstigere Gegenstück war gerade nicht mehr verfügbar.

Das war allerdings auch der einzige Wein, der uns richtig gut geschmeckt hat und davon haben wir dann auch eine Flasche für schlappe 252 Rand mitgenommen.

Besonders wohl gefühlt haben wir uns hier nicht, die Winetram hält hier auch und man ist hier wohl mehr auf Massenabfertigung spezialisiert. Wer mit Gruppe und Tram kommt, der erhält hier sogar Prozente auf den Weinkauf, wir nicht.




Allée Bleue

Allée Bleue ist ein riesiges Weingut, schräg gegenüber von Boschendal gelegen. Gegründet im Jahr 19690, der erste Wein entstand hier aber erst im Jahr 2001. Im neu aufgestellten Weinkeller entstehen seitdem hervorragende Weine wie der L'Amour Toujours oder das Weißwein-Cuvée Isabeau.

Die deutschen Besitzer tauften das historische Gut "Allée Bleue" nach der knapp einen Kilometer langen Allee aus hundertjährigen Eukalyptus-Bäumen, die zum Hauptgebäude-Komplex führt. Dann ließen sie es vom Künstlerehepaar Gundel und Emil Sogor zu einem Gesamtkunstwerk durchstylen.

Man findet hier eine Picknickwiese, Obst- und Gewürzanbau, eine Palmenreihe, einen Kinderspielplatz und Kellerführungen nach Voranmeldung. Wir haben uns am Gate als Tagesbesucher angemeldet und sind zuerst ganz durch zum Manor House gefahren, um im Tasting Room eine Flasche Shiraz zu kaufen. Den kannten wir schon und brauchten ihn nicht vorab zu probieren. Dann haben wir noch ein paar Fotos gemacht und sind zurück zum Eingang gefahren, um im dortigen Bistro eine Kleinigkeit zu essen. Das ist Montag bis Sonntag von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und wir konnten draußen im Freien sitzen.

Die umfangreiche Speisekarte bietet typische südafrikanische Spezialitäten, deren saisonale Zutaten direkt aus den fruchtbaren Gärten des Estates oder der umgebenden Weinregion stammen.

Wir haben uns für Smoked Kudu und einen Salat entschieden. Dazu tranken wir Wasser und einen Passionsfrucht Cordial. Am Ende zahlten wir dafür 200 Rand.




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