Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 1994
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AVARUA
     Wenn man sich die Postkarte von Rarotonga links anschaut, sieht die Insel gar nicht so aus, als ob sich auf ihr eine Hauptstadt befindet. Hauptstadt ist als Bezeichnung für Avarua auch etwas übertrieben, hier leben die Menschen nur ein wenig dichter als in der Umgebung. Einige Verwaltungsgebäude der Inselregierung sowie der "Busbahnhof" bilden mit dem Hafen ein kleines Zentrum. Am Samstag ist es relativ voll, dann fahren die Insulaner in die City, nach 16 Uhr sind die Bürgersteige hochgeklappt und Avarua gleicht einer Geisterstadt.

Hafen
     Die Stadt entstand an dieser Stelle, weil hier das Riff unterbrochen ist und so der Ausbau eines kleinen Hafens möglich wurde. Besonders malerisch ist dieser Hafen allerdings nicht. Das zweite Hafenbecken im Westen der Stadt, Avatiu Harbour, ist tiefer und hier liegen die Frachtschiffe, meist ziemlich olle Kähne. An der Passage zum Hafen ragt der verrostete Dampfkessel eines Wracks aus dem Wasser, das hier 1916 auf Grund lief. Im Avarua Harbour selbst liegen die Fischerboote, auf der rechten Seite des Hafens liegt ebenfalls ein Wrack, nämlich die Yankee, die 1964 bei einem heftigen Sturm auf das Riff geschleudert wurde.
 
Sehenswertes
     Das Zentrum der Stadt ist Cooks Corner. Hier beginnt und endet die einzige Buslinie, auf meinem Bild zu sehen. Die Hauptstraße, auf dem oberen Bild, verläuft parallel zum Meer. Bei einem Spaziergang durch Avarua hat man die wenigen Sehenswürdigkeiten schnell zu Fuß erreicht. Im Osten führt eine Brücke über einen Fluss, hier stehen die historischen Gebäude, wie zum Beispiel der Palast der um die Jahrhundertwende residierenden Königin von Rarotonga. Betreten kann man das Grundstück nicht, da die Nachfahren der Königin noch dort leben.
     Die Bibliothek und das Museum der Cook Inseln befinden sich ebenfalls in Avarua. Vor dem Museum steht ein großer Eisenkessel, dieser diente den Walfängern in früheren Zeiten zum Auskochen von Walöl. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos.

Kirche und Friedhof
     Kurz hinter Cooks Corner liegt eine protestantische Kirche, sie wurde aus weißen Korallenblöcken wie eine mittelalterliche Trutzburg erbaut. Die Ausswände sind etwas angeschimmelt, was man auf dem Foto oben auch erkennen kann. Diese Kirche wurde im Jahr 1835 erbaut.
     Auf dem angrenzenden Friedhof befinden sich die Gräber einger angesehener Südseepersönlichkeiten. Vor allem das Grab mit der Büste von Sir Albert Henry lockt die Touristen, denn es ist ein gutes Fotomotiv. Die Brille, die er zu Lebzeiten trug, sitzt auch der Statue auf der Nase und seine Anhänger schmücken die Büste mit Perlenketten und frischen Blütenkränzen.
     Aber auch die anderen Gräber sind interessant, denn hier hat man die Angewohnheit oft auch ein Bild der Toten mit auf den Grabstein zu setzen. Viele Einwohner von Rarotonga haben ihre Toten auch in den üppigen, grünen Vorgärten vor ihrem Haus beerdigt.
 
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