BANGKOK - EINE UNMÖGLICHE STADT ?
Die meisten Besucher, die für ein paar Tage kommen, hassen Bangkok. Andere lieben diese Stadt. Beides findet sicherlich seine Begründung, das ist nicht nur vom Wetter abhängig, sondern vor allem davon, wie der einzelne Bangkok erlebt hat - das Verkehrschaos, die oft unerträgliche Hitze, die Gerüche, das Durcheinander. Und gerade all dies macht Bangkok eigentlich aus, sonst wäre es nicht Bangkok, eine Mischung aus Mittelalter und Moderne, Chaos und Ordnung, Kunst und Kitsch, Anspannung und Entspannung.
Ich liebe Bangkok. Jeder Thailandbesuch startet und endet dort. Meistens bin ich für durchschnittlich 5 Tage in dieser quirligen Metropole.
Eine Hölle aus Lärm, Hitze, Smog und Dreck ist Bangkok bislang . Kein Wunder, bei 12 Millionen Einwohnern, 3 Millionen Autos, Mopeds, Bussen und LKW. Viele Fußgänger, Busfahrer und Polizisten tragen Atemschutzmasken. Die Stadt erstreckt sich auf 1.500 Km² (Zum Vergleich: Berlin hat "nur" 882 Km²) und ist ein undurchschaubares Chaos ohne festes Zentrum.
In den letzten Jahren hat sich in der thailändischen Hauptstadt viel geändert. Mitten in Bangkok werden neuerdings mehrmals täglich die Abfallcontainer geleert und geputzt. Dass es überhaupt welche gibt, ist schon ein großer Fortschritt. Seit es in Bangkok mit Geldstrafe geahndet wird, wenn man Papier oder Müll auf das Pflaster wirft, ist es sehr sauber geworden, Köln kam mir nach dem Urlaub fast dreckig vor.
Und noch mehr Staunenswertes: die Veränderung beim Verkehrsproblem. Ich hatte 1998 im Gegensatz zu 1991 das Gefühl, der Verkehr hätte etwas nachgelassen und wird in geordnetere Bahnen gelenkt. Die meisten Tuk-Tuks werden nicht mehr mit duftenden Zweitaktern, sondern mit Gasmotoren angetrieben, statt uralter Dieselstinker fahren neue Busse mit Fernsehprogramm, um die Fahrt attraktiver zu machen.
Hochstraßen sorgen für flüssigere Fahrt zum Airport. Brauchte man früher weit über eine Stunde zur Sukhumvit, schafft man es heute bei günstigster Verkehrslage auch schon mal in einer halben. Wenn über 23,5 Kilometer jetzt auch noch die neue Stelzen-Hochbahn durch die Stadt fährt, wird der Verkehr zusätzlich entlastet.
Auch fällt gerade auf dem Weg vom Airport dem Besucher noch etwas direkt ins Auge:
Wer vor fünf Jahren in Bangkok war, wird sich wundern angesichts der prächtigen Skyline, die während des Wirtschaftsbooms hochgezogen wurde - glasglitzernde Postmoderne mit verschiedenen Stilelementen. Und diese Türme sind nicht wie in anderen Städten nur auf das Stadtzentrum konzentriert, sondern verstreut über den ganzen langen Weg vom Airport bis zur Innenstadt überall sichtbar. Spitzenarchitektur bis hinauf zum 256 Meter Baiyoke Tower II. Hier ist das welthöchste Hotel mit Aussichtsdeck und Restaurant im 78.Stock.
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