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Viele WAT to visit in Bangkok...
     Bangkok besitzt eine Vielzahl von prächtigen Tempeln, den Wats. Man kann Tage damit verbringen, sie zu besichtigen. Leider hat der Durchschnittstourist aber nur wenige Tage Aufenthalt und konzentriert sich meist auf den Besuch von einigen berühmten. Ich möchte nicht alle Wats detalliert beschreiben, sondern nur die meiner Meinung nach schönsten kurz vorstellen.
 
Wat Arun
     Der Wat Arun, Tempel der Mogenröte, erhebt sich majestätisch am Westufer des Chayo Phraya in Thonburi. Der Chedi ist ein Wahrzeichen der Stadt und im Khmer-Stil erbaut. Die Anlegestelle für die Fähre ist nicht leicht zu finden, wenn man vom Königspalast kommt. Man muss durch einen kleinen Markt mit einem Gewirr von Gassen und dabei noch die Schlepper abschütteln, die teure individuelle Rundfahrten durch die Klongs anbieten. Diese fahren aber meist nur am Wat Arun vorbei und ein längerer Aufenthalt lohnt sich dort bestimmt. Also nicht verzagen und nach dem Weg fragen, denn die Überfahrt kostet nur ein paar Bhat!
     Den ganzen Chedi ziert beim näheren Hingucken ein Mosaik aus bunten Porzellanstückchen. Als beim Bau das Porzellan ausging, forderte Rama III. seine Untertanen auf, zerbrochenes Porzellan abzuliefern. Die Künstler konnten an den Blütenbildern und Fabelwesen, die den Wat vor dem Bösen schützen sollen, weiterarbeiten und die Dekoration vollenden.
     Über - wie man sieht - wirklich extrem steile Treppen erreicht man die Aussichtplattform (Obacht beim Abstieg!). Dort wird man dann mit einen herrlichen Blick über den Fluss und die Stadt für die schweißtreibende Strapazen beklohnt. In unmittelbarer Nähe gibt es eine ganze Menge Verkaufsstände, an denen man sich zur Belohnung Erfrischungen kaufen kann.
 
Wat Suthat
     Für mich ist der Wat Suthat einer der schönsten Anlagen in Bangkok. Meist hatte ich Glück und teilte mir das Vergnügen der Besichtigung mit ganz wenigen anderen Touristen. Keine organisierte Tour, die ich kenne, steuert ihn als Ziel an. Er liegt in der Altstadt Bangkoks und verfügt zwar nicht über den flächenmäßig größten, wohl aber über den höchsten Viharn der Stadt. Er beherbergt eine gewaltige, acht Meter hohe goldene Buddha-Statue, die ursprünglich in Sukothai stand und mindestens 600 Jahre alt ist. Die Innenwände sind mit schönen, sehr lebendigen Wandmalereien in verschiedenen Rottönen geschmückt, die die 24 Inkarnationen des Mannes abbilden, der später der Buddha wurde.
     Im Innenhof sind entlang der Wände noch 150 goldene Buddha-Statuen aufgereiht. Ein Teil dieser Galerie seht Ihr auf meinem Bild. Auch die Schnitzereien an den fast sechs Meter hohen Eingangportalen des Viharns sind sehenswert - sie wurden von König Rama II. entworfen.
 
     Außerhalb des Tempelgeländes vom Wat Suthat befindet sich, vom Verkehr umbrandet, die "Gigant Swing". Man kann sie einfach nicht übersehen, die zwei hohen rotlackierten Teakholzstämme. Die eigentliche Schaukel daran existiert nicht mehr. Bis in die zwanziger Jahre wurde hier das Schaukelfest abgehalten: Einige Männer schaukelten bis zu einer Höhe von 20 Metern hinauf, um mit den Zähnen einen Beutel mit Gold von einer Bambusstange zu schnappen. Dabei kam es zu vielen Unfällen, deshalb wurde die Zeremonie verboten.
     Die Gegend um die Schaukel ist vor allem wegen der zahlreichen Devotionaliengeschäfte interessant. Hier gibt es alles: Amulette, Buddhastatuen, safrangelbe Mönchsroben, Almosenschalen und Opfergaben.

Noch mehr Wats...
     Wat Rajabophit sieht aus wie ein Schmuckkästchen, mit gold und blau glitzernden Mosaiken an den Außenwänden und ist ebenfalls einen Besuch wert. Der zentrale Chedi ist sehr originell und die Türen der Ordinationshalle sind mit kunstvollen Perlmutteinlegearbeiten verziert. Den hinteren Tempelhof umrahmt ein Wandelgang, in dem 51 Buddha-Statuen die verschiedenen Stile der Buddha-Darstellung in Asien repräsentieren.
 
     Der prächtige Wat Benjamabopit (Marmorpalast) wurde erst um 1900 errichtet und strahlt Harmonie und Würde aus. Er ist mit echtem Carrara-Marmor verkleidet, die glasierten Dächer und vergoldeten Schnitzereien blitzen in der Sonne. Obwohl er ziemlich im Zentrum der Stadt liegt, ist er eine Insel der Ruhe.
 
     Der Wat Saket liegt am Fuße des "Goldenen Hügels", der viele Jahre lang die höchste Erhebung in Bangkok war. Lang ist's her..
     Wat Saket wurde von Rama I. errichtet und ist einer der ältesten Tempel in Bangkok. Über eine Spiraltreppe mit 318 Stufen erreicht man den Gipfel des Hügels. Darüber erhebt sich ein 79 m hoher, vergoldeter Chedi. Das anmutigste Gebäude ist die inmitten eines Teiches auf Pfeilern errichtete Bibliothek. Jedes Jahr im November findet am Wat Saket ein großes Volksfest statt.
 
     Der Wat Traimit liegt in der Traimit Road in der Nähe von Bangkoks Hua-Lamphong-Hauptbahnhof. Die wichtigste Attraktion ist ein goldener Buddha aus der Sukhothai-Epoche. Die Statue mit einer Höhe von 3 Metern ist angeblich aus purem Gold und wiegt 5½ Tonnen. Sie wurde zufällig entdeckt, als eine größere Buddha-Statue aus Gips bei einem Transport auseinander brach und der goldene Buddha zum Vorschein kam. Der äußere Gipsmantel war wahrscheinlich angebracht worden, um die goldene Statue vor der burmesischen Armee zu verbergen, als diese 1767 Ayutthaya eroberte. Einen Teil der Gipsmaske kann man noch in einem Glaskasten besichtigen.
 
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