Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 1998
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AUSFLÜGE
     Wie immer habe ich die Umgebung von Hua Hin mit dem Motorroller erkundet. Das Wetter im Oktober war zwar sehr durchwachsen, öfters hat es so in Strömen geregnet, dass man unter einem Dach Schutz suchen musste. Als Brillenträger ist man doch im Nachteil und sieht dann nichts mehr, der Regen an sich ist nicht schlimm da wunderbar warm, auch wenn man bis auf die Haut durchnässt ist. Besonders gut kommt es, wenn man nass wie eine tropfende Katze vor der imposanten Lobby seines ******Sterne Hotels absteigt und den Marmorboden volltropft.
     In Hua Hins Umgebung hören nach ein paar Kilometern oft die englischen Straßenschilder auf und man sieht nur noch Thai-Schrift. So ist es etwas schwerer, sich zurechtzufinden als in den touristischen Regionen wie zum Beispiel Phuket oder Samui. Aber gerade das macht auch Spass, die Bevölkerung versteht zwar meist keauf englisch, aber mit Zeichensprache kommt man auch hier weiter. Am besten, man fährt einfach der Nase nach...

Cha Am
     30 km nördlich von Hua Hin liegt ein weiterer Badeort: Cha Am. Ein langezogener weißer Strand mit diversen Hotelanlagen. Leider sind darunter auch einige Bausünden in Hochhausformat, dahinter liegt ein ziemlich langweiliger Ort. Cha Am ist für mich keine Reise wert, es sei denn, man möchte wirklich nur am Strand liegen und entspannen oder man wohnt im grünen Hinterland richtig ländlich und fern ab vom Tourismus. Wer etwas Unterhaltung am Abend sucht, muss hier meist im Hotel bleiben oder nach Hua Hin fahren. Mir hat es in Cha Am damals nicht sehr gut gefallen, aber das ist Geschmacksache.
 
Khao Sam Roi Yot
     Fährt man in südlicher Richtung über Pranburi, so erkennt man in der Ferne schon die zerklüfteten Konturen des Khao Sam Roi Yot Nationalparks. Übersetzt heißt das: "Berg der 300 Gipfel". Das Schutzgebiet liegt nur 58 km von Hua Hin entfernt, organisierte Ausflüge führen dort hin.
     Khao Sam Roi Yot wurde am 28. Juni 1966 zum Nationalpark erklärt, ist über 90 km² groß. Die spärlich mit Pflanzen bewachsenen, hohen Kalksteinberge sind von Höhlen durchzogen. Ebenso findet man hier weiten Marschlandflächen in der Nähe der Küste und verschiedene kleine Inseln. Leider geht die Garnelenzucht im Küstenbereich doch sehr stark zu Lasten der Umwelt, hier muss noch einges getan werden. Im Park leben Affen, Hirsche und viele Vögel.
     In den Höhlen fanden früher Straßenräuber Unterschlupf und auch hier wurden, wie im Sofitel, ebenfals einige Szenen des bekannten Films "The Killing Fields" gedreht. Viele Zuckerpalmen findet man in der Umgebung, ähnlich wie in Kambodscha, wo die Handlung des Films angesiedelt ist.
     Die größte und bekannteste Höhle im Nationalpark ist die Phraya Nakhon Höhle, in der sich ein hünscher Pavillon befindet. Phra Thinang Khuha Kharuhat, der Pavillon mit einem vierfachen Dach wurde im Jahr 1890 gebaut und ist das Wahrzeichen der Provinz Prachuap Khiri Khan. Auf Grund des anhaltend wechselhaften und schlechten Wetters damals im Oktober war ich leider nicht selbst dort. Deshalb wurde mir das schöne Foto rechts von einer netten Kollegin zur Verfügung gestelllt, vielen Dank dafür.
 
Ananasplantagen
     Rund um Hua Hin hat die Dole Company riesige Ananasplantagen, die das Bild der Landschaft prägen. Die Frucht gedeiht hier auf dem sandigen Boden besonders gut und Dole feierte sein 25th anniversary in Hua Hin. Thailand ist heute einer der größten Ananaserzeuger und hat Hawaii schon überholt. 231.000 Tonnen Ananas wurden 1997 produziert. Mehr als 95 % der Dole Früchte kommen hier aus dieser fruchtbaren Region.
 
Sonstiges
     Irgendwo im Hinterland von Hua Hin sollte noch der schöne Pala-U Wasserfall sein. Nachdem wir stundenlang nur Ananas gesehen hatten, kein Hinweißchild auf englisch auftauchte und eine Befragung der ortsansässigen Bevölkerung mit Händen und Füßen auch keine Klarheit brachte, haben wir dann irgendwann entnervt aufgegeben und sind nach Hua Hin zurückgefahren. Dafür lagen malerisch ein paar Wasserbüffel am Straßenrand und in kleinen Dörfern war man als Tourist noch eine Sehenswürdigkeit. Ein heftiger Platzregen durchnässte uns dann auch noch bis auf die Haut, zwar warm, aber mit nasser Brille fährt es sich auf einem Mofa doch eher unangenehm.
     Hua Hin lebt schon irgendwie davon, das es dort kaum etwas touristisch Sehenswertes gibt. Wenn man sich einfach treiben lässt und herumfährt, dann entdeckt man kleine Strände, Affenfelsen, hübsche bunte Tempelanlagen, Kokosplantagen, Gemüsefelder und kleine Restaurants am Wegesrand.
     Nur 5 km südlich von Hua Hin liegen die Berge Berge Khao Takiap und Khao Krailat. Hier befindet sich eine kleine Tempelanlage mit schönem Ausblick und vor allem mit Bewohnern: freche Affen. Viele Touristen kommen alleine wegen dieser Affen hier hin. Der Strand unterhalb ist nicht besonders erwähnenswert.

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