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Koh Samui
     Am Anfang des 19. Jahrhunderts ließen sich chinesische Kaufleute von der Insel Hainan auf Samui nieder. Bestimmt waren sie von diesem Ort genau so begeistert wie die ersten Reisenden, die rund 150 Jahre später kamen. Bis dahin hatten sich die Chinesen mit den Einheimischen vermischt und entlang der Strände einen geschlossenen Gürtel von Kokospalmen gepflanzt. Das verlieh der Inselschönheit noch den letzten Schliff. Neben dem Tourismus ist auch heute die wichtigste Einnahmequelle von Koh Samui der Export von mehr als zwei Millionen Kokosnüsse monatlich. Die Nüsse gelten als die besten in Thailand.
     Wegen der schlechten Verkehrsanbindung war Koh Samui lange Jahre der In-Ort für eine touristische Gegenkultur: Hier konnten Aussteiger billig und idyllisch auf Selbstfindungstrip gehen. Anfang der 90er Jahre setzte eine schnelle Entwicklung der Infrastruktur ein um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Die wunderschöne, einsame Palmeninsel hatte sich weltweit herumgesprochen und alle wollten hin, beziehungsweise sind schon da.
     Eine Ringstraße wurde angelegt, Hotelanlagen aller Preisklassen wurden gebaut und geschickt zwischen Straße und Stränden versteckt. Fehler bei der Bebauung wie in Phuket, Pattaya oder Hua Hin wurden vermieden, kein Hotel ist höher als die Palmen. Obwohl die Buchten voll erschlossen sind und die Unterkünfte dicht an dicht stehen, wirken die Strände allerdings immer noch fast unbebaut.
 
Wetter
Inmitten der Tropen gelegen, ist das Klima auf Koh Samui feucht und wechselhaft. Es werden ganzjährig Temperaturen von über 30 Grad gemessen und das Wasser wird nur selten kälter als 28 Grad. Auf Koh Samui ist der Gezeitenwechsel vor allem während und kurz nach Vollmond sehr stark. Das Baden im Meer ist bei Ebbe vor allem im Süden und Westen der Insel eingeschränkt, weil sich dort vor den Stränden weite Muschelbänke mit Kies und Schlick erstrecken.
     Von Februar bis April ist die See ruhig und es weht eine frische Brise. Das ist, genau wie Juni bis Oktober, die beste Reisezeit. Regen heißt dann meistens: ein kurzer, kräftiger Schauer um ca. 15 Uhr, dann scheint wieder die Sonne eventuell gibt es am Abend oder in der Nacht noch einen Schauer.
     Von November bis Mitte Dezember ist Regenzeit. Dann kann es schon mal tagelang wie aus Eimern schütten. Mai bis Ende September ziehen nachts manchmal Stürme über die Insel. Doch einer stürmischen Nacht folgt dann wieder ein sonniger Tag.
    Und hier ist das aktuelle Koh Samui Wetter für die nächsten Tage.
 
 
Erntehelfer
     Wie schon erwähnt ist der Anbau von Kokosnüssen neben dem Tourismaus die Haupteinnahmequelle der Insel. Fährt man in Koh Samui herum, wird man oft auf das Schild: "Monkey Show" treffen.
     Die Pflanzer auf der Insel haben nämlich Affen darauf trainiert, die reifen Kokosnüsse zu pflücken und demonstrieren dies gerne einem zahlenen Publikum. Auch auf dem Festland gibt es vergleichbare Arbeiter im Einsatz. Da nur reife Früchte gepflückt werden, sind die grünen, unreifen und trinkbaren Nüsse auch tuerer. Da müssen dann nämlich die Menschen selbst heraufklettern. Auf jeden Fall sind die Affen von Samui sehr schnell auf der Palme...
 
Stierkampf
     Ja, nicht nur in Spanien, auch auf Koh Samui lieben die Bewohner den Stierkampf, der in Thailand allerdins unblutig abläuft. Es war eines der beliebtesten Freizeitvergnügen der Inselbewohner. Heute allerdings finden solche Veranstaltungen nur noch an thailändischen Feiertagen statt. Oder für zahlende Touristen.
     Jeweils zwei Stiere (Büffel) werden bunt geschmückt und mit "Weihwasser" besprengt, dann sollen sie gegeneinander kämpfen. Zuerst bleiben sie hinter einem Vorhang, bis sie tatsächlich aufeinander losgelassen werden. Wenn die Tiere kämpfen geht es darum, das einer der Büffel vom anderen aus der Arena gedrängt wird. Na, wer's mag kann es sich ja mal anschauen... Mein Büffel auf dem Photo durfte im Palmenhain grasen.

Flughafen
     Es mag ja sonderbar erscheinen, dass der Flughafen von mir hier extra erwähnt wird. Aber der auf Koh Samui ist wirklich ein Schmuckstück. Ein privater Investor eröffnete 1989 den Flughafen und gründete Bangkok Airways mit geleasten Propellermaschinen. Bangkok Airways hat ein Monopol und ist die einzige Fluggesellschaft, die die Insel anfliegt. Offene "Hallen" und Terminals aus Palmholz mit Strohdach, eine gutsortierter Souvenirshop, Restaurant, üppige Blumenrabatten und Bänke aus Wurzelholz bestimmen das Bild.
     Bunt bemalte offene Wägelchen, zum Teil wie eine Eisenbahn hintereinandergehängt, erinnern eher an Disney World oder Phantasialand und erledigen den Passagiertransport über das kleine Rollfeld.

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