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Leider hatte die Kamera an diesem Tag Probleme mit dem Speichern einiger Weitwinkel Bilder, daher haben wir viele Fotos der Fälle und der Brücke verloren und können sie daher hier leider nicht zeigen.
Am Tag der Abreise waren wir früh fit und sind noch einen Teil vom Mill Falls Trail gelaufen. Er gehört zu den charmantesten und am leichtesten zugänglichen Wanderwegen im Kejimkujik Nationalpark, da er Besucher auf breiten Pfaden zu einem historischen und landschaftlich reizvollen Ort führt.
Vom zentralen Campingplatz in der Jeremy's Bay liegt der Startpunkt dieses Weges nur eine kurze Autofahrt entfernt, da er sich in der Nähe des Besucherzentrums befindet. Der Trail verläuft als ein unkomplizierter, flacher Rundweg direkt am Flussufer des Mersey River entlang. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Spaziergänger und Naturfotografen. Aber früh am Morgen waren weder die Black Flies noch andere Besucher wach, beide kamen erst so gegen 10:00 Uhr, als wir unsere Runde schon beendet hatten.
Das Highlight dieser Route sind die namensgebenden Mill Falls, eine Reihe von malerischen Stromschnellen und kleinen Wasserfällen, an denen das dunkle, bernsteinfarbene Wasser des Flusses über eiszeitliche Felsformationen rauscht. Diese markante Färbung des Wassers entsteht durch die natürlichen Gerbstoffe der umliegenden Moore und dichten Wälder. Hier nennt man dies Mersey-Tee. Tannine färben das Wasser braun und Saponine wirken wie natürliche Seifen: Wenn sie über einen Wasserfall stürzen, bilden sie stabilen Schaum.
Entlang des Weges bieten sich fantastische Ausblicke auf die Flusswindungen, und strategisch platzierte Bänke laden dazu ein, auch mal eine Pause einzulegen und dem beruhigenden Klang des Wassers zu lauschen. Im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze den Fluss anschwellen lässt, zeigt sich die Dynamik der Fälle von ihrer besonders kraftvollen Seite.
Wir sahen Kanada-Gänse mit Küken und einen einsamen Haubentaucher, dazu Rothörnchen, die ziemlich laut schimpfen und minutenlang mit einem ratternden, meckernden Geräusch oben von den Ästen herab ihr Revier verteidigen. Bachsaiblinge und Frösche gehören zu den Lebewesen in Keji, die empfindlich auf saures Wasser reagieren. Die Bachsaiblinge schwimmen flussaufwärts, um im Sommer kalte Wasserquellen zu finden und im Herbst zu laichen.
Neben den Naturschönheiten birgt der Mill Falls Trail auch eine spannende historische Komponente, die eng mit der frühen Industriegeschichte der Region verknüpft ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts betrieb Morris Zwicker hier ein mobiles Dampfsägewerk. Seitdem ist der Wasserfall als Mill Falls bekannt. Reste der alten Steinfundamente und historischen Strukturen sind im dichten Unterholz entlang des Pfades noch heute sichtbar und werden durch Informationstafeln erklärt.
Schiefer ist das glatte, graue metamorphe Gestein, das eine natürliche Barriere quer über den Mersey River bildet. Im Laufe der Zeit hat das Flusswasser den Schiefer glatt poliert und ein tiefes Becken unterhalb der Fälle geschaffen. Die Kombination aus rauschendem Fluss, nachwachsendem Mischwald und den stillen Zeugen der Vergangenheit verleiht dem Wanderweg eine ganz besondere, friedliche Atmosphäre.















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