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Kurz hinter Knysna in Richtung Plettenberg Bay zweigt die R 339 ab in Richtung Avontuur und Uniondale. Wir sind diese Strecke schin im Jahr 2002 einmal komplett in der Gegenrichtung gefahren, ein andere Mal kamen wir von Plettenberg Bay über Wittedrif und die R 340 und stiessen oberhalb des "Valley of Ferns" bei Kruisvallei auf die R 339 in Richtung Knysna.
An der Abzweigung von der N 2 liegen die Townships von Knysna: Nekkies, Oupad, Khayelethu und Joodsekamp. Nach einigen Kilometern ist man dann schon mitten im üppigen Knysna Forest. Man passiert zahlreiche Picknicksites und Wanderparkplätze. Wer etwas Zeit hat sollte hier wenigstens einen kurzen Spaziergang im Wald unternehmen, vielleicht zum King Edward VII Big Tree, einem imposanten 600-Jahre alten Yellowwood Baum. Auch die Elephant Walks in Diepwalle sind beliebte Ziele für Wanderer.
Erst im Jahr 2025 kamen wir noch einmal hierher, da führte uns die Fahrt von Plettenberg Bay hinauf zum Aussichtspunkt Spitskop, weg von der Küstenlinie und tief in das bergige Hinterland der Garden Route. Die Route verläuft zunächst über die Nationalstraße und biegt dann in Richtung des Prince Alfred’s Pass ab, einer historischen Schotterstraße, die durch dichte indigene Wälder und über sanfte Hügelketten führt. Während des Aufstiegs verändert sich die Vegetation merklich, wobei die üppigen Küstenwälder allmählich der typischen, robusten Fynbos-Vegetation weichen, die für die höheren Lagen der Kapregion charakteristisch ist.
Der Weg zum Spitskop ist geprägt von zahlreichen Serpentinen und bietet bereits während der Fahrt immer wieder Ausblicke in tiefe Schluchten und auf die umliegenden Outeniqua-Berge. Die Straße selbst ist ein Zeugnis historischer Ingenieurskunst und vermittelt ein Gefühl von Abgeschiedenheit, da der Verkehr hier deutlich abnimmt und die Natur das Landschaftsbild dominiert. Mit zunehmender Höhe wird die Luft kühler und da wir wieder nach Plettenberg Bay zurück mussten, haben wir auf die Weiterfahrt über den Pass verzichtet.
An der abschließenden Einmündung in die N 2 haben wir die Townships von 2002 nicht wiedererkannt. Die Bretterbuden am Straßenrand entlang sind einer weitläufigen, meist soliden Bebauung gewichen, etwas kleinere Häuser und ein wenig durcheinander, aber eine informelle Siedlung ist das schon lange nicht mehr.











Im "Valley of Ferns" mit dem wunderbar gelegenen Picknickplatz kann man eine Pause machen.
Wir wollten an diesem Tag einfach noch einmal einen Abstecher auf den Spitzkop zu machen, den ich wirklich sehr empfehlen kann. Vor allem, da wir hier im Frühling unterwegs waren und alles war grün und blühte. An der Strecke um die Auffahrt zum Spitskop herum findet man besonders viele und schöne Proteas, sie wachsen und blühen dort in Massen. Die Zufahrt ist immer noch etwas holperiger Gravel, aber oben am Aussichtspunkt Spitskop angekommen, der sich auf etwa 920 Metern über dem Meeresspiegel befindet, eröffnet sich ein beeindruckendes 360-Grad-Panorama.
Viele seltene Pflanzen blühen dort und kleine Tiere findet man am Weg und auf dem Gipfel. Ein herrlicher Platz, auch für ein Picknick und um auszuspannen und die Füße baumeln zu lassen. Eine der Bänke war von einer sehr großen Stabschrecke besetzt, die wir begeistert fotografierten. Sonst waren wir hier oben ganz alleine.
Bei klarem Wetter reicht der Blick im Süden weit über das Tal bis hin zum Indischen Ozean und den markanten Felsformationen von Plettenberg Bay. In nördlicher Richtung erstreckt sich die karge, weite Landschaft der Kleinen Karoo, die einen scharfen Kontrast zum grünen Küstengürtel bildet. Dieser Ort verdeutlicht die geografische Vielfalt der Region und markiert einen der höchsten und spektakulärsten Punkte, die über diese Gebirgspässe erreichbar sind.













Von diesem Pass sagt man, er sei eine von Thomas Bains größten Leistungen. Erbaut wurde er zwischen 1864 und 1867 und nach Prince Alfred benannt, dem zweitem Sohn von Queen Victoria. Er kam in diese Gegend, um Elefanten zu jagen. Wir sind die Strecke im Jahr 2002 gefahren, daher haben wir nur ein paar vom Dia gescannte Fotos. Die ersten beiden unten erkennt man leider an der miesen Qualität.
Wer die ganze Strecke bis Avontuur fährt, sollte sich viel Zeit nehmen. Die Straße ist stellenweise sehr schlecht und immer, wenn man glaubt, der Pass ist überwunden, dann kommt noch mal einer und noch ein Tal und dann noch ein Pass.
Landschftlich ist die Strecke allerdings wunderbar und viel Verkehr herrscht hier mit Sicherheit nicht. Im November 2003 war der Prince Alfred Pass dann beim zweiten Besuch wegen Bautätigkeiten gesperrt.
Die Straße zwischen Knysna und Uniondale im Langkloof Valley wird als spektakulärste Straße über die Outeniqua Mountains beschrieben, und genau das ist sie auch. Steil fallen güne Matten mit einzelnen Bäumen ins Tal, es staubt sehr, wenn eines der wenigen Autos vorbei fährt. Von vielen Punkten hat man tolle Ausblicke. Da man aber selten schneller als 30-40 km/h fahren kann, benötigt man mit ein paar Fotostopps schon gute 4-5 Stunden für die ganzen 85 Kilometer. Dabei sieht es auf der Karte doch so nah aus.







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R 339
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