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Auf der Suche nach einer Unterkunft in Wilderness orientierten wir uns 2025 im Hinterland und fanden so Oakhurst. Dies ist keine klassische Hotelanlage, sondern eine historische aktive Milchfarm in Hoekwil, einige Kilometer oberhalb von Wilderness.
Oakhurst Farm ist einer der wenigen verbliebenen großen, bewirtschafteten Bauernhöfe entlang der Garden Route. Das Gelände umfasst rund 640 Hektar, davon sind etwa 200 Hektar naturbelassener Fynbos und indigener Wald. Die Farm wird seit Generationen von der Familie Crowther geführt, heute in sechster Generation. Bekannt für ihre Mischung aus Landwirtschaft, Naturerlebnis und gehobener Farm-Unterkunft.
Der Kern der Oakhurst Farm Cottages ist die kommerzielle Dairy Farm, somit ist es keine reine Ferienfarm. Es gibt auf dem Farmgelände einige historische Gebäude wie die alte Schmiede (The Forge), die wir gemietet hatten, und auch andere verteilen sich auf dem Gelände.
Die malerische All Saints Church, die 1876 von Walter Dumbleton auf dem Gelände erbaut wurde, wird zusammen mit dem Friedhof noch von einer lebendigen Gemeinde besucht. Auch die alte Mühle und das Farmhaus stammen noch aus der Zeit zwischen 1840 und 1870.
Oakhurst hat mehrere Einkommensströme, die sich gegenseitig tragen: neben Milchwirtschaft sind es diverse Lodges. Man wohnt entweder in den acht Glamping Zelten von AfriCamps oder in den fünf klassischen Bauernhäusern, es gibt Platz für Weddings und Events und verschiedene Aktivitäten werden hier natürlich auch angeboten. Die Kapelle bietet Platz für bis zu 150 Personen, auch Unterkunftsmöglichkeiten für eine große Anzahl von Gästen sind vorhanden.
Reiten, Dairy Tour, MTB und Fishing machen die Farm wirtschaftlich relativ resilient. Wandern auf dem Farmgelände und Schwimmen, Kanu fahren und Angeln im Damm können die Gäste kostenlos.
Besonders begeistert hat uns der Farmshop, in dem sich auch die Rezeption befindet. Wer sich in der Region befindet und sich selbst verpflegt, der sollte hier unbedingt vorbei schauen. Oakhurst verkauft nicht nur Lebensmittel, sondern bettet siene Gäste auch in einen Kreislauf ein. Kinder und Gäste können morgens oder nachmittags zuschauen, wie gemolken wird, Kälber gefüttert werden und der Dairy-Betrieb läuft.
Ein Teil der Farmprodukte fließt in die hier verkauften Produkte, die bei Africamps dann auch im Frühstückskörbchen landen. Man kann Eier aus der Farm-Freilandhaltung, Frühstückskomponenten, Honig, Joghurt, Butter, Jersey-Milch und lokal erzeugte Produkte kaufen. Vor allem die fertigen Gerichte, die man hier in der Tiefkühltruhe findet, begeisterm. Ob Pommes für den Airfryer, Lasagane mit Fleisch, diverse Quiches, Kebabs, Frikadellen und Süsses. Diese Farmshop-Angebote setzen stark auf regionales Fleisch, saisonales Gemüse und lokale Produzenten. Man kann lokal bezogene Grillfleischsorten (Sosaties, Boerewors, Lammkoteletts) sowie Brennholz aus dem Programm zur Bekämpfung invasiver Arten, Streichhölzer und Anzünder kaufen.







Die Farm liegt in Hoekwil sehr ruhig und abgeschieden, an der bekannten Seven Passes Road, die landeinwärts zwischen George und Knysna verläuft. Auf direktem Weg kommt man von Wilderness nicht hierher. Von der N2 zwischen George und Sedgefield kommend, nimmt man die Ausfahrt Hoekwil, die von der N2 abzweigt. Nach 7,2 km erreicht man das Hoftor, biegt hier rechts ab und passiert Weiden mit zahlreichen Kühen. Es geht weitere 2,2 km auf der Schotterstraße bis zu Rezeption und Farmshop. Dahinter fährt man noch passend ausgeschildert noch 1,6 km weiter zu den Farm Cottages und The Forge. Auch für einen Spaziergang perfekt.
Mit dem Auto erreicht man in 15 Minuten den Ort Wilderness, 30 Kilometer fährt man bis nach George. Selbst Knysna ist von hier aus nach 58 Kilometern Fahrt erreicht, ebenso Touristenziele wie Dolphin Point, Sedgefield Markets, Ziplining und Golfplätze.






Wir hatten uns hier direkt in den Bungalow namens The Forge verliebt und diese Unterkunft war ein Volltreffer. Es handelt sich um eine eine ca. 150 Jahre alte Schmiede, eines der ersten Gebäude auf der Farm. Die ursprüngliche Bausubstanz wurde erhalten, die Lage am Ende der Bebauung mit Blick ins Grün und auf weidende Pferde ist sehr privat. The Forge liegt im östlichen Bereich der Farm und relativ separat. Die Anfahrt über die schmale Zufahrt und die steil abfallende scharfe U-Kurve kurz vor dem Haus erfordert einigen Mut, wir sind beim ersten Mal ausgestiegen und haben uns angeschaut, wie man da fahren muss, dann war es halb so wild. Dann erreicht man den eigenen Parkplatz direkt neben dem Haus.
Dieses besteht aus dicke Natursteinmauern, umgeben von üppigem Garten. Von hier aus hat man einen direkten Zugang zu einem 6-km-Forest-Trail und man blickt in den indigenen Wald. Die gefiederten Produzenten der frischen Farmeier leben direkt um die Ecke. Den Trail durch den Wald sind wir bei Sonnenschein gelaufen, zum Glück waren keine Mountainbiker unterwegs. Leider haben sich kaum Vögel oder andere Tiere gezeigt, auch der Wasserfall war nur ein Rinnsall.
Im Inneren des Hauses gibt es sichtbare Holzbalken, es wurde aber alles schön renoviert und dabei die historische Struktur erhalten. So wohnt man hier mit viel Komfort und viel Charakter. Sechs Gäste haben Platz, es gibt zwei Schlafzimmer für 4 Erwachsene und in einem Loft mit Matratzen haben auch noch zwei Kinder Platz.
In den Schlafzimmern stehen gemütliche Kingsize-Betten mit Percal Bettwäsche, wir haben uns für das rechte Schlafzimmer am Eingang entschieden und hier wunderbar geschlafen. Dieses Hauptschlafzimmer hat ein eigenes Bad, ein weiteres Badezimmer befindet sich weiter unten neben dem Wohnbereich über eine Treppe erreichbar. Im anderen Schlafzimmer hatten wir Koffer und Kleidung ausgelegt.
Es gibt einen kleinen Wohnbereich mit Kamin, der in die geräumige Küche mit Gasherd und Essecke übergeht. Hier kann man die auf der Farm gekauften Produkte verarbeiten, es gibt sogar einen Airfyrer und der Kühlschrank ist geräumig.
Das grösste Plus dieser Unterkunft ist der wunderbare Aussenbereich. Der Wohnbereich öffnet sich durch Glastüren zu einer schönen, überdachten Terrasse mit Blick auf Wiesen und Wälder. Unter einem Dach kann man hier auf bequemen Sofas herrlich lümmeln. Sowohl bei Sonne als auch bei Regen sitzt man geschützt. Leider hatten wir von den zwei Tagen einen kompletten Regentag.
Es gibt hier einen wood-fired Hottub, das ist hier ein runder Badezuber etwas unterhalb der Terrasse. Aussderdem steht ein kleiner Pool mit kaltem Wasser zum Abkühlen zur Verfügung. Somit hat man hier das beste beider Welten. Es gibt außen auch eine abgeschiedene, offene Warmwasserdusche im Grünen, einen Esstisch und einen Grillplatz.
Wenn es aufklart, dann hat man hier nachts über dem Hot Tube einen spektakulären Sternenhimmel, da es wenig wenig künstliche Beleuchtung in der Umgebung gibt. Wir haben uns in dem Cottage sehr wohl gefühlt.









Auf Grund der hervorragenden Versorgungslage durch den Farmshop, haben wir hier zwei Mal am Abend selbst gekocht. An einem Tag hatten wir noch wunderbares Rinderfilet mit diversen Salaten, die wir aus dem sehr gut sortierten Wooolworth Food in Plettenberg mitgebracht hatten.
Am Sonntag hat es den ganzen Tag fast ununterbrochen geregnet. An diesem Tag hatten wir uns mit Ute und Peer wieder verabredet, diesmal zum Mittagessen im nahen Bistro Celeiro. Das Farmrestaurant hat nur am Sonntag um 12:00 Uhr geöffnet. Man bekommt vorab mitgeteilt, das gekocht wird und muss seinen Wein oder sein Bier dazu selbst mitbringen. Es wird kein Korkgeld dafür erhoben, Gläser werden gestellt.
Das Essen kostete hier pro Person 375 Rand. Man sitzt in einem sehr großen scheunenartigen Raum, der üppig dekoriert ist und in der Ecke befindet sich eine offene Küche.
Bei der Ankunft wurde uns vom Besitzer schon mitgeteilt, dass heute Deutscher Tag ist. Außer uns vier war noch ein Deutsches Paar anwesend und eine größere Gruppe deutscher Expats aus Knysna. So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt.
Dafür gab es schwarzes Ciabatta und scharfen, lange geschmorten Kalbsmagen mit marokkanischer Sauce. Dann sehr leckeres Lammfleisch, ein ganzes Huhn für unseren Tisch, dazu Kartoffeln, Erbsen und Kürbistarte. Alles sehr gut und reichlich auf die Tischmitte gestellt, so dass sich jeder bedienen konnte. Was nicht gegessen wurde, das konnte man sich am Ende sogar mitnehmen. Das haben wir genutzt, hatten extra ein Schüsselchen dabei, denn sowas Gutes soll man nicht verkommen lassen.
Zum Abschluss ging der bärtige Koch noch mit seinen eigenen Eiskreationen herum und jeder bekam zwei Bällchen. Einmal war es Lakritzeis und dann noch eins aus Kapstachebeeren von der Farm.





Wenn du Ruhe, Natur und besonderes Ambiente sucht, ist The Forge sicher eine der stärksten Unterkünfte der Region.
Hier ist ein Link zu den Oakhurst Farm Cottages.






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