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Die Geschichte des Rocherpan Nature Reserve, das von Cape Nature verwaltet wird, ist ein Zusammenspiel von Unkenntniss und Zufall.
Ein Bauer namens Pierre Rocher kam im Jahr 1839 in diese Region. Um die Sommerweide für sein Vieh zu erweitern sperrten er und seine Arbeiter die Mündung des Papkuils-Flusses ab und zwangen ihn so, hinter den Dünen zu fließen. Diese weißen Sandhaufen trennten die sandige Sandsteppe vom Meer.
Dadurch entstand eher unbeabsichtigt ein idealer Lebensraum für Wasservögel aller Art. Der Papkuils-Fluss entspringt 25 km entfernt im Piketberg. Wenn er nach Regenfällen Wasser führt, dann füllt sich die Pfanne. Die ist weniger als 2 Meter tief, bedeckt dann 110 Hektar und ist etwas über 6 Kilometer lang.
Rocher begeisterte sich allerdings eher wenig für Ornithologie oder Naturschutz. Jedes Jahr am Neujahrstag hat er hier Entenjagden veranstaltet, zu denen nur geladene Gäste Zutritt hatten.
Erst 1967 wurde die nach ihm benannte Rocherpan zum Naturschutzgebiet erklärt. Jedes Frühjahr wird das Reservat mit einer Fülle von Wildblumen überzogen und zieht zahlreiche Besucher an. Der Eintritt ins Naturschutzgebiet kostet 50 Rand pro Erwachsenen und 30 Rand pro Kind. Tagesbesucher haben zwischen 8:00 und 18:00 Uhr Zutritt zum Gelände.
Zwei der beliebtesten Aktivitäten in Rocherpan sind die Vogelbeobachtung und das Wandern auf den schattenlosen Wegen. Es gibt zwei einfache Rundwege mit 7 km und 9 km Länge, die sowohl am Seeufer entlang als auch durch die Dünen zum Strand führen. Im Sommer empfiehlt sich ein früher Start, da es tagsüber schnell heiß wird und es nirgendwo Schatten gibt.
Rocherpan und Vogelbeobachtung gehören einfach zusammen. Die Kombination aus Land-, Feucht- und Meereslebensräumen bietet Lebensraum für eine Vielzahl von gefiederten Besuchern und ständig hier lebenden Arten. Die Vogelbeobachtung im Reservat hängt allerdings stark vom Wasserstand in den Wasserstellen ab. Daher kann sie nicht garantiert werden.
Weiße Pelikane sowie Rosaflamingos und Zwergflamingos werden in Rocherpan häufig gesichtet, sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Vögel. Die Pfanne ist außerdem einer der wichtigsten Brut- und Mauserplätze der Löffelente. Auch Strauße leben in den Ebenen rund um das Feuchtgebiet.
Eine Checkliste der 183 in Rocherpan registrierten Arten, davon etwa 70 Wasservögel, ist im Besucherzentrum erhältlich.
Rund um das Kingfisher Cottage huschten oft Sumpf-Mangusten oder Grasmäuse durch das Buschwerk.
Es gibt drei sehr gut platzierte Vogelbeobachtungshütten namens Hide 1, Hide 2 und Hide 3. Von dort aus kann man stundenlang ungestört fotografieren, wenn Wasser in der Pfanne ist. Wir haben sie zwar besucht, sahen hier aber so gut wie nichts.
Dafür haben wir an vielen Stellen Schildkröten gesehen, meist mittelgroße und am Ende eines Plankenweges eine ganz kleine, kleiner als ein Handteller, auf die ich fast draufgetreten wäre.












Auch wenn hier kein Wasser in der Pfanne ist, es gibt noch den riesigen, menschenleeren weißen Sandstrand. Da es ein Meeresschutzgebiet ist, ist die Brandung oft wild und unberührt. Hier kann man einfach immer weiter spazieren gehen, er erscheint fast endlos. Dabei ist man meistens ganz alleine unterwegs. Im Meer darf man schwimmen, im Inland-Gewässer nicht.
Das Meeresschutzgebiet vor der Küste wurde 1988 eingerichtet und erstreckt sich 500 Meter seewärts der Hochwassermarke über die gesamte Länge des Naturschutzgebietes. Hier trifft man auf seltene und gefährdete Schwarze Austernfischer. Sie sind aber nur eine der vielen Vogelarten, die man an dieser Küste beobachten kann.
Von etwa Juni bis September kann man Südliche Glattwale von überall am Strand aus sehen, wobei die Aussichtspunkte auf den Dünen eine bessere Sicht bieten. Diese majestätischen Tiere genießen das warme Wasser nach ihrer Wanderung aus der eisigen Antarktis. Auch Delfine werden oft vom Strand aus beobachtet.
Für die Wale waren wir schon Ende Oktober ein wenig zu spät vor Ort. Wir haben nur einen einzigen Wal gesehen, der lag aber tot am Strand. Der Verwesungsgeruch war bis hoch zum Aussichtspunkt zu vernehmen, hier haben wir auf einen Standspaziergang verzichtet.
Dafür sahen wir beim Spaziergang in den Dünen eine hübsche Rotrückenspinne, aber nicht die berühmte aus Australien. Sondern eine Decorated Burrowing Spider (Psammorygma aculeatum).
Rocherpan bietet auch zwei Picknickplätze, an denen man die natürliche Schönheit der Gegend genießen können. Man kann hier entweder am neuen Grillplatz hinter den Bird Hides oder am Aussichtspunkt in Strandnähe picknicken.
















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