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 VÖGEL  

Die Vogelwelt Sri Lankas ist von einer außergewöhnlichen Vielfalt und Farbenpracht geprägt, die die Insel zu einem der bedeutendsten Ziele für Ornithologen weltweit macht. Aufgrund der isolierten Lage vor der indischen Küste und der abwechslungsreichen Landschaft, die von dichten Regenwäldern bis hin zu trockenen Dornbuschsavannen reicht, haben sich hier zahlreiche Arten entwickelt, die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen. Von den rund 500 nachgewiesenen Vogelarten gelten 34 als strikt endemisch, was die ökologische Bedeutung der Insel unterstreicht.

Ein besonderes Highlight der srilankischen Avifauna sind die endemischen Arten, die oft in den feuchten Zonen des zentralen Hochlands und im Sinharaja-Regenwald beheimatet sind. Nicht jeder Besucher hat das Glück, einige davon zu sehen.

Zu den bekanntesten Vertretern zählt der Ceylon-Schmuckhäher (Urocissa ornata), der mit seinem leuchtend blauen Gefieder, den kastanienbraunen Flügeln und dem roten Schnabel zu den schönsten Vögeln Asiens gehört. Der Blue Magpie ist das Sehnsuchtsobjekt vieler Vogelfreunde.

Ebenso faszinierend ist der Ceylon-Grautoko, ein Hornvogel, der durch seinen markanten, gebogenen Schnabel auffällt. Wir haben ihn oft gesehen und gehört, konnten ihn aber nicht ein einziges Mal fotografieren, da er schnell weg war oder in den dichten teil der Bäume flog.

In den kühleren Bergregionen begegnet man zudem oft dem Gelbohrbulbul, mit seinen gelbe Federbüschel hinter den Augen. Diese Arten sind perfekt an ihr jeweiliges Mikroklima angepasst und reagieren oft empfindlich auf Veränderungen ihres Lebensraums.

Auch der Vogelzug spielt hier auf der Insel eine wesentliche Rolle: Während der Wintermonate der Nordhalbkugel wird Sri Lanka zum wichtigen Rückzugsort für Millionen von Zugvögeln, wie den Blauschwanzspint oder verschiedene Limikolen, die die weite Reise über den Ozean auf sich nehmen.

Der Schutz dieser gefiederten Bewohner ist eng mit dem Erhalt der srilankischen Wälder und Feuchtgebiete verknüpft. Die Vielfalt reicht vom kleinsten Nektarvogel, der an exotischen Blüten nippt, bis hin zum imposanten Pfau, der in den trockenen Ebenen sein Rad schlägt und in der hinduistischen Mythologie als Reittier des Gottes Kartikeya verehrt wird. Er ist der Gott des Krieges und der Anführer der himmlischen Heere. Er ist der Sohn von Lord Shiva und Parvati sowie der Bruder von Ganesha.

Diese reiche Mischung aus religiöser Verehrung, ökologischer Spezialisierung und saisonaler Dynamik macht die Beobachtung der Vögel in Sri Lanka zu einem Erlebnis.

Leider kann ich auf dieser Seite nur eine kleine Auswahl der gefiederten Freunde ziegen, die wir während der Reise fotografieren konnten. Sie alle vorzustellen, das würde den Rahmen dieser Seite sprengen, dazu gibt es spehzielle Seiten für Ornithologen.

Empfehlen kann ich die Merlin Bird ID App, entwickelt vom Cornell Lab of Ornithology, hat sich auch in Sri Lanka als ein revolutionäres Werkzeug für Naturbegeisterte etabliert. Sie fungiert quasi als digitaler Feldführer, der durch künstliche Intelligenz dabei hilft, die über 500 Vogelarten der Insel präzise zu bestimmen.

Beosnders schön ist die die Sound-ID, wenn man die Aufnahme startet, visualisiert die App den Gesang in einem Spektrogramm und gleicht ihn sofort mit der Datenbank ab. Die App listet die erkannten Arten live untereinander auf. Wenn ein Vogel erneut singt, leuchtet der entsprechende Name in der Liste kurz auf. An einem Morgen an der Grenze zum Yala Nationalpark konnten wir so in wenigen Minuten 15 verschiedene Vogelarten am Gesang identifizieren.









Wasservögel

Neben den Bewohnern der Wälder spielen die Wasservögel eine zentrale Rolle im Ökosystem der Insel, besonders in den flachen Lagunen und den riesigen, künstlich angelegten Stauseen (Tanks) der trockenen Zone. Diese pägen seit über zwei Jahrtausenden das Landschaftsbild. Diese künstlich angelegten Reservoirs wurden ursprünglich von den antiken Königen zur Bewässerung der Reisfelder geschaffen und haben sich über die Jahrhunderte zu hochkomplexen Ökosystemen entwickelt, die heute eine unverzichtbare Lebensader für die srilankische Vogelwelt darstellen.

Die Vegetation an diesen Gewässern ist ideal für Wasservögel strukturiert. In den flachen Randzonen wachsen dichte Gürtel aus Schilf und Lotusblumen, während abgestorbene Baumstämme, die aus dem Wasser ragen, perfekte Ansitzwarten für Jäger bieten. Einer der auffälligsten Bewohner ist der Buntstorch, der mit seinem markanten, gelben Schnabel und dem rosa Gefieder oft in kleinen Gruppen durch das seichte Wasser stakst. Ebenso häufig lässt sich der Löffler beobachten, der mit seinem namensgebenden Schnabel das Wasser in seitlichen Bewegungen nach kleinen Fischen und Krebstieren durchsiebt.

Der Klaffschnabel (Anastomus oscitans), ein Mitglied der Storchenfamilie, gehört zu den am spezialisiertesten Vögeln, die man an den Binnengewässern und in den Reisfeldern Sri Lankas beobachten kann. Sein markantestes Merkmal ist die einzigartige Form seines Schnabels, bei dem Ober- und Unterkiefer im geschlossenen Zustand in der Mitte eine deutliche Lücke – den sogenannten „Klaff“ – aufweisen, während sie sich an der Spitze berühren. In Sri Lanka ist der Klaffschnabel weit verbreitet und oft in großen Gruppen in den flachen Sumpfgebieten und auf frisch gepflügten Reisfeldern zu finden. Manchmal sieht man auch den Wollhalsstorch (Ciconia episcopus), einen der elegantesten und zugleich scheueren Vertreter der Storchenfamilie in Sri Lanka.

In den Bäumen am Ufer nisten zudem riesige Kolonien von Kormoranen und den eleganten Schlangenhalsvögeln. Letztere sind meisterhafte Taucher, die nach der Jagd mit ausgebreiteten Flügeln auf den Ästen sitzen, um ihr Gefieder in der Sonne zu trocknen, da ihnen die wasserabweisende Fettschicht anderer Vögel fehlt.

Der Fleckenpelikan (Pelecanus philippensis) ist einer der imposantesten Wasservögel Sri Lankas und ein Charaktertier der großen antiken Stauseen in der trockenen Zone. Seinen Namen verdankt er den dunklen, punktförmigen Flecken auf seinem grauen Schnabelbeutel, die besonders während der Brutzeit deutlich hervortreten. Im Gegensatz zum bekannteren Rosapelikan ist der Fleckenpelikan insgesamt etwas kleiner und besitzt ein eher unauffälliges, grau-weißes Gefieder, was ihm in der flirrenden Hitze der srilankischen Ebenen eine gute Tarnung verleiht. Obwohl der Fleckenpelikan in weiten Teilen Asiens selten geworden ist, hat er in Sri Lanka eines seiner wichtigsten Rückzugsgebiete.

Auch Greifvögel wie der Brahminkite (Haliastur indus) mit seinem auffällig weißen Kopf und der kastanienbraunen Oberseite sind an den Küsten und Binnengewässern allgegenwärtig und kreisen elegant in der Thermik.










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