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Lange bevor europäische Seefahrer die Küsten Sri Lankas erreichten, war Galle unter dem Namen Gimhathiththa bekannt. Bereits in der Antike steuerten griechische, römische, arabische und chinesische Händler den Hafen an, um Gold, Elfenbein und die berühmten Edelsteine der Insel gegen ausländische Waren einzutauschen. Historische Aufzeichnungen von Reisenden wie Ibn Battuta im 14. Jahrhundert belegen die Bedeutung der Stadt als eines der wichtigsten Handelszentren im Indischen Ozean.
Die europäische Einflussnahme begann im Jahr 1505 eher zufällig, als eine portugiesische Flotte unter Lourenço de Almeida durch einen Sturm in den Hafen von Galle getrieben wurde. Angesichts der strategischen Vorteile errichteten die Portugiesen 1588 eine erste einfache Befestigung aus Erde und Palmenholz. Diese Anlage diente primär dem Schutz ihrer Handelsinteressen gegen die Angriffe der Könige von Sitawaka.
Im Jahr 1640 eroberten die Niederländer das Fort nach einer verlustreichen Belagerung. Unter der Niederländischen Ostindien-Kompanie erlebte Galle seine architektonische und wirtschaftliche Blüte. Sie ersetzten die provisorischen portugiesischen Bauten durch die massiven Granitwälle und die 14 Bastionen, die das Bild des Forts bis heute prägen. Galle wurde zum administrativen und militärischen Hauptquartier der Niederländer auf der Insel, bis diese Rolle später an Colombo überging.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts übernahmen die Briten die Kontrolle über Sri Lanka. Da sie das Fort primär als Verwaltungszentrum nutzten und kaum bauliche Veränderungen an der Festungsstruktur vornahmen, blieb der niederländische Charakter der Altstadt fast vollständig erhalten.
Eine versteckte Eigenheit des Forts sind von den Niederländern angelegten Kanäle. Diese laufen unsichtbar als Tunnels unterhalb der Straßen und Häuser und sind durch eine Öffnung in der Festungsmauer mit dem Meer verbunden. Durch Ebbe und Flut erfolgt eine natürliche Reinigung des altertümlichen Abwassersystems - heute ist die Kanalisation natürlich unabhängig davon angelegt.
Ein entscheidender Moment der jüngeren Geschichte war der Tsunami im Dezember 2004. Während die moderne Stadt außerhalb der Mauern schwer verwüstet wurde, fungierten die jahrhundertealten Festungswälle als Schutzschild für die historische Altstadt und verhinderten deren Zerstörung. Heute ist Galle ein lebendiges Denkmal, in dem die Spuren dieser wechselvollen Geschichte in jedem Straßenzug sichtbar sind und die man sehr gut zu Fuß erkunden kann.












Die Bastionen von Galle Fort sind ein zentrales Element der Festungsanlage. Sie wurden vor allem im 17. Jahrhundert von den Niederländern gebaut, nachdem sie die Festung von den Portugiesen übernommen hatten. Insgesamt gibt es 14 Bastionen, die entlang der mächtigen Mauern angeordnet sind. Jede Bastion hatte eine strategische Aufgabe: Sie diente der Verteidigung gegen Angriffe vom Meer oder vom Land und bot Platz für Kanonen sowie Wachposten. Durch ihre Position konnten die Soldaten die Küste und die Umgebung gut überwachen und Angreifer früh erkennen.
Man kann hier alles zu Fuß ablaufen, das kostet keinen Eintritt. Die Sun Bastion ist eine der wichtigsten Bastionen der Festung und befindet sich in der Nähe des Haupteingangs. Sie wurde ursprünglich von den Portugiesen errichtet und später von den Niederländern verstärkt. Von hier aus konnten die Verteidiger den Zugang zur Festung kontrollieren und Angriffe vom Land abwehren.
Die Moon Bastion liegt ebenfalls nahe dem Eingang der Festung. Sie war eine der stärksten Verteidigungsanlagen, da sie mit mehreren Kanonen ausgestattet war. Diese Bastion spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung gegen feindliche Schiffe und Truppen, die versuchten, in die Festung einzudringen.
Die Star Bastion befindet sich neben der Moon Bastion und bildet zusammen mit ihr eine wichtige Verteidigungslinie. Ihr Name stammt von der sternförmigen Struktur, die typisch für europäische Festungsarchitektur der damaligen Zeit war. Von hier aus konnte man sowohl das Meer als auch die Landseite beobachten.
Eine weitere wichtige Bastion ist die Aeolus Bastion. Sie liegt auf der Südseite der Festung und war besonders wichtig für die Verteidigung gegen Angriffe vom Meer. Durch ihre Lage konnten die Soldaten den Ozean weit überblicken und frühzeitig feindliche Schiffe entdecken.
Die Neptune Bastion befindet sich in der Nähe des Hafens. Sie schützte den wichtigen Seezugang zur Stadt und war deshalb strategisch sehr bedeutend. Von hier aus konnten die Verteidiger den Schiffsverkehr kontrollieren und den Hafen sichern. Die Clippenburg Bastion liegt ebenfalls auf der Südseite der Festung. Sie wurde hauptsächlich von den Niederländern gebaut und diente dazu, die langen Mauern entlang der Küste zu verstärken. Von dieser Bastion aus konnte man die umliegenden Meeresgebiete gut beobachten.
Die Point Utrecht Bastion ist besonders bekannt, weil sich dort heute der Leuchtturm von Galle befindet. Dieser Leuchtturm hilft Schiffen noch heute bei der Navigation entlang der Küste. Die Bastion selbst war früher ein wichtiger Beobachtungspunkt für die Verteidiger der Festung. Die Flag Rock Bastion war eine sehr wichtige Bastion zur Warnung vor feindlichen Schiffen. Wenn sich fremde Schiffe näherten, wurden von hier aus Signale gegeben oder Kanonen abgefeuert, um die Bewohner der Festung zu warnen. Die Triton Bastion befindet sich ebenfalls in der Nähe des Meeres. Früher befand sich hier ein System, das Meerwasser in die Stadt pumpte. Außerdem diente die Bastion der Verteidigung der Küstenlinie.
Die Rampart Bastion ist Teil der langen Verteidigungsmauer, die sich entlang der Küste zieht. Sie bot den Soldaten einen guten Überblick über das Meer und die umliegenden Gebiete und war ein wichtiger Abschnitt der Festungsverteidigung.
Die Zwart Bastion ist eine der ältesten Bastionen des Forts. Ihr Name stammt aus dem Niederländischen und bedeutet schwarz. Sie wurde bereits in der frühen Bauphase der Festung errichtet und spielte eine wichtige Rolle bei der Verteidigung des Hafens. Die Akkerboom Bastion und die Aurora Bastion befinden sich auf der Nordseite der Festung, um die Zugangswege zur Stadt überwachen.
Die letzte Bastion ist die Commandment Bastion. Sie war Teil der inneren Verteidigungsstruktur der Festung und unterstützte die Kontrolle über wichtige Bereiche innerhalb der Anlage.
Die auf den Bildern sichtbaren wuchtigen Kanonen sind allerdings nicht aus Bronze, sondern es sind Repliken aus geschickt gefärbten Recycling-Plastik, massiv, aber kein Metall.













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