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Spaziergänge durch die Region rund um Deniyaya und entlang vom Fluss Gin Ganga zeigen eindrucksvoll, dass die Artenvielfalt von Sinharaja nicht an den Grenzen des Nationalparks endet. Das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Natur in den Reisfeldern schafft einen wertvollen Lebensraum, der den Besuchern entschleunigte Beobachtungen abseits der steilen Dschungelpfade ermöglicht. Und natürlich entdeckten wir hier auch Agamen und Vögel mal ohne Guide.
Ein Spaziergang rund um Deniyaya und entlang des Gin Ganga war für uns eine perfekte Ergänzung zu den schweißtreibenden Treks im Regenwald. Während der Sinharaja-Nationalpark durch seine vertikale Dichte beeindruckt, besticht die Umgebung von Deniyaya durch eine weite, fließende Landschaft.
Der Gin Ganga, einer der bedeutendsten Flüsse im Südwesten Sri Lankas, entspringt im Herzen des Weltnaturerbes und schlängelt sich wie eine Lebensader durch das Tal. Ein Weg entlang seiner Ufer führt vorbei an kleinen Siedlungen, in denen das tägliche Leben noch sehr ursprünglich und einfach ist. Man beobachtet Dorfbewohner beim Waschen ihrer Wäsche am Flussufer oder Kinder, die im kühlen Nass spielen, während über ihnen die Kronen riesiger Bambusstauden im Wind schwanken.
Die Vegetation am Flusslauf ist üppig und vielfältig. Hier ragen majestätische Kumbuk-Bäume empor, deren Wurzeln das Ufer festigen und deren Rinde in der traditionellen Medizin hochgeschätzt wird. Ab und zu turnen Affen durch die Baumkronen. Zwischen den Bäumen blitzen immer wieder die leuchtenden Farben der Kingfisher auf, die von herabhängenden Ästen aus nach kleinen Fischen Ausschau halten. Mit etwas Glück kann man am Uferrand auch Wasserwarane beobachten, die lautlos ins Wasser gleiten oder sich auf sonnenbeschienenen Steinen aufwärmen.
Der Gin Ganga ist nicht nur landschaftlich schön, sondern auch ökologisch wertvoll. Er beherbergt zahlreiche endemische Fischarten, die auf das saubere, sauerstoffreiche Wasser aus dem unberührten Regenwald angewiesen sind. Zudem speist der Fluss die umliegenden Brunnen und sorgt dafür, dass die Region selbst in trockeneren Monaten ihre tiefgrüne Pracht behält.
Auf einem Baum entdeckten wir viele Pfaue. Während der Pfau in der lokalen Kultur oft verehrt wird, ist er für die Bauern hier ein zweischneidiges Schwert, da er gerne die jungen Triebe in den Feldern frisst.
Ein besonderer Reiz liegt in der sanften Hügellandschaft, die den Fluss einrahmt. Am Morgen liegen die Berge noch in Wolken, die sich dann lichten und die Sonne kommt heraus. Man sieht Reisfelder und Teegärten, für die Deniyaya bekannt ist. Es ist noch weitgehend ein Ort der Ruhe und Besinnung, auch wenn immer mehr gebaut wird für Touristen. Kommen mehr, werden die engen Straßen noch voller und der Verkehr wird zunehmen.























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