Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2003

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LAGO DEL DESIERTO

Da es am zweiten Tag unseres Aufenthalts in El Chaltén regnete und die Wolken bis tief ins Tal hingen fiel eine geplante Wanderung leider aus. Auch für einen Besuch des Viedma Gletschers war es das falsche Wetter. So waren wir wieder mal froh, einen eigenen Wagen zu haben und folgten der Straße nochmals in Richtung Lago del Desierto.

Den ersten Teil dieser Ruta Provincial No. 23 wurde schon auf der Seite Rio de las Vueltas beschrieben.

An diesem verhangenden tag sahen wir wieder die große Gruppe der Smaragdsittichen, diesmal sassen sie alledings nur nass und aufgeplustert in den Bäumen.

Die Berge, die am Tag vorher noch eine eindrucksvolle Kulisse bildeten, waren nicht zu sehen. Kaum zu glauben, das sie gestern noch da waren...

Als wir erneut den Lago Cóndor passierten, stellten wir fest, das die Straße noch viel weiter führt und es sich gar nicht um den Lago del Desierto handelt.

Die Natur auf der folgenden Strecke war sehr beeindruckend, trotz Nieselregen und Wolken. Man fährt lange durch einen Märchenwald mit dicken Baumstämmen, die an der Wetterseite mit wunderbaren Moosen bewachsen sind. Ab und zu liegt am Weg ein Tümpel, in dem sich giftgrüne Algen gebildet haben. Oder in dem abgestorbene Baumstämme eine bizarre Kulisse bilden.

Ständig ist man hier von Wasser umgeben und die Bäche und Flüsse sind faszinierend. Es gibt einen milchigen Fluss, einen ganz klaren Fluss und einige kleinere Wasserfälle.

An ruhigen Stellen sieht man die Forellen im klaren Wasser stehen. Angeln ist hier verboten, da große Teile der Region, durch das die Straße führt, Privatgelände ist.

Das sieht man auch an den Zäunen, die es manchmal rechts und links vom Weg gibt. Die Besitzer dieser Ländereien haben ein Überwegungsrecht für die Straße erteilt. Ab und zu steht einen Kuh oder ein Pferd mitten auf der Straße und beguckt sich interessiert das herannahende Auto.

Ist das folgende Bild nicht schön? Dieses Pferd stand mitten im Wald, wir hatten das Gefühl gleich kommen noch ein paar Trolle, Elfen oder Hobbits hinzu. In den Tümpeln am Wegrand sieht man ab und zu auch Enten oder Gänse.


Sackgasse

Die letzten Kilometer in Richtung Norden sind nicht ganz anspruchslos, vor allem bei Regen. An einigen Stellen geht es recht steil bergauf und bergab, weil neben dem Fluss nicht mehr viel Platz ist. Aber wir schafften es, auch wenn wir nur einen Renault Kangoo und keinen Wagen mit Allradantrieb hatten.

Höhepunkt kurz vor Erreichen des Lago del Desierto war noch ein sehr hübscher kleiner Wasserfall namens Salto del Anillo, der direkt neben der Straße in vielen Kaskaden über vermoostes Gestein floss. Der richtige Platz für ein kleines Picknick, auf dem rechten Bild zu sehen. Schließlich erreichten wir dann wirklich den See mit dem komischen Namen Wüstenlagune, die Straße endet als Sackgasse an einer Bootsanlegestelle. Daneben gibt es noch einige kleine Chatlets und eine Campingmöglichkeit - und bei Bedarf natürlich einen Angelschein.

Inmitten des dichten und dunklen patagonische Waldes bietet dieser kristallklare See ein schönes Naturschauspiel. Die zahlreichen Bäche und Flüsse, die in die in das Gewässer münden sind zwischen Wäldern und den schneebedeckten Bergen versteckt.

Bekannt wurde die 530 km² große Lagune am Ende der Straße, weil sich hier vor einigen Jahren der letzte Grenzkonflikt zwischen Chile und Argentinien abgespielt hat. Erst im Oktober 1994 wurde diese Region endgültig Argentinien zugesprochen.

Es war kein Mensch zu sehen und leider fing es wieder heftig an zu regnen, als wir uns gerade auf den Weg zum Lago / Glaciar Huemul machen wollten. Der Name stammt von einer seltenen Andenhirschart, die man hier wohl oft sehen kann. See und Gletscher schienen uns für so eine Verlegenheitstour ganz nett, es soll aber auch kein besonderes Highlight sein. Außerdem stand auf einem Schild etwas von Bezahlen und Permit - aber wo und wann, das blieb uns unklar. So verzichteten wir auf die Huemuls, denn gegen Bezahlung im Regen herumstapfen, dazu hatten wir keine Lust.

Hier sind noch einige Impressionen von diesen Tag.


Google Map zum Thema

Grünes Tal


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Video zum Thema

Patagonian Andes

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